Marc Marshall - Foto Tobias Wirth

„Eine respektvolle Zukunft“ - Interview mit Marc Marshall

Der deutsche Sänger und Entertainer Marc Marshall unterstützt in seiner neuen Rolle als Botschafter das Hilfswerk nph Kinderhilfe Lateinamerika. Im Interview spricht er über Vertrauen, weltweite Hilfe und eine respektvolle Zukunft für Kinder.

nph: Gewiss kommen immer wieder Anfragen auf Sie zu, ob Sie sich für eine Hilfsorganisation engagieren könnten. Warum haben Sie bei nph Kinderhilfe Lateinamerika Ja gesagt?

Marc Marshall: Sich sozial zu engagieren hat auch immer etwas mit Vertrauen zu tun. Im Fall von nph wurde ich von einer Person gefragt, zu der ich Vertrauen habe. Bei meinem Besuch in der Karlsruher Geschäftsstelle erlebte ich dann eine respektvolle und harmonische Atmosphäre. Die Mitarbeiter machten auf mich einen engagierten und kompetenten Eindruck. Es ist eine gute Kombination, wenn Vertrauen und engagierte Kompetenz aufeinander treffen.

nph: Kannten Sie die Hilfsorganisation vorher?

Marc Marshall: Nein, aber als ich im Bekanntenkreis über mein neues Engagement sprach, erzählte ein Freund, dass er bereits zwei Patenkinder bei nph hätte. Es ist ab und zu verrückt. Lernt man eine Sache neu kennen und spricht drüber, findet man im Umfeld oft Menschen, die sich da bereits engagieren. Das bestärkte mich noch in meinem Entschluss, das Kinderhilfswerk zu unterstützen.

nph: Warum haben Sie sich für eine Hilfsorganisation entschieden, die nicht in Deutschland, sondern in Lateinamerika Kindern hilft?

Marc Marshall: Ich mache da keinen Unterschied. In Deutschland unterstütze ich bereits verschiedene Organisationen. Mich nun auch in Lateinamerika für Kinder einzusetzen, erschien mir sehr reizvoll. Letztlich hat alles auch etwas mit uns zu tun. Als Mensch kann ich nicht sagen, nur weil es weit weg ist, interessiert es mich nicht. Als verantwortungsvoller Bürger dieses Erdballs ist es für mich eine Selbstverständlichkeit, dass wir alle eins sind und somit ist ein Engagement auf einem anderen Kontinent nur eine logische Schlussfolgerung.

Marc Marshall ist Botschafter von nph Kinderhilfe Lateinamerika e. V..

nph: Existiert bereits eine persönliche Beziehung zu Lateinamerika?

Marc Marshall: Bis jetzt nicht. Ich war ein paar Mal zu Besuch dort, aber sonst unterhalte ich keine persönlichen Beziehungen zu diesem Teil der Erde.

nph: Haben Sie eine Idee, wie Sie die Arbeit von nph unterstützen möchten?

Marc Marshall: Natürlich bin ich durch meinen Gesang ein Botschafter, der durch Musik noch mehr Menschen auf die Arbeit der Hilfsorganisation aufmerksam machen kann. Vergrößert sich dadurch der Kreis der Unterstützer, wäre das wunderbar.
Zudem will ich in die Projektländer reisen, um mir vor Ort die Arbeit anzusehen und eventuell ein Projekt übernehmen. Ich verlasse mich da ganz auf die Verantwortlichen bei nph. Es gibt erst einmal kein No-Go, wir können über alles reden und dann sehen wir, wie wir es realisieren können.

nph: Was hoffen Sie zu bewirken?

Marc Marshall: Das diese wunderbare Arbeit eine größere Plattform bekommt. Wir leben in einer Zeit, wo die mediale Präsenz unentbehrlich ist. In den letzten Jahren habe ich immer wieder Sendungen moderiert, bei denen es um das Ehrenamt und die Unterstützung schwächerer Menschen ging. Es ist wichtig, dass unsere Gesellschaft begreift, wie viele tolle Menschen es gibt, die sich freiwillig für andere einsetzen und darin keine Belastung, sondern eine Bereicherung für ihr Leben sehen. In einer Ellenbogengesellschaft wie der unseren ist es unerlässlich, dass die unterstützenden Menschen eine Plattform bekommen.

nph: Was wünschen Sie den Kinder in den nph-Kinderdörfern?

Marc Marshall: Eine respektvolle Zukunft. Hoffentlich erhalten sie die friedvolle Möglichkeit, sich als Persönlichkeiten zu entwickeln, um ihr eigenes Leben meistern zu können. Wo und wie das auch immer auf der Welt sein wird. Dass sie in der Lage sind, ihrer eigenen Familie Gutes zu tun.

Bei der Einführung in Karlsruhe erfuhr ich, dass es immer wieder kleine Lichtpersönlichkeiten in den Kinderdörfern gibt, die es schaffen, eine ganze Familie nach vorn zu bringen. Wenn das durch diese Arbeit, diese Unterstützung möglich ist, ist es wunderbar. Die Eigenständigkeit der Kinder soll gefördert werden, damit sie aus Abhängigkeiten und Armut herauskommen.

Es ist wichtig, dass jedem Menschen die Möglichkeit gegeben wird, dort, wo er geboren wurde, seinen Lebensmittelpunkt zu behalten und sich dort sein Leben aufzubauen.

 

Das Interview mit Marc Marshall führte Claudia Wohlert, Journalistin aus Berlin.

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Agathe Freudl, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, nph Kinderhilfe Lateinamerika e. V.

Agathe E. Freudl

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit