Verteilung von Trinkwasser an die Bevölkerung nach den Unruhen in Haiti.

Haiti: Die nph-Hilfe kommt bei den Menschen an

Nach den gewalttätigen Protesten versorgt das nph-Team um Pater Richard Frechette die armen Menschen mit dem Nötigsten.

Bei den Massenprotesten im Februar kamen Dutzende Menschen um, viele Verletzte waren zu beklagen. Das öffentliche Leben ruhte vollkommen. Die Protestierenden kritisierten, dass ein System sozialer Sicherheit praktisch fehle. Der Zugang zu Bildung sei nur unzureichend und eine Grundversorgung mit Wasser, Strom und Gas schlichtweg nicht vorhanden. Zudem wurden Korruptionsvorwürfe gegen die Regierung laut.

Schwierige Versorgungslage

Obwohl die starken Unruhen abgeflacht sind, hat ein Großteil der Bevölkerung immer noch keinen Zugang zu sauberem Wasser, Lebensmitteln und Medikamenten. Viele Ladenbesitzer stehen der momentanen „Ruhe“ skeptisch gegenüber und öffnen nur in einem sehr begrenzten Zeitfenster ihre Läden. Das nph-Team arbeitet auf Hochtouren, um genügend Lebensmittel und Wasser zu besorgen. Die Not leidenden Menschen können sich nicht aus eigener Kraft helfen.

Die Produktion von Nudeln in der Pastafabrik von NPH Haiti läuft auf hochtouren, um die Menschen nach den Unruhen mit Lebensmitteln versorgen zu können.

Verzweifelte Suche nach Wasser

Gerade die lebensnotwendige Versorgung mit Wasser ist vielerorts nicht gewährleistet. In den Monaten Februar und März fällt so gut wie kein Niederschlag in Haiti. Ohne Wasser stirbt ein Mensch innerhalb von etwa fünf Tagen. Aus diesem Grund stecken die Menschen all ihre Energie und Kraft in die verzweifelte Suche nach sauberem Wasser, oft erfolglos. Das nph-Team versorgt die am stärksten vom Wassermangel betroffenen Gebiete um die Hauptstadt.

Wasserlaster von NPH Haiti transportieren kostenloses Trinkwasser zu den Menschen in den Bergen, bei denen nach den Unruhen der letzten Wochen das Wasser knapp wird.

Hilferuf aus den Bergen

In einigen Gebieten ist die Lage dramatisch. Pater Richard, Leiter von nph-Haiti, schrieb in einer Mail: „Über Funk erreichte uns der Hilferuf des Bürgermeisters von Cornillon. Es ist keine geschlossene Ortschaft; einzelne Häuser und kleine Siedlungen liegen weit in den Bergen verstreut. Die Menschen kommen zum Teil 20 Kilometer zu Fuß oder mit dem Maultier, um am Verteilungspunkt die sehnlichst erwarteten Wasserkanister abzuholen.

Geduldig warten die Menschen auf die nph-Pick-ups mit den Wasserkanistern.

Wir hatten in Port-au-Prince viele Hunderte leere Speiseöl-Kanister gekauft, ausgewaschen und mit Wasser gefüllt. Leider kommen unsere Wasserlaster auf den unbefestigten und steilen Wegen nur schwer voran. Mit unseren Pick-ups erreichen wir die Verteilungsstellen besser. Obwohl diese Gegend nur 30 Kilometer Luftlinie entfernt von der Hauptstadt liegt, leben die Menschen hier fast wie im Mittelalter.

Wir wollen versuchen, Geld zu sammeln, um Trinkwasser-Brunnen für sie zu bohren.“ Der überwiegende Teil des Wassers wird in den nph-Straßenschulen verteilt. Auch die Schüler warten nach dem Unterricht auf das Wasser. Beladen treten sie anschließend den beschwerlichen Heimweg durch die Berge an.

Pasta und Bohnen für die Ärmsten

In Francisville, dem Ausbildungszentrum von nph Haiti in Port-au-Prince, ist die Pastaproduktion wieder angelaufen. Die Produkte werden an die Ärmsten in den Elendsvierteln verteilt, genau wie die Bohnen, die mit den Spendengeldern aus Deutschland gekauft wurden. Leider bleiben die armen Menschen weiterhin auf Hilfslieferungen angewiesen. Aus diesem Grund ist nph auf weitere Spenden angewiesen. Jeder Betrag hilft, das Leid der Menschen zu lindern. Danke!

An die bedürftige Bevölkerung werden nach den Unruhen in Haiti kostenlos Bohnen verteilt.

Wasser für Menschen in Haiti

Wasserstation versorgt Slums mit sauberem Wasser

Nudeln aus eigener Produktion

4.80 €
In der eigenen Pastafabrik produziert nph Nudeln für die Versorgung der Kinder im Kinderdorf und im Kinderkrankenhaus.

Bohnen für tägliches Essen

20.00 €
Die Versorgungslage in Haiti wird durch die Unruhen immer schwieriger. Bohnen gehören zur Grundversorgung.