nph - die wohl größte internationale Familie der Welt.

nph - die wohl größte internationale Familie der Welt

Der Aspekt Familie stand bereits im Vordergrund, als Padre Wasson 1954 den Grundstein für nph legte und in Mexiko die ersten Kinderdörfer gründete. Die Waisenkinder sollten sich in ihrer neuen Familie geborgen fühlen.

Die Geschichte von nph begann 1954 in Mexiko: Gustavo, ein Waisenjunge, stahl Geld aus einer Kirche, um seinen Hunger zu stillen. Er wurde gefasst und ins Gefängnis gebracht. Padre William Wasson besuchte ihn und bat den Richter, den Jungen freizulassen. Er nahm den 15-Jährigen bei sich auf. Der Jugendrichter gab weitere Kinder in die Obhut des Padre. Das war die Geburtsstunde des Kinderhilfswerks nuestros pequeños hermanos - kurz nph (zu Deutsch: Unsere kleinen Brüder und Schwestern).

Die Waisenkinder sollten sich in ihrer neuen Familie geborgen fühlen. Die Anzahl der Waisenkinder in den mittlerweile zehn nph-Kinderdörfern in Lateinamerika stieg im Laufe der Jahre stetig. Heute können viele dieser Kinder unter Betreuung von nph-Sozialarbeitern in ihre Ursprungsfamilien zurückkehren. Ein Teil der großen nph-Familie bleiben die Kinder dennoch ein Leben lang.

Ein geborgenes Zuhause in einer großen Familie

Am 15. Mai findet der „Internationale Tag der Familie“ statt – ein offizieller Gedenktag der Vereinten Nationen. Wenn Eltern die Entscheidung treffen, ihre Kinder an einem anderen Ort aufwachsen zu lassen, ist dies emotional betrachtet sicherlich keine leichte Entscheidung.

Familie und Freunde - das finden Kinder und Jugendliche bei nph.

Rational betrachtet, handeln viele Familien vor allem im Sinne und zum Wohl ihrer Kinder, denn in den nph-Kinderdörfern kümmert sich eine liebevolle, große Familie täglich um die Bedürfnisse der Kinder und sorgt für warme Mahlzeiten, Bildung und medizinische Betreuung.

Seit Bestehen von nph haben mehr als 18.000 Kinder in der nph- Familie ein geborgenes Zuhause gefunden. Heute leben rund 3.200 Kinder in den zehn Kinderdörfern in Lateinamerika: in Bolivien, der Dominikanischen Republik, El Salvador, Guatemala, Haiti, Honduras, Mexiko, Nicaragua und Peru. Von den Nachbarschaftsprogrammen profitieren darüber hinaus rund 250.000 Menschen aus der Umgebung der Kinderdörfer.

Betreute Rückkehr sichert das Wohlergehen der Kinder

Mithilfe von regelmäßigen Treffen sorgt nph dafür, dass der Kontakt zur Ursprungfamilie erhalten bleibt. Wenn die Kinder im Laufe der Jahre freiwillig zu ihrer leiblichen Familie zurückkehren möchten, werden sie auf ihrem Weg dorthin begleitet – sowohl mit finanziellen Hilfen als auch mit einer regelmäßigen Betreuung in ihrem neuen Umfeld und Alltag.

Sozialarbeiter besuchen regelmäßig Kinder, die in ihre Ursprungsfamilien zurückgekehrt sind.

Obwohl die Kinder sich auf ihre Ursprungsfamilie freuen, fällt der Abschied vom Kinderdorf und ihrer großen nph-Familie erfahrungsgemäß schwer. Um den Prozess zu erleichtern, ermöglicht nph ihnen daher auch weiterhin regelmäßige Besuche und Aktivitäten im Kinderdorf.

11.02.2019

Familientage im nph-Kinderdorf

nph-Schützlinge erhalten im Kinderdorf nicht nur Unterstützung und Fürsorge, auch der Kontakt zur leiblichen Familie wird durch regelmäßige Familientage gefördert.
25.01.2019

„Der Familienrichter bestimmt den Kontakt zur Familie“

Markus Streit, Koordinator im pädagogischen Team, erklärt, welchen Stellenwert Familie in Lateinamerika hat und was nph macht, um das Familiengefühl bei den Kindern zu stärken.

Zurück zu den Wurzeln: Routine hilft beim Einleben

Sozialarbeiter besuchen regelmäßig jene Kinder, die aus dem Kinderdorf in Peru zu ihren Familien zurückkehren. Die Routine hilft den Kindern, sich einzuleben.