Nützliche Tipps des pädagogischen Teams von nph fürs Zusammenleben zwischen Großen und Kleinen in Zeiten von Corona.

Tipps gegen die Angst von Kindern

Die Kinder in den nph-Kinderdörfern sollen möglichst gesund und unbeschwert durch die Coronakrise kommen. Das pädagogische Team von nph hat nützliche Tipps fürs Zusammenleben zwischen Großen und Kleinen zusammengestellt.

Vielleicht können Familien, die jetzt viel Zeit gemeinsam verbringen, auch von diesen Hinweisen und Regeln profitieren. Sie sind ursprünglich für die Erzieherinnen und Erzieher, Betreuerinnen und Betreuer in den Kinderdörfern gedacht. Deshalb haben wir Ihnen eine gekürzte Variante dieser Tipps zusammengestellt. Lesen Sie gerne auch das Interview mit dem nph-Experten zum Umgang mit der Angst.

Kinder denken auch über Krisen nach.

Wie überall, wollen unsere Kinder verstehen, was gerade auf der Welt passiert und was dahinter steckt. Sie haben die gleichen Fragen wie wir alle.

Wie spricht man am besten mit Kindern und Jugendlichen über das Coronavirus?

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Kindern Corona zu erklären, kann herausfordernd sein.

  1. Das Wichtigste ist, ruhig zu bleiben.
  2. Wir müssen ehrlich sein und klar benennen, dass es sich um ein gefährliches Virus handelt, das sich leicht verbreiten kann. Deshalb müssen wir uns vor ihm schützen.
  3. Kinder hören uns zu und spüren unsere Angst. Behalten Sie das im Hinterkopf, wenn sie mit anderen Erwachsenen in Anwesenheit von Kindern sprechen. Bändigen Sie Gefühle wie Panik, Unsicherheit oder Fluchtinstinkte.
  4. Seien Sie ehrlich und versuchen Sie, verständlich über das Virus zu sprechen: einfache Wörter, kurze Sätze, altersgerechte Sprache.
  5. Warten Sie nicht, bis Ihre Kinder Sie fragen, um mit ihnen zu sprechen. Gehen Sie aktiv mit der Situation um.
  6. Nehmen Sie die Ängste und Zweifel von Kindern und Jugendlichen ernst. Signalisieren Sie ihnen, dass sie über ihre Ängste und Fragen sprechen können.
  7. Sprechen Sie oft über die aktuelle Situation, das ist jetzt normal. Aber überhäufen Sie die Kinder nicht mit zu vielen – vielleicht sogar widersprüchlichen – Informationen.
  8. Korrigieren Sie falsche oder falsch verstandene Informationen.
  9. Vermitteln Sie den Kindern, dass sie sicher sind, dass Sie Maßnahmen ergriffen haben, sie zu schützen. Es besteht kein Grund, sich zu beunruhigen oder Angst zu schüren. Tatsächlich wird die große Mehrheit der Menschen geheilt.
  10. Vermitteln Sie den Kindern die Gewissheit, dass es viele Ärzte gibt, die das Virus heilen, verstehen, seine Risiken reduzieren und einen Impfstoff finden können.
  11. Vermeiden Sie es, übermäßig über die Anzahl von Menschen zu sprechen, die sehr krank sind oder gestorben sind. Wichtig ist vielmehr der Fokus auf die Menschen im Umfeld.

Einige Empfehlungen für das Leben zu Hause

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Wir hoffen unsere Ratschläge helfen Ihnen, gut mit ihrer Familie durch die Corona-Krise zu kommen.

  1. Versuchen Sie, sich an Zeitpläne und Gewohnheiten zu halten. Ordnung, Struktur und Sicherheit wirken beruhigend.
  2. Nehmen Sie sich Zeit für freies Spiel, Toben, Sport, Körperbewegung.
  3. Unterscheiden Sie zwischen Wochentags- und Wochenendplänen und -routinen.
  4. Sicher vermissen Ihre Kinder ihre Freundinnen und Freunde, Opa und Oma, Tanten und Onkel. Versuchen Sie, regelmäßig Kontakt per Telefon oder Videochat zu pflegen oder zumindest den Kindern Neuigkeiten zu geben.
  5. Sorgen Sie dafür, dass die Kinder und Jugendlichen in die Sonne gehen können, und um ihre Abwehr zu stärken.

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