Jedes Kind braucht Bildung, die Chancen schafft

Jedes Kind hat das Recht auf Bildung

Kinder wollen die Welt erforschen und sie begreifen.

Doch das Bildungssystem in Lateinamerika ist marode, kaputtgespart und ineffizient. Hinzu kommt, dass gerade die unteren Einkommensschichten sich Bildung für ihre Kinder nicht leisten können: Fahrtkosten und Schulmaterial fressen große Teile des sehr kleinen Monatslohns auf.

nph investiert in Bildung, denn Bildung ist der Schlüssel für den Weg aus der Armut.

Viele Kinder in Lateinamerika haben keinen Schulabschluß. Gerade wenn sie in ländlichen Gebieten leben, einer ethnischen Minderheit angehören oder unter Behinderungen leiden, sind sie oft von Bildung ausgeschlossen.

Ermöglichen Sie gemeinsam mit nph Kindern ihr Recht auf Bildung.

Armut darf kein Hindernis für gute Bildung sein

Kindergarten

„Hilf mir, es selbst zu tun“ – das ist der Leitsatz der Montessoripädagogik, nach denen einige der Kindergärten von nph arbeiten. Wir haben festgestellt, dass sich Montessori sehr gut für unsere Kinder eignet, die mit verschiedenen Traumata und den unterschiedlichsten Bildungsniveaus zu uns kommen. Sie lernen in ihrer eigenen Lerngeschwindigkeit indem sie sehen, fühlen und erkennen.

Jedes Kind wird nach seinen eigenen Fähigkeiten gefördert

Berufsausbildung

In einigen Ländern betreibt nph eigene Lehrwerkstätten in denen Jugendliche handwerkliche Berufe erlernen und einen im Land anerkannten Abschluß erlangen können z.B. als Schweißer*in, Elektriker*in, Schneider*in oder Schuhmacherin*in. So müssen sie später nicht in schlecht bezahlten prekären Arbeitsverhältnissen ihr Geld verdienen.

Mit eigener Arbeit Geld verdienen und die Familie ernähren

Schule

Von klein auf fördert nph die Kinder nach ihren persönlichen Fähigkeiten. Wo notwendig sichern eigene Schulen mit eigenem Lehrpersonal die Qualität des Unterrichts. Vielen Kindern bieten sie zusätzlich die einzige warme Mahlzeit am Tag. Neben einer guten Bildung holen die Schulen die Kinder von der Straße, geben ihnen Essen und sorgen auch für medizinische Erstuntersuchungen.

Jedes Kind soll mit einem anerkannten Abschluss die Schule beenden

Studium

Wer die notwendigen persönlichen Fähigkeiten mitbringt, kann auch ein Studium an einer staatlichen Universität absolvieren. nph deckt Grundkosten für die Unterkunft, Studiengebühren und Nahrungsmittel. Andere Ausgaben finanzieren sich die Studenten durch Nebenjobs selbst.

Jugendliche mit Studienabschluss können viel an ihre Gesellschaft zurückgeben

Kinder brauchen eine gute Ausbildung

Kinder machen fast die Hälfte der Armen in der Welt aus und sind oft stärker von Armut betroffen als Erwachsene. Fehlender Zugang zu Bildung geht häufig Hand in Hand mit unzureichender Ernährung, fehlendem sauberen Trinkwasser und fehlender Gesundheitsversorgung.

Wenn armen Kindern der Zugang zu Bildung verwehrt wird, verschlechtern sich ihre Lebenschancen und ihre Möglichkeiten, ihr Potenzial voll auszuschöpfen.

Derartige Entbehrungen haben verheerende, lebenslange Folgen und schwerwiegende Auswirkungen auf gefährdete Kinder, künftige Generationen und Gesellschaften.

Bildung ist ein Menschenrecht und der Schlüssel zu einer nachhaltigen Entwicklung. Bildung bietet Kindern einen Ausweg aus der Armut und einen Weg in eine vielversprechende Zukunft.

In Lateinamerika und der Karibik besuchen durchschnittlich 22 % der Kinder keine weiterführende Schule, in Guatemala und Honduras sogar mehr als 50 %. Nach den UN-Daten zur Lage der Kinder in der Welt liegt die Abschlussquote der Grundschulbildung in Haiti bei nur 49 % für Jungen und 58 % für Mädchen.

Armut und die Verweigerung des Rechts eines Kindes auf Bildung gehen Hand in Hand. Nach Angaben von UNICEF liegt der Prozentsatz der Kinder und Jugendlichen, die von Kinderarmut betroffen sind, in den Ländern, in denen wir tätig sind, zwischen 37,6 % in Mexiko (2010) und 79,9 % in Guatemala (2006).

Seit den Anfängen von nph liegt uns eine ganzheitliche Erziehung am Herzen, die den Kindern und Jugendlichen hilft, geistig, seelisch und körperlich zu wachsen. Jeden Tag bemühen sich die Einrichtungen von nph, die Vision des nph-Gründers Padre Wasson zu verwirklichen, der sagte: "Bildung wird meine Kinder aus der Armut befreien, in die sie hineingeboren wurden".

nph stellt sicher, dass die Kinder ihr allgemeines Recht auf Bildung wahrnehmen können, indem wir die individuellen Lernbedürfnisse der Schüler berücksichtigen. Wir verfolgen einen individuellen, integrativen Ansatz, der die Erlebnisse der Kinder aus der Vergangenheit berücksichtigt.  Damit versucht nph die Kinder in die Lage zu versetzten, ihr einzigartiges Potenzial auszuschöpfen.

nph bietet fast 3.700 Kindern aus einkommensschwachen Haushalten und sozial schwachen Gegenden Unterstützung beim Schulbesuch. Noch mehr Kinder und Jugendliche, die in den nph-Kinderdörfern leben, besuchen regelmäßige den Kindergarten, eine Schule, eine Berufsschule bzw. Lehrwerkstatt oder eine Universität.

Mädchen und Jungen sind bei nph gleichberechtigt. Alle Mädchen und jungen Frauen bei nph haben die gleichen Möglichkeiten wie die Jungen, ihre Grundschulausbildung abzuschließen und die Universität zu besuchen. Bei nph werden sie als Gleichberechtigte erzogen und ermutigt, ihre Träume zu verwirklichen.

Die Förderung von Mädchen ist ein wichtiger Bestandteil der Arbeit bei nph. Die Erfolge der Mädchen und jungen Frauen sprechen für sich selbst: 50 % unserer Jugendlichen, die einen Berufsabschluss erworben haben, sind Frauen. 55 % unserer Abiturienten sind Mädchen, 45 % unserer Hochschulabsolventen sind Frauen. Und diese Zahlen steigen jedes Jahr. Derzeit studieren fast 200 junge Frauen von nph an Universitäten in ganz Lateinamerika.

Die Abbrecherquote bei nph ist im Vergleich zum öffentlichen Schulsystem niedrig. Mit Hilfe von Stipendien und Nachhilfeunterricht gelingt es den Kindern und Jugendlichen aus sozial schwachen Gemeinden, sich zu entwickeln und in der Schule zu bleiben. Stipendien werden nur gewährt, wenn die Eltern garantieren, dass ihre Kinder zur Schule gehen und nicht etwa an Schultagen in der Erntezeit helfen oder arbeiten müssen, um ein Einkommen für die Familie zu erwirtschaften.

nph ist für die Kinder, die wir betreuen, eine Familie fürs Leben. Die Ausbildung, die wir ihnen bieten, ist auf ihre Bedürfnisse und Fähigkeiten abgestimmt. Bei Erreichen des Erwachsenenalters endet die Unterstützung nicht automatisch. Wenn sie den Willen und die Fähigkeit dazu haben, unterstützen wir sie auch bei ihrem Studium.

Wenn Kinder nicht zur Schule gehen können, wird ihnen mehr als nur Bildung vorenthalten. Ohne eine strukturierte Schulzeit verlieren die Kinder ihre Routine und können sich nicht mit ihren Freunden treffen. Einige sind auf Schulspeisungsprogramme angewiesen und verpassen daher die vielleicht einzige nahrhafte Mahlzeit des Tages.

Wenn Kinder nicht zur Schule gehen, sind sie nicht nur stärker von Unterernährung bedroht, sondern auch anderen Gefahren zu Hause oder in der Nachbarschaft ausgesetzt, z. B. Kinderarbeit, Menschenhandel, sehr frühen Schwangerschaft, sexuelle Ausbeutung und Missbrauch, Kinderheirat (oder frühe Heirat) und Gewalt.

Die Kinder, die Schulen von nph besuchen, werden bei Bedarf medizinisch versorgt und erhalten Aufklärung und Beratung in Gesundheitsfragen. Außerdem erhalten sie nahrhafte Mahlzeiten. Viele kommen morgens in der Schule an, ohne gefrühstückt zu haben. Ihre Familien haben häufig nicht immer das Geld, um ihnen ein Mittagessen zu geben.