nph eröffnet Übergangshaus für Kinder in Not

nph eröffnet Übergangshaus für Kinder in Not

Angst, Hoffnungslosigkeit und Schmerz empfinden Kinder, wenn niemand sie mehr beschützen kann, wenn die Familie zum Gegner wird. Um diesen Kindern einen Schutzraum zu geben, eröffnete nph in Honduras ein Übergangshaus.

Honduras, ein Land mit einer der höchsten Mordraten der Welt. Ein Land, in dem ein Klima allgegenwärtiger Gewalt herrscht. Und ein Land, in dem Jugendbanden die Bevölkerung in Angst und Schrecken versetzen. Am stärksten davon betroffen sind Kinder und Jugendliche. Bei ihnen fängt oft schon die Gewalt in der eigenen Familie an und geht auf der Straße weiter. Missbrauch, körperliche Züchtigung oder Essensentzug, die Liste der Misshandlungen ist lang.


Voller Stolz zeigen (von li.) die stellvertretende Direktorin des Jugendamtes, die First Lady von Honduras, Ana García de Hernández, und Stefan Feuerstein, Nationaldirektor von nph in Honduras, die unterschriebenen Verträge.

Ein Ort der Hoffnung

Die honduranische Regierung hat sich zur Aufgabe gemacht, diesen Not leidenden Kindern schnell eine sichere Unterkunft zu geben. Aus diesem Grund wurde nph gebeten, ein Durchgangsheim für Kinder zur Verfügung zu stellen, die man in Notsituationen findet. Sie werden sofort medizinisch versorgt, bekommen zu essen und das Wichtigste überhaupt, die Kinder sind an einem Ort, wo sie sich sicher und geborgen fühlen können.


Die First Lady mit der nph-Folkloretanzgruppe bei der Einweihung des Übergangshauses.

Eine sichere Lösung auf Zeit

Das Haus der Hoffnung (Casa mi Esperanza) liegt in der Stadt Catacamas, nicht weit von dem nph-Kinderdorf entfernt. Es können gleichzeitig bis zu 20 Kinder dort von nph-Betreuern und -Psychologen versorgt werden. In der Regel bleiben die Kinder ein paar Tage, maximal einen Monat. Das Haus dient nur zur kurzfristigen sicheren Unterbringung, bis man eine langfristige stabile Lösung findet.


Die Jugendlichen erledigen auch im Haus der Hoffnung ihre Schulaufgaben.

Mit den Geschwistern zusammen

Geschwisterkinder bringt man zusammen unter, sie brauchen sich jetzt besonders stark. Nach der Aufnahme fängt ein nph-Team von Fachleuten sofort nach der Suche von weiteren Familienmitgliedern an. Ziel der Not-Unterbringung ist es, die Schützlinge bei einem anderen Familienmitglied unterzubringen. Nur wenn das nicht möglich ist, suchen die Verantwortlichen nach einer längerfristigen Lösung, zum Beispiel im nph-Kinderdorf.


Wenn die nph-Betreuerin einen im Arm hält, fühl man sich gleich besser.

An erster Stelle steht das Kind

nph kann viele Erfolge bei der Suche nach der biologischen Familie vorweisen. Die Wiedervereinigung der Familie war immer ein wichtiger Aspekt in unserer Arbeit. Auch deshalb hat uns die Regierung gebeten, bei dem Problem, Not leidende Kinder unterzubringen, mitzuwirken. In das Projekt Haus der Hoffnung fließt eine jahrzehntelange Erfahrung. Bei allem steht für nph immer das Wohlergehen des Kindes an erster Stelle, auch bei diesen Kindern.

Bitte helfen Sie, dass nph weiterhin Kindern aus Risikosituationen ein kurzfristiges sicheres Zuhause bieten kann.

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