nph Kinderhilfe Lateinamerika Nachrichten https://www.nph-kinderhilfe.org/ Neueste Nachrichten von nph Kinderhilfe Lateinamerika de nph Kinderhilfe Lateinamerika Nachrichten https://www.nph-kinderhilfe.org/typo3conf/ext/tt_news/ext_icon.gif https://www.nph-kinderhilfe.org/ 18 16 Neueste Nachrichten von nph Kinderhilfe Lateinamerika TYPO3 - get.content.right http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss Thu, 21 Nov 2019 09:53:00 +0100 Nacatamales: Ein Weihnachtsrezept aus Honduras https://www.nph-kinderhilfe.org//news/newsdetail?tx_ttnews%5Btt_news%5D=7447&cHash=b9096ece57121c26f6de128bfbfad12e Ein weihnachtliches Gericht, das die Honduraner traditionell am 25. Dezember genießen: Fleisch,... Nacatamales sind ein wahres Festessen mit vielen guten Zutaten. Im nph-Kinderdorf in Honduras gibt es Nacatamales nur einmal im Jahr – zu Weihnachten. Kochen Sie doch einmal ein besonderes Weihnachtsessen aus Lateinamerika. Dort sind die köstlichen Päckchen als Tamales weit verbreitet! Vielleicht haben Sie ein Patenkind oder helfen mit Spenden. Beim Kochen entsteht eine ganz neue Beziehung zu Ihren Schützlingen.

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Zutaten für 4 Personen

Teig:

  • 6 Tassen Maismehl
  • 1 Tasse Schmalz oder Backfett
  • 3 Tassen Wasser
  • 1 TL Salz

Füllung:

  • 9 Tassengegartes Schweinefleisch in 2,5 cm großen Stücken
  • nach Geschmack Hühnerbrühwürfel
  • 3 Tassen gekochter Reis
  • ½ Pfund Kartoffeln, geschält und in Würfel geschnitten
  • 1 Tasse weiße Zwiebeln, in Scheiben geschnitten
  • 5 Zehen Knoblauch, gehackt
  • 2 Tassen Paprika, in schmale Streifen geschnitten
  • 2 Tassen Tomaten, in kleine Stücke geschnitten
  • 1 Bund Koriander, gehackt
  • 1 Bund Minze, gehackt
  • ½ Tasse Rosinen

Zum Wickeln:

12 Stück Bananenblätter, harte Stängel entfernt und in 25 x 25 cm große Stücke geschnitten. Bananenblätter sind zum Beispiel in Asia-Läden oder bei Spezialversandfirmen erhältlich. Alternativ nutzen Sie Aluminiumfolie.

Zubereitung

Das Maismehl in eine große Schüssel geben, Wasser und Fett hinzugeben, alles vermengen.

Kleingeschnittenes Gemüse im Mixer zerkleinern und dem Teig beigeben. Alles vermengen und würzen.

Teig 1 h lang bei hoher Hitze kochen, dabei umrühren. Die Textur sollte etwas fester sein als die von Kartoffelpüree.

Teig abdecken und 30 min ruhen lassen. Bananenblätter 10 min in Wasser kochen und mit einem Handtuch trocknen. Jeweils zwei Blätter so nebeneinanderlegen, dass sie sich für einige Zentimeter überlappen. Geben Sie einen Löffel voll Teig in die Mitte. Drücken Sie dann ein Stück Fleisch in den Teig. Geben Sie einen Löffel voll Reis und Kartoffeln sowie einige Rosinen hinzu. Falten Sie das Bananenblatt über der Füllung, wie Sie es mit einem Geschenk tun würden, und verschnüren es mit Küchengarn. Achtung, nicht zu fest zurren, damit die Füllung nicht herausquillt.

Die Päckchen umdrehen, sodass die Falten und Knoten unten liegen.

Kleiden Sie einen großen Kochtopf mit den übrigen Bananenblättern aus, geben Sie die Nacatamales hinein und bedecken Sie alles mit Wasser. Am Schluss legen Sie die restlichen Bananenblätter darauf und kochen das Ganze 1 h lang bei großer Hitze.

Servieren Sie die Nacatamales im Bananenblatt – es verleiht dem Gericht nicht nur seinen typischen Geschmack, man kann auch direkt daraus essen.

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In Honduras kosten die Zutaten für vier Personen rund 25 US-Dollar – zu viel für die Hälfte der Bevölkerung, die in Armut lebt. Dennoch bemühen sich Honduraner um ein festliches Weihnachtsessen. Wenn Sie die nph-Familie unterstützen möchten, ihren Kindern und deren Familien eine weihnachtliche Freude zu bereiten, können Sie hier spenden.

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Nachrichten_von_nph cordula.schulze@nph-kinderdorf.org Thu, 21 Nov 2019 09:53:00 +0100
Internationaler Tag der Kinderrechte https://www.nph-kinderhilfe.org//news/newsdetail?tx_ttnews%5Btt_news%5D=7440&cHash=c1203b3b29680ad5ef8a30a8dba6f7d6 Am 20. November 1989 haben 191 Staaten der UNO die Kinderrechtskonvention unterschrieben, die die... Kinder sollen unter anderem vor Gewalt und Ausbeutung geschützt werden. nph arbeitet täglich an Lösungen für Kinder in Lateinamerika.

UN-Kinderrechtskonvention wurde bereits vor 30 Jahren verankert

Trotz zahlreicher Fortschritte fehlt es Millionen von Kindern auch heute noch an Möglichkeiten, sicher und geschützt aufzuwachsen. Bestehend aus 54 Artikeln beschreibt die UN-Kinderrechtskonvention unter anderem das Recht auf eine Grundversorgung, Ernährung, soziale Sicherheit und Bildung ebenso wie das Recht auf Schutz vor körperlicher und seelischer Gewalt. nph setzt sich für all diese Rechte ein, indem Kinder ein geborgenes Zuhause bekommen und Teil der großen nph-Familie werden – u.a. in einem der zahlreichen Kinderdörfer in Lateinamerika.

Kinderrechte - Jugendliche in Mexiko

Das Recht auf Grundversorgung und soziale Sicherheit

Ein sicherer Rückzugsort ist dabei der Ausgangspunkt und der Schlüssel zu einer besseren Zukunft für die Kinder. Bei nph werden sie nicht nur liebevoll aufgenommen und versorgt, sondern erhalten im Rahmen von verschiedenen Schulformen eine fundierte Bildung und die Möglichkeit, im jungen Erwachsenenalter eine Ausbildung oder ein Studium zu absolvieren – als Grundlage für ihren weiteren Lebensweg.

Kinderrechte - Kinder in der Schule

Medizinische Versorgung ist in vielen Ländern keine Selbstverständlichkeit

Auch für die medizinische Versorgung sorgt nph. In einigen Ländern, wie beispielsweise Haiti, hat die Hilfsorganisation sogar eigene medizinische Einrichtungen und Krankenhäuser. Dort stellt nph bereits ab der Geburt die medizinische Versorgung der Kinder – und selbstverständlich auch der Mütter – sicher. Viele Todesfälle können bereits mithilfe einfachster medizinischer Mittel verhindert werden.

Kinderrechte - medizinische Versorgung

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Nachrichten_von_nph agathe.freudl@nph-kinderhilfe.org Mon, 18 Nov 2019 00:00:00 +0100
Geschenkanhänger für Weihnachten zum Basteln https://www.nph-kinderhilfe.org//news/newsdetail?tx_ttnews%5Btt_news%5D=7443&cHash=bcfaedff1df083b5452698d3168b3c99 Nach einer Idee aus dem nph-Kinderdorf in Mexiko: Bastelvorlage zum Ausdrucken, Ausschneiden und... Dass Schenken glücklicher macht, als Geschenke zu erhalten, ist wissenschaftlich bewiesen. Und wieviel mehr Spaß macht Schenken erst, wenn die Gabe liebevoll und individuell verpackt ist? Damit es unterm Tannenbaum kein Durcheinander gibt, sollten Geschenke zudem den Namen des Empfängers tragen.

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Für alle, die jetzt langsam in Weihnachtsstimmung kommen und die Geschenke für ihre Lieben auch schön einpacken wollen: Verziert mit diesen mexikanischen Sternen sieht jedes Geschenk garantiert besonders schön aus! Die Ausmalvorlage stellen wir Ihnen hier als PDF-Datei zum Ausdrucken zur Verfügung. Dann können Sie sie nach Herzenslust ausmalen. Vielleicht machen Sie eine lustige Bastelaktion mit vielen Kindern daraus, oder Sie genießen einen stillen Moment weihnachtlicher Vorfreude ... Die bunten Sterne machen sich übrigens auch toll als Baumschmuck!

Bunte Sterne funkeln für alle

Die Idee für die Geschenkanhänger-Sterne stammt von einer langjährigen deutschen Mitarbeiterin im nph-Kinderdorf in Mexiko. Die Kunsttherapeutin Marion Tavella arbeitet mit Kindern in der Kunsterziehung, die Schlimmes erlebt haben. Die Kinder dort haben die Muster in unseren Abbildungen ausgemalt. Marion hat als Freiwillige in Mexiko bei der nph-Kinderhilfe angefangen und ist geblieben: Sie arbeitet mittlerweile seit mehr als 14 Jahren bei der nph-Kinderhilfe in Mexiko.

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Wer Marion Tavella und ihre Arbeit in unserem mexikanischen Kinderdorf kennenlernen möchte, findet hier und hier weitere Informationen. Mit ihrer Arbeit hilft sie den Kindern, ihre Gefühle zu verstehen und Trauer zu verarbeiten.

Viel weihnachtliche Bastelfreude wünscht Ihnen das nph-Team! Wenn Sie Lust haben, schicken Sie uns doch Fotos ihrer Sterne an info@nph-kinderhilfe.org.

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Nachrichten_von_nph Thu, 14 Nov 2019 11:55:32 +0100
´human aktiv` - das Hilfswerk der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland übergibt Scheck in Höhe von 23.105 Euro für nph Honduras https://www.nph-kinderhilfe.org//news/newsdetail?tx_ttnews%5Btt_news%5D=7434&cHash=4f9db5e420c4dc1005b57410035efe64 In Honduras, einem der am wenigsten entwickelten Länder Lateinamerikas, leben zwei Drittel der... In Honduras, einem der am wenigsten entwickelten Länder Lateinamerikas, leben zwei Drittel der Bevölkerung in Armut. Die nph Kinderhilfe Lateinamerika unterhält dort seit dem Jahr 1985 ein Kinderdorf und weitere Einrichtungen, in denen Kinder mit schweren Behinderungen und anderweitig schutzbedürftige Kinder ganzheitlich versorgt und betreut werden.

Um den Menschen außerhalb des Kinderdorfes auch Perspektiven aufzuzeigen und gegen die Fluchtursachen anzugehen, entsteht seit Juli d. J.  im abgelegenen Tal von Mata de Platano, ca. 30 km nördlich der Hauptstadt Tegucigalpa ein Familienzentrum. Zum direkten Einzugsgebiet der zersiedelten Ortschaften Mata de Platano und Pueblo Nuevo gehören einige benachbarte Weiler an den teils schwer zugänglichen Berghängen. In diesem Gebiet leben ca. 10.000 Menschen, die großteils von der relativen Nähe zur Hauptstadt abgeschnitten sind, da sie Fußmärsche von bis vier Stunden absolvieren müssen und nur wenige Busse fahren. Besorgungen, Arztbesuche und sonstige Erledigungen scheitern deshalb häufig an Geld- und Zeitmangel. Das Familienzentrum wird zentraler Stützpunkt und eine wichtige Anlaufstelle für die Menschen im Tal von Mata de Platano.

Spende ermöglicht Kauf eines geländegängigen Fahrzeuges

Zum Aufbau und Betrieb des Familienzentrums wurde dringend ein geländegängiges Fahrzeug benötigt. In der Aufbauphase müssen Baumaterialien, Lebensmittel und anderweitige Transporte erledigt werden, um in die zersiedelten Bergregionen zu gelangen und die zum Teil chaotischen Straßenzustände problemlos zu überwinden.

Dank der großzügigen Spende des Hilfswerks ´human aktiv`- dem Hilfswerk der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland - konnte ein Pick-up Fahrzeug angeschafft werden, das mittlerweile im regen Einsatz ist.

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Presse agathe.freudl@nph-kinderhilfe.org Mon, 11 Nov 2019 11:30:00 +0100
Augen zu und durch – für gesundes Sehen Grenzen überwinden https://www.nph-kinderhilfe.org//news/newsdetail?tx_ttnews%5Btt_news%5D=7430&cHash=360098dc0a8acf33f5ae254f3c68f3cb Karlsruher Chefarzt wieder für nph Kinderhilfe im Einsatz. Auf Haiti, Honduras, Mexiko und... In Begleitung der Assistenzärztin Dr. Janna Georg war er vom 12. bis 19. Oktober 2019 im nph Kinderdorf in der Dominikanischen Republik – nahe der Stadt San Pedro de Marcorís sowie in den umliegenden Armenvierteln im Einsatz, um Augenuntersuchungen und -operationen durchzuführen. Die Gegend um die Stadt mit 200.000 Einwohnern ist geprägt von Zuckerrohrplantagen, auf denen schlecht bezahlte Arbeiter, häufig Flüchtlinge aus dem Nachbarland Haiti, unter extrem armen Bedingungen leben.

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Während des ehrenamtlichen medizinischen Einsatzes wurden bei Kindern und Jugendlichen im Alter von drei bis 20 Jahren 300 Untersuchungen und einige Operationen durchgeführt. Sowohl im nph-Kinderdorf als auch in den umliegenden Armenvierteln, den sogenannten Bateys, wurden auffällige Kinder und schwerwiegende Fälle bereits im Vorfeld registriert, um direkt nach der Ankunft von Dr. Scheib und Dr. Georg mit den Behandlungen zu starten und keine Zeit zu verlieren. Mathias Krahnert begleitete den Einsatz als Vertreter des Rotary Clubs Karlsruhe Fächerstadt, der das nph Kinderdorf ebenfalls schon mit einer Spende unterstützte. Er war als „Assistent“ der beiden Ärzte nicht wegzudenken. Er dokumentierte die Augenerkrankungen und Maßnahmen der einzelnen Patienten und schrieb alles für deren angelegte Karteikarten nieder, die nun die Grundlage für die weiteren Behandlungen vor Ort bilden.

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Mit vielen Widrigkeiten, die solche Einsätze in den nph Kinderdörfern  mit sich bringen, lebt Dr. Scheib immer wieder. Seine Devise lautet „Augen zu und durch“, um sich von den mehr als spartanischen Gegebenheiten und den manchmal sehr bedrückenden Situationen nicht abschrecken zu lassen und  seiner Berufung zu folgen.

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Nachrichten_von_nph Presse agathe.freudl@nph-kinderhilfe.org Sat, 09 Nov 2019 10:52:00 +0100
nph Haiti bangt um seine Einrichtungen und deren Mitarbeiter https://www.nph-kinderhilfe.org//news/newsdetail?tx_ttnews%5Btt_news%5D=7436&cHash=9799575f6341102003424280dd17f23a In Haiti droht eine humanitäre Krise Seit Wochen toben gewaltsame Proteste in Haiti. Insbesondere in der Hauptstadt Port-au-Prince ist das öffentliche Leben nahezu zum Erliegen gekommen. Tausende Menschen demonstrieren  gegen Präsident Jovenel Moïse, dem zahlreiche Korruptionsaffären angelastet werden.

Alle Schulen sind seit Wochen geschlossen, staatliche Krankenhäuser können Patienten nicht mehr behandeln, Banken sind geschlossen. Lebensmittel und Benzin sind kaum noch vorhanden - und wenn, dann zu drastisch überhöhten Preisen.

Wie weit die Lage eskaliert ist, zeigte sich in den vergangenen Tagen, als ein Einsatzfahrzeug von nph Haiti angezündet wurde und komplett ausbrannte. Mitarbeiter wurden bedroht und bangten um ihr Leben. Daran hat sich bis heute nichts geändert.

Blieben bisher zumindest die Hilfsorganisationen vor gewaltsamen Übergriffen verschont, so hat sich das Blatt nun gewendet. Hilfsorganisationen vor Ort werden bedroht und können ihre Einsätze zum Teil nicht mehr durchführen. Die Verzweiflung der Bevölkerung schlägt in gewaltsamen Hass um und gefährdet zusätzlich die Menschen, die ohnehin schon unendlich leiden und dringend auf Hilfe angewiesen sind.  

Durch immer weitere Schließungen der staatlichen Krankenhäuser ist der Andrang auf das nph-Krankenhaus St. Damien so groß, dass die Helfer vor Ort versuchen müssen den erhöhten Bedarf an medizinischer Versorgung zu kompensieren.

Aber wegen der Ausschreitungen hat das medizinische Personal große Probleme den Dienst anzutreten, da die Straßenblockaden derzeit lediglich mit Rettungsfahrzeugen passiert werden können. So  müssen viele Erledigungen mit den nph-Rettungsfahrzeugen absolviert werden, von denen nph nur zwei besitzt.

Pater Richard Frechette und das nph Team sind dennoch rund um die Uhr im Einsatz und versuchen trotz der zum Teil riskanten Einsätze für die Menschen da zu sein. Aber es wird angesichts der sehr dramatischen Situation sehr schwierig den Betrieb in  den nph-Einrichtungen  weiter  zu führen. Durch die sehr schwierige  Beschaffung von Lebensmitteln und Benzin sowie medizinischem Material ist es ein täglicher  Kampf die Lage unter Kontrolle zu halten, von den enormen Preissteigerungen  abgesehen.

So hilft nph-Kinderhilfe in Haiti seit vielen Jahren sehr aktiv und bestens vernetzt mit Partnerorganisationen vor Ort

Knapp 500 Kinder mit und ohne Behinderung leben in den beiden Kinderdörfern von nph; weitere rund 1.600 besuchten bis zum Beginn der Proteste die nph-Schulen oder erhielten ein Stipendium. Im nph-eigenen und landesweit einzigen Kinderkrankenhaus erhalten rund 80.000 Kinder Behandlung und Betreuung.
Ein wichtiges Element der Arbeit von nph in Haiti ist die Versorgung von Schülern, ihren Familien und umliegenden Gemeinden mit sauberem, gesundem Trinkwasser. Diese Versorgung stärkt die Gesundheit und entlastet das Budget armer Familien. Hier läuft derzeit das große, von der SKala-Initiative co-finanzierte Projekt „Gesunde Schulen – Starke Kinder“. Die Idee: Trinkwasser soll nicht per LKW zu den Menschen gebracht werden, sondern in 18 Schulen aufbereitet und kostenlos verteilt werden.

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Presse agathe.freudl@nph-kinderhilfe.org Fri, 08 Nov 2019 11:57:20 +0100
Gewaltsame Proteste in Haiti führen zur humanitären Krise https://www.nph-kinderhilfe.org//news/newsdetail?tx_ttnews%5Btt_news%5D=7417&cHash=967a5a25b978426aaf4d5abddd543118 Seit Jahrzehnten engagiert sich nph sehr aktiv und bestens vernetzt mit Partnerorganisationen vor... Seit Wochen toben gewaltsame Proteste in Haiti. In der Hauptstadt Port-au-Prince ist das  öffentliche Leben nahezu zum Erliegen gekommen. Tausende Menschen demonstrieren und versuchen sich gegen die Politik zu wehren.

Wie groß das Ausmaß der Eskalation ist, zeigt sich darin, dass mittlerweile auch unsere Mitarbeiter bedroht werden und um ihr Leben bangen. Blieben bislang zumindest die Hilfsorganisationen vorgewaltsamen Übergriffen verschont, so hat sich das Blatt nun gewendet. Hilfsorganisationen vor Ort werden bedroht und können ihre Einsätze zum Teil nicht mehr durchführen.

Die nachvollziehbare Verzweiflung der Bevölkerung schlägt in gewaltsamen Hass um und gefährdet zusätzlich die Menschen, die ohnehin schon unendlich leiden und dringend auf Hilfe angewiesen sind.

Medizinische Versorgung unter schwierigen Bedingungen

Pater Richard  Frechette und das nph Team sind rund um die Uhr im Einsatz. Allerdings wird es angesichts der dramatischen Situation sehr schwierig den Betrieb in den nph-Einrichtungen weiter zu führen und aufrecht zu erhalten.

Durch die sehr aufwendige Beschaffung von Lebensmitteln und Benzin sowie medizinischem Material ist es ein zusätzlicher, täglicher Kampf die Lage unter Kontrolle zu halten, abgesehen von den enormen Preissteigerungen.

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Nachrichten_von_nph agathe.freudl@nph-kinderhilfe.org Thu, 07 Nov 2019 10:34:00 +0100
Dramatische Entwicklungen in Haiti https://www.nph-kinderhilfe.org//news/newsdetail?tx_ttnews%5Btt_news%5D=7416&cHash=cc73dc937dc44bb5dfd4f61ee894c58d Seit Jahrzehnten engagiert sich nph mit verschiedenen Einrichtungen und Hilfsprogrammen in Haiti.... Bereits seit einigen Monaten ist die enorme Inflation ein großes Problem für die Bevölkerung in Haiti. Die Preise für Lebensmittel, Medizin und Benzin sind stark angestiegen. So sind innerhalb eines Jahres beispielsweise die Preise für verschiedene Hauptnahrungsmittel um bis zu 49 Prozent gestiegen. Diese finanziellen Mehrkosten kann die Bevölkerung mit ihrem ohnehin niedrigen Einkommen nicht ausgleichen. Die bereits unzureichenden Lebensbedingungen haben sich dadurch weiterhin stark verschlechtert. Gewalt, Ausschreitungen und Straßensperrungen sind mittlerweile alltäglich, da die Bevölkerung sich gegen die Politik zu wehren versucht. Hiervon sind nun auch die Helfer und Einrichtungen von nph betroffen.

Weitere Verschlechterungen in der medizinischen Versorgung

Durch immer weitere Schließungen der staatlichen Krankenhäuser oder einzelnen Abteilungen hiervon, ist der Andrang auf das nph-Krankenhaus St. Damien deutlich gestiegen. Die Helfer vor Ort müssen jedoch nicht nur versuchen, den erhöhten Bedarf an medizinischer Betreuung zu kompensieren, sondern haben selbst konkrete Probleme durch die Ausschreitungen. Ob Mehrkosten durch die Inflation, ein Mangel an Medikamenten und medizinischem Material, Benzinknappheit oder eine unzureichende Lebensmittelversorgung – die Gesamtsituation ist sehr angespannt. Das medizinische Personal hat darüber hinaus große Schwierigkeiten, zur Arbeit zu kommen, da die Straßenblockaden derzeit lediglich mit Rettungsfahrzeugen passiert werden können. Sämtliche Erledigungen sowie Transporte der nph-Mitarbeiter müssen daher mit den zwei vorhandenen nph-Rettungsfahrzeugen absolviert werden.

Schlechte Versorgung durch Unruhen in Haiti

Durch die gewaltätigen Unruhen und steigenden Preise wird die Versorgungslage der Bevölkerung immer schwieriger.

Angriff auf die Mitarbeiter von nph

Vor wenigen Tagen wurde das Team von nph angegriffen, nachdem es verstorbenen Menschen die letzte Ehre im Rahmen einer Beisetzung erwies. Einige gewaltsame Gruppierungen hörten einen Radiobeitrag mit Falschinformationen, der dazu führte, dass sich der Hass erstmals gegen die nph-Mitarbeiter entlud und innerhalb kürzester Zeit ausartete: Das Team wurde mit Steinen beworfen, bedroht, und ein nph-Fahrzeug wurde vollständig abgebrannt. Die mediale Darstellung wurde zwar nachträglich korrigiert – und die Bevölkerung darüber aufgeklärt, dass nph keine politischen Verbindungen hat und es sich bei den Toten, die das Team würdig bestattete, ausschließlich um arme Menschen handelte. Doch zu diesem Zeitpunkt der Klarstellung war das nph-Team um Pater Richard bereits attackiert worden. Unter Einsatz ihres Lebens konnten sich schließlich alle Mitarbeiter mit Hilfe von anderen Gruppierungen retten.

Ein Transport-LKW von nph Haiti wurde angegriffen und abgebrannt.

Ein Transport-LKW von nph Haiti wurde angegriffen und abgebrannt. Die Mitarbeiter von nph konnten sich gerade noch retten.

Stillstand des öffentlichen Lebens

Insgesamt steht das öffentliche Leben nahezu still. Lebensmittel und Benzin sind nicht nur überteuert, sondern kaum noch zu beschaffen – und die Banken sind tagelang geschlossen. Die Vorräte in den Kinderdörfern sowie im Krankenhaus werden deutlich weniger und reichen lediglich noch für einige Tage. Die Bevölkerung und Helfer von nph sind daher dringend auf Unterstützung angewiesen – zumal bisher kaum medial über die aktuellen Zustände in Haiti berichtet wurde.

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Nachrichten_von_nph Presse agathe.freudl@nph-kinderhilfe.org Wed, 02 Oct 2019 17:57:03 +0200
Hilfsprogramme werden durch Nächstenliebe ermöglicht https://www.nph-kinderhilfe.org//news/newsdetail?tx_ttnews%5Btt_news%5D=7400&cHash=dbbed3185c74ecf544aaba78471cc435 In vielen Teilen der Welt fehlt es Menschen an medizinischer Versorgung, Bildung, Nahrung und... Obwohl sich viele Menschen nur ungern mit ihrem eigenen Tod auseinandersetzen, ist es wichtig und auch beruhigend, den eigenen Nachlass möglichst frühzeitig zu regeln. Bei dem Verfassen eines Testaments kann man jedoch nicht nur die eigene Familie und nahestehende Menschen berücksichtigen, sondern auch gemeinnützige Organisationen. Auf diese Weise kann man etwas Gutes hinterlassen – unabhängig von der Höhe des Nachlasses.

Jeder Euro aus dem Nachlass kommt an

Es muss nicht immer eine Großspende sein: Die von nph in den Projektländern geförderten Kinder profitieren von jedem Beitrag. Bei einem Nachlass, der einer gemeinnützigen Organisation zugutekommt, fällt außerdem keine Erbschaftssteuer an. Durch diese Steuerbefreiung können die Nachlässe vollständig für den guten Zweck eingesetzt werden.

Rechtmäßigkeit des Testaments sicherstellen

Wichtig ist, dass ein Testament aus rechtlicher Sicht korrekt verfasst wurde. Eine Übersicht hierzu finden Sie auf der Homepage von nph unter nph-kinderhilfe.org/testament. Weitere Informationen zur Initiative „Mein Erbe tut Gutes. Das Prinzip Apfelbaum“ erteilt nph darüber hinaus gern auch auf persönliche Nachfrage.

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Nachrichten_von_nph agathe.freudl@nph-kinderdorf.org Tue, 10 Sep 2019 10:03:00 +0200
Schule in Lateinamerika: Ein System kurz vor dem Kollaps https://www.nph-kinderhilfe.org//news/newsdetail?tx_ttnews%5Btt_news%5D=7390&cHash=106a87dd539d14af4a48f339d615d985 Veraltete Konzepte, marode Infrastruktur, frustrierte Lehrer: Lehren und Lernen in Lateinamerika... Unser Interviewpartner Markus Streit arbeitet seit 16 Jahren als Bildungsexperte für Lateinamerika und hat insgesamt zwei Jahre mit seiner Familie in der Region verbracht. Derzeit ist er pädagogischer Koordinator für die nph-Kinderhilfe.

nph: Wie kann man sich den Unterricht an staatlichen Schulen in Lateinamerika praktisch vorstellen?

Markus Streit: „Man darf natürlich nicht verallgemeinern, aber einige Dinge sind schon anders als in Deutschland. Zunächst mal ist das Unterrichtsniveau einfach niedriger. Das zeigen auch aktuelle Studien, beispielsweise der Weltbank und der UNESCO. Viele Kinder können nach der Grundschule nicht lesen und schreiben, und da es oftmals kein Sitzenbleiben gibt – und damit nicht die Chance, Gelerntes zu vertiefen – werden Kinder durchs Schulsystem geschleust, ohne die Inhalte richtig zu verinnerlichen. Wie bei uns vor vielen Jahrzehnten, setzt der Lehrplan aufs Wiedergeben von Inhalten, weniger aufs Verstehen und Hinterfragen.“

nph: Welche Gründe gibt es noch dafür, dass nicht alle Kinder in Lateinamerika eine gute Schulbildung bekommen?

Markus Streit: „Die Klassen sind sehr voll. In Honduras kenne ich ein Beispiel, wo eine Lehrkraft alleine Unterricht in einem Schulraum für insgesamt 36 Kinder der Klassen 1 bis 6 abhält. Das geht sehr chaotisch zu. – Generell kann man sagen, dass das Bildungssystem in den großen Städten besser ist. Der Nahverkehr ist besser, die gesamte Infrastruktur ... Anderseits gibt es in vielen Städten auch Bandengewalt, Diebstähle und Bedrohungen, die dazu führen, dass Kinder nicht alleine zur Schule gehen können und auch in der Schule Gewalt erleben. Die Gewalt ist besonders in Mittelamerika extrem schlimm.“

Für die Schülerinnen und Schüler muss ein sicherer Schulweg gewährleistet sein, wie hier im nph-Kinderdorf in Peru.

„Armut ist das größte Bildungsproblem.“

nph: Schulen sind also teilweise schlecht ausgestattet, das Lernumfeld schwierig ...

Markus Streit: „Das zweite große Problem der öffentlichen Schulen ist, dass die Lehrer oftmals selbst nicht gut ausgebildet sind und häufig fehlen. Das kann an Streiks oder Unruhen liegen, aber auch daran, dass sie ihr Gehalt durch Zweitjobs aufbessern müssen. Häufig stellen wir zudem fest, dass die Lehrerinnen und Lehrer schlicht überfordert sind. Auf Seiten der Kinder und ihrer Familien ist Armut sicher das größte Problem, und das in doppelter Hinsicht. Kinder müssen teils schon arbeiten und zum Familieneinkommen beitragen, weshalb sie nicht zur Schule gehen können. Dazu kommt, dass die Familien oft schlicht kein Geld für Schulmaterialien, Bücher und die obligatorische Schulkleidung haben. Grob gesagt, haben Arme einen schlechten Zugang zu schlechter Bildung, während wohlhabende, meist urbane Schichten ihre Kinder auf gute Privatschulen schicken können.“

In Lateinamerika können die Familien häufig die einheitliche Schulkleidung und die Lernmaterialien nicht finanzieren. In den nph-Schulen übernehmen das die Spender und Unterstützer aus der ganzen Welt. Im Bild: Eine Lernsituation in Guatemala.

nph: Welchen Stellenwert hat Bildung in Lateinamerika?

Markus Streit: „Insgesamt kann man sagen, dass Bildung in den lateinamerikanischen Gesellschaften einen geringeren Stellenwert einnimmt. Natürlich unterscheidet sich das auch von Land zu Land. Peru oder Mexiko, um zwei herauszugreifen, legen Wert auf ein gutes Bildungssystem. Zudem gibt es beispielsweise auch in allen Ländern, wo wir tätig sind, Bestrebungen, das Lernen frühstmöglich anzusetzen und 4- bis 5-jährige Kinder schon vor der eigentlichen Grundschule in einer Art Vorschule recht intensiv zu unterrichten. Die Verschulung der frühkindlichen Bildung geht so weit, dass wir in Peru derzeit einen Spielplatz bauen, damit die Kinder nach dem Kindergarten mal so richtig toben können.“

„Wir unterhalten eigene Schulen und unterstützen auch die Eltern.“

nph: Wie organisiert sich nph in dieser schwierigen Gesamtsituation?

Markus Streit: „Wir unterhalten an fast allen Standorten nph-eigene Schulen, teilweise auch Kindergärten, Elternzentren oder Lehrwerkstätten. Wir unterstützen also auch die Eltern dabei, ihren Kindern das Lernen erst zu ermöglichen – zum Beispiel indem sie ihnen einen Platz und Ruhe für die Hausaufgaben einräumen. Durch Gesundheitszentren in unseren Kinderdörfern können wir sicherstellen, dass die Kinder gesund und körperlich fit sind; über unsere Verpflegung ist gewährleistet, dass sie nicht mit knurrendem Magen im Unterricht sitzen. Zudem behandeln und bezahlen wir die Lehrer gut, die dann motivierter sind als im staatlichen Schuldienst, auch wenn sie nach dem staatlichen Lehrplan arbeiten.“

Die Lehrkräfte an den nph-eigenen Schulen unterrichten nach staatlichem Lehrplan. So ist sichergestellt, dass die Kinder einen staatlichen Abschluss bekommen und weitergehende Schulen besuchen können.

nph: Aber das Ganze ist kein geschlossenes System ...

Markus Streit: „Nein, wir gehen immer mehr dazu über, unsere Infrastruktur für die umliegenden Gemeinden zu öffnen. So kommen beispielsweise in Nicaragua und Guatemala auf 70 Kinder im Kinderdorf jeweils weitere 140 Externe, die nur den Tag in unseren Einrichtungen verbringen. So profitieren nicht nur die Kinder und Jugendlichen, die bei uns leben, sondern auch die Jungen und Mädchen aus armen Familien aus der Nachbarschaft. Dabei legen wir besonderen Wert darauf, der Diskriminierung von Minderheiten und von Mädchen entgegenzuwirken. Zum Beispiel versuchen wir, Mädchen zu stärken und durch Aufklärung vor ungewollten Schwangerschaften im Teenagealter zu bewahren.“

So funktioniert Schule in Lateinamerika

In der Regel gibt es zwei Schulen, von der Klasse 1 bis 6 die Grundschule, von der 7 bis zur 12 die Sekundarschule. Der Schulabschluss heißt Bachillerato. Dieses System gilt für alle Schüler, es gibt keine anderen Schularten – allerdings auch keine individuelle Förderung. Für ein Fachabitur, ein technisches Bachillerato, fokussieren sich die Jugendlichen bereits auf der Schule auf ein technisches Fach, Pflege, Tourismus oder Landwirtschaft. Damit können sie in einigen Berufsfeldern bereits als Hilfskräfte arbeiten. Es gibt staatliche Schulen mit – meist – schlechtem Unterrichtsniveau und teurere Privatschulen mit besserem Niveau.
 

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Nachrichten_von_nph cordula.schulze@nph.org Wed, 04 Sep 2019 08:00:00 +0200