nph Kinderhilfe Lateinamerika Nachrichten https://www.nph-kinderhilfe.org/ Neueste Nachrichten von nph Kinderhilfe Lateinamerika de nph Kinderhilfe Lateinamerika Nachrichten https://www.nph-kinderhilfe.org/typo3conf/ext/tt_news/ext_icon.gif https://www.nph-kinderhilfe.org/ 18 16 Neueste Nachrichten von nph Kinderhilfe Lateinamerika TYPO3 - get.content.right http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss Wed, 25 Mar 2020 11:30:49 +0100 Solidarität auf der ganzen Welt ist gefragt https://www.nph-kinderhilfe.org//news/newsdetail?tx_ttnews%5Btt_news%5D=7499&cHash=425b87146cda982a728aa011c2dd4183 Die ganze Welt ist von CORONA ergriffen. Wie bereiten sich unsere Kinderdörfer auf diese nicht... Das Virus kennt keine Grenzen. Das ist derzeit die tägliche Herausforderung in Europa. Doch wie sehen die Versorgung und der Umgang mit dem Virus in unseren Kinderdörfern aus? Den Menschen hingegen sind nun Grenzen gesetzt, um Zeit zu gewinnen, das Corona-Virus einzudämmen.

Die Krise fordert von uns allen ein hohes Maß an Disziplin, Vernunft und Solidarität

In Europa erleben wir das Ausmaß des Corona-Virus hautnah, durch massive Einschränkungen des täglichen Lebens. Das öffentliche Leben ist fast komplett zum Erliegen gekommen und die Wirtschaft bis auf wenige Branchen heruntergefahren.

Ständig  steigende Fallzahlen und Todesfälle sind mittlerweile an der Tagesordnung und liefern den Beweis dafür, welche Gefahr das Virus in sich birgt.

Mit den von der Regierung vorgeschlagenen Maßnahmen sollen Risikogruppen geschützt werden. Damit die Zahl der täglichen Neuinfizierten verringert und das Gesundheitssystem nicht überfordert wird - um den auf Intensivmedizin angewiesenen Menschen die bestmögliche Behandlung zu gewähren - ist die Solidarität jedes Einzelnen gefordert.

In den Ländern Lateinamerikas hat die Ausbreitung des Virus gerade erst begonnen. Welche Auswirkungen Corona dort haben wird, lässt sich nur erahnen.

Wie schützt nph unsere Kinder, das Personal und die Gemeinschaft - und wie schützen wir unsere nph-Kinderdörfer?

Corona in Lateinameika-Was jetzt?

Corona - was kommt da auf unsere Kinder zu?

Situation in den Ländern

In Lateinamerika gibt es bereits bestätigte Corona-Fälle und auch die ersten Todesfälle. Die Grenzen sind geschlossen. Ausländer dürfen nicht mehr einreisen bzw. müssen ausreisen oder sich in mindestens 7-tägiger Quarantäne begeben.

In allen Ländern sind Schulen und Universitäten bis Ende März geschlossen.

Situation in den NPH Kinderdörfern

Alle Kinderdörfer wurden für Besucher geschlossen. In allen nph-Kinderdörfern arbeiten die Verantwortlichen eng mit den Behörden zusammen und koordinieren die Sicherheitsvorkehrungen:

  • Ausschließlich das Versorgungspersonal erhält nach Gesundheitsprüfungen noch Zugang in die Kinderdörfer.
  • Alle sonstigen Mitarbeiter, die nicht für die Kinderbetreuung benötigt werden, arbeiten von zu Hause aus.
  • Betreuer wurden teilweise gebeten, bis Anfang April in den Kinderdörfern zu bleiben und das Gelände nicht zu verlassen.
  • Die Kinder und das gesamte Personal wurden über die Gefahren informiert und vom medizinischen Personal entsprechend geschult. So wurden sie in kleine Gruppen eingeteilt, um die Ansteckungsgefahr zu minimieren.
  • Alle nph zur Verfügung stehenden medizinischen Stationen bereiten sich auf Notfälle vor. Die Hygienemaßnahmen werden deutlich verstärkt.
  • Externe Patienten können aufgrund der Sicherheit und der ohnehin schon begrenzten  Kapazitäten  nicht mehr behandelt werden.

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Das medizinische Personal schult Kinder und Mitarbeiter zur richtigen Vorbeugung gegen die Infektion mit dem Corona-Virus.

Situation in Haiti

Da viele Waren derzeit nicht erhältlich sind – insbesondere Seife, Masken, Handschuhe und Schutzkleidung  - und sogar  hierzulande große Anstrengungen nach Nachschub erforderlich sind -, sieht es für die Ärmsten düster aus.

NPH arbeitet eng mit der nationalen Gesundheitsbehörde zusammen, da das Krankenhaus St. Damien Teil des landesweiten Corona-Notfallsystems ist. Diesem gehören insgesamt sechs Krankenhäuser im Land an, wovon St. Damien das größte Krankenhaus in Haiti ist. 1.000 Testkits sowie 200 Betten stehen im ganzen Land zur Verfügung. Für ein Land mit 10,98 Millionen Einwohnern ist dies eine sich anbahnende Katastrophe mit noch nicht vorhersehbaren Ausmaßen.

Auf dem gesamten Klinik-Areal von St. Damien wurden Hygienestationen errichtet - mit selbst hergestelltem Desinfektionsmittel.

Alle St. Luc Schulen und die St. Luc-Kliniken – mit einer Ausnahme in der Provinz - sowie die Entbindungsstation sind geschlossen,  um Menschenansammlungen mit mehr als zehn Personen zu vermeiden – eine wichtige Sicherheitsvorkehrung.  

Pater Richard Frechette und sein Team sowie alle anderen Verantwortlichen in den nph Kinderdörfern tun alles Menschenmögliche, um auf diese neue Situation vorbereitet zu sein. Nur, dass sich in Haiti und unseren anderen nph-Projektländern schon jetzt vorhersehen lässt, dass alle Vorkehrungen ein Tropfen auf dem heißen Stein sein werden, sollte sich das Virus so ausbreiten, wie es gerade die Zahlen in Europa und den USA aufzeigen.

Corona nph Haiti

Das Kinderkrankenhaus St. Damien ist für viele Haitianer die einzige Hoffnung in der Corona-Krise.

Was können Sie tun?

Angesichts der weltweiten Situation bitten wir mehr denn je, diese „Menschheitsaufgabe“, die uns alle fordert, in diesen Zeiten gemeinsam durchzustehen.

Während sich hierzulande die Menschen im Supermarkt um Toilettenpapier streiten, kämpfen die Menschen anderswo um das Überleben – nicht erst seit Corona. Auch sie brauchen unseren Beistand und unsere Solidarität. Vergessen Sie diese Menschen nicht – auch, wenn wir gerade sehr mit uns selbst und den Menschen die uns nahestehen beschäftigt sind., Wir alle sind miteinander füreinander da!

#miteinander #fuereinander #nph

#Corona #Covid19 #Pandemie

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Nachrichten_von_nph Presse agathe.freudl@nph-kinderhilfe.org Wed, 25 Mar 2020 11:30:49 +0100
Gute Fortschritte fürs Trinkwasserprojekt in Haiti https://www.nph-kinderhilfe.org//news/newsdetail?tx_ttnews%5Btt_news%5D=7493&cHash=5468d983d8cfbd98f88128ca06bfd8eb Das 2019 gestartetes Projekt in der Karibik verzeichnet erste Erfolge. Und das trotz der... Im vergangenen Jahr lief das nph-Hilfsprojekt „Gesunde Schulen – starke Kinder“ in Haiti an. Darin geht es darum, Kindern, ihren Eltern und Nachbarn der Schulen Zugang zu sauberem Trinkwasser zu verschaffen. Das bedeutet: 450.000 Menschen profitieren. Außerdem sollen 5.500 Schulkinder medizinische Versorgung erhalten, 360 Schulangestellte sollen medizinisch geschult werden und rund 50.000 Angehörige der Schulkinder über Gesundheitskampagnen lernen, besser auf sich achtzugeben.

Das ehrgeizige, einzigartige Projekt läuft noch bis 2021. Zeit also zu schauen, was im ersten halben Jahr bereits passiert ist und welche Projekterfolge in nächster Zeit anstehen.

Sauberes Trinkwasser Schule Haiti

Sauberes Trinkwasser ist wichtig für die Kinder, weil es gesund ist und weil sie sich hungrig oder durstig nicht auf die Schule konzentrieren können.

Zusammenarbeit mit lokalen Firmen stärkt haitianische Wirtschaft

Trinkwasser ist in Haiti seit jeher ein problematisches Thema – für die Armen ist sauberes Wasser viel zu teuer, da es keine normale Versorgung über Leitungen gibt. Deshalb sollen 18 Schulen in der Hauptstadt und in abgelegenen kleineren Orten Trinkwasserzentren werden. Die Schulkinder und Mitarbeiter erhalten hier frisches Trinkwasser, ebenso wie die Menschen aus der Umgebung.

Trinkwasseranlagen lösen ein weit verbreitetes Problem in Haiti: den Mangel an sauberem Leitungswasser, wie wir es kennen.

Trinkwasseranlagen lösen ein weit verbreitetes Problem in Haiti: den Mangel an sauberem Leitungswasser, wie wir es kennen.

Aktuell sind bereits an vier Standorten Brunnen gebohrt und Reservoirs gebaut worden. Vier weitere Standorte erhalten derzeit Trinkwasseranlagen. Ein Gewinn für Haiti ist, dass nph mit lokalen Firmen zusammenarbeitet.

Lehrer sind Vorbilder und Botschafter für Krankheitsprävention

Im medizinischen Bereich hat sich ein dreiköpfiges Gesundheitsteam gefunden. Sie haben bereits Grundlagenarbeit geschaffen, indem sie Lehrmaterial und Fortbildungen für Lehrer und Eltern zusammengestellt haben.

80 Lehrerinnen und Lehrer an den Schulen, die Teil des Projekts sind, haben bereits eine Fortbildung im Bereich Hygiene und Krankheitsprävention erhalten. Sie sind wichtige Botschafter und Vorbilder in den Städten und Stadtteilen.

Schulen als Wasser- und Gesundheitsstationen

Schulen eignen sich gut als Wasser- und Gesundheitsstationen, weil sie zentral gelegen sind und weil dort viele Menschen zusammenkommen.

Schwierige Bedingungen für nph-Mitarbeiter und Schulkinder

Darüber hinaus gibt es bereits an drei Schulen Baumaßnahmen zur Einrichtung von kleinen Schulapotheken und Behandlungsräumen. Ausstattung und Medikamente sind bestellt.

Dass die Maßnahmen schon so weit gediehen sind, ist das Ergebnis einer gewaltigen Kraftanstrengung. Denn Haiti war besonders im Herbst von gewalttätigen Protesten lahmgelegt; sogar Mitarbeiter von nph vor Ort wurden bedroht und angegriffen. Aus diesem Grund kam das öffentliche Leben wochenlang zum Erliegen; Verwaltung und Verkehr funktionierten nicht, Bildungseinrichtungen und Firmen blieben geschlossen.

So geht es dieses Jahr weiter

Es war also nicht einfach, sich im Land zu bewegen und den Bau der Trinkwasserstationen voranzubringen. Aber der Anfang ist gemacht und nun geht es weiter. Für 2020 wollen wir diese messbaren Meilensteine erreichen:

  • Medizinische Untersuchungen und Behandlungen für 5.500 Kinder
  • 6 Schulapotheken
  • Permanente Trinkwasserversorgung in 6 Schulen sichergestellt
  • Schulungen für 360 Lehrerinnen und Lehrer im Bereich Krankheitsprävention
  • Infoabende mit Eltern in 18 Schulen
  • Gesundheitskampagnen in 9 Schulen

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Viele nph-Unterstützerinnen und –Unterstützer haben während unserer Weihnachtskampagne dazu beigetragen, dass in Haiti Brunnen und Trinkwasserstationen entstehen können. Dafür sagen wir ein herzliches Dankeschön!

Außerdem fördert das Projekt „Gesunde Schule – starke Kinder“ die SKala-Initiative der Unternehmerin Susanne Klatten in Partnerschaft mit dem gemeinnützigen Analyse- und Beratungshaus PHINEO. Auch an SKala geht unser Dank.

Logo der Skalainiative

SKala

SKala ist eine Initiative der Unternehmerin Susanne Klatten in Partnerschaft mit dem gemeinnützigen Analyse- und Beratungshaus PHINEO. SKala fördert bundesweit etwa 100 gemeinnützige Organisationen. Das Fördervolumen beträgt bis zu 100 Millionen Euro. Unterstützt werden ausschließlich Organisationen, die nachweislich eine große soziale Wirkung erzielen. Im Fokus stehen dabei die vier Bereiche Inklusion & Teilhabe, Kompetenz- & Engagement Förderung sowie Vergessene Krisen zu fördern. Skala unterstützt eine starke Gesellschaft, in der sich Menschen füreinander einsetzen.

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Nachrichten_von_nph cordula.schulze@nph.org Tue, 17 Mar 2020 12:49:00 +0100
Marc Marshall begeisterte das Publikum beim Benefizkonzert https://www.nph-kinderhilfe.org//news/newsdetail?tx_ttnews%5Btt_news%5D=7492&cHash=87fbdcc8de1c19765b6ddf0cda200917 Ein außergewöhnliches akustisches Klangerlebnis bot Marc Marshall anlässlich des Benefizkonzertes... Karlsruhes Bürgermeisterin Bettina Lisbach eröffnete als Schirmherrin des Projektes das Konzert. „1000 Schulen für unsere Welt“ ist eine Kooperation zwischen der Stadt Karlsruhe und der nph Kinderhilfe Lateinamerika. Ziel des Projektes ist es, gemeinsam mit allen Akteuren der Karlsruher Stadtgesellschaft den Bau einer Schule in Haiti zu finanzieren und hierfür möglichst viele Unterstützerinnen und Unterstützer zu begeistern.

Benefizkonzert Marc Marshall - Bürgermeisterin Karlsruhe Frau Lisbach

Karlsruhes Bürgermeisterin Frau Bettina Lisbach eröffnet den Abend.
Fotograf: Stefan Bau/nph Kinderhilfe Lateinamerika e. V.

Der Reinerlös dieses Abends kommt den Kindern und dem Bau der Schule in Haiti zugute. So bekommt die ländliche St. André-Schule in Haiti eine Oberstufe, die Kindern dadurch einen hochwertigen Schulabschluss vermittelt und somit eine echte Chance auf eine bessere Zukunft bietet.

Das Kirchenkonzert „Glaub an mich“ bestand aus sakralen Liedern, Texten und Stücken, die christliche Werte wie Glaube, Liebe, Hoffnung und Gerechtigkeit in sich tragen. Die besondere Akustik und Energie des Kirchenkonzertes gab der Musik eine außergewöhnliche Kraft.

Benefizkonzert Marc Marshall - Marc Marshall und Rene Krömer in der Ev. Stadtkirche Karlsruhe 1

Marc Marshall und sein Pianist René Krömer (v. rechts n. links).
Fotograf: Stefan Bau/nph Kinderhilfe Lateinamerika e. V.

Marc Marshalls Kirchenkonzert „Glaub an mich“ war ein emotionales Erlebnis. Voller Kraft, Zuversicht und Hingabe bereiteten Marc Marshall und sein Pianist René Krömer den Gästen eine großartige Performance. Die Besucher des Konzertes dankten es beiden Künstlern mit Standing Ovations.

Marc Marshalls Engagement als Botschafter bei nph

Die Not und die Notwendigkeit zur Hilfe hat Marc Marshall bewogen, sich als Botschafter für die nph Kinderhilfe in Lateinamerika zu engagieren.

Durch seine Musik und seine Popularität will er dazu beitragen, die Situation benachteiligter Kinder und die Arbeit von nph in Lateinamerika ins Bewusstsein zu rücken. „Meine Musik sendet Botschaften und genau dafür will ich die Menschen sensibilisieren, “ betont Marc Marshall.

Benefizkonzert Marc Marshall - Evangelische Stadtkirche Karlsruhe

Marc Marshall in der Evangelischen Stadtkirche Karlsruhe.
Fotograf: Stefan Bau/nph Kinderhilfe Lateinamerika e. V.

"Es ist wichtig, dass jedem Menschen die Möglichkeit gegeben wird, dort, wo er geboren wurde, seinen Lebensmittelpunkt zu behalten und sich dort sein Leben aufzubauen,“ unterstreicht Marc Marshall seine Haltung. „Bei nph sehe ich eine wunderbare Chance, auf großartige Projekte aufmerksam zu machen, um meine Vorstellung von Liebe, Frieden und Respekt wirksam in die Tat umzusetzen. Liebe, Frieden und Respekt - das sind Werte, die wir uns für alle Menschen und vor allem für Kinder wünschen.

Benefizkonzert Marc Marshall - Foto mit Fans

Marc Marshall mit Fan nach dem Benefizkonzert.
Fotograf: Stefan Bau/nph Kinderhilfe Lateinamerika e. V.

Wie wichtig ihm sein Engagement ist, zeigte sein im Februar stattgefundener Besuch im nph-Kinderdorf in Honduras, wo er sich selbst ein Bild von den Projekten der nph Kinderhilfe Lateinamerika verschaffte und auch gleichzeitig sein Patenkind besuchte. Sichtlich bewegt über seine Eindrücke und die gemachten Erlebnisse ist er stolz, Botschafter für nph zu sein.

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Nachrichten_von_nph agahte.freudl@nph-kinderhilfe.org Mon, 09 Mar 2020 08:26:00 +0100
Geschafft! Das hat die nph-Familie 2019 alles erreicht https://www.nph-kinderhilfe.org//news/newsdetail?tx_ttnews%5Btt_news%5D=7486&cHash=314ce86ed09434f8a99ebabd7f966320 Brexit und Brand von Notre-Dame, Feuer in Australien und Unruhen in Haiti: Das Jahr 2019 brachte... Immunisiert: Gesundheitsvorsorge verhindert Ansteckungen

Das Gesundheitsprogramm "Gesunde Kinder” erfasste im vergangenen Jahr hunderte von Kindern im Umfeld von nph in Mexiko: Mit Impfungsauffrischungen, Zugang zu sauberem Wasser, Bildungsmaßnahmen zu Gesundheitsthemen für Kinder und Betreuer sowie der Zugang zu sauberen Sanitäranlagen soll das Risiko von Ansteckungskrankheiten verringert werden. Das Programm soll 2020 wiederholt werden. Das Kinderdorf schloss im vergangenen Jahr den Bau von vier neuen Häusern ab und renovierte drei bestehende. So vollzieht sich der Übergang von Schlafsälen zu Wohngruppen, in denen Geschwister unterschiedlicher Altersgruppen zusammen leben können. 2019 brachte zudem den Bau einer Wasseraufbereitungsanlage. Diese hilft, die Ausgaben im Haus deutlich zu reduzieren. Darüber hinaus brachte die mexikanische nph-Familie Projekte zur Gesundheitsförderung und Notfallversorgung der ärmsten Bevölkerung auf den Weg.

Gezüchtet: Bio-Gärten für gesunde Küche

Gleich mehrere Erfolge in der Landwirtschaft verzeichnet das Team von nph in Peru: Eine Fläche von mehreren Hektar Land konnte für den Maisanbau nutzbar gemacht werden. Die Ernte betrug beachtliche 82.850 Kilogramm! Dies soll der Anfang einer planvollen nachhaltigen Landwirtschaft bei nph in Peru werden. Als Teil eines Programms für nachhaltige Gärten ist die dortige nph-Familie bereits mit einem Bio-Garten aktiv, der einen Teil des Eigenbedarfs mit Obst und Gemüse deckt. 2020 soll dieser Bereich ausgeweitet werden.

In Peru baut die nph-Familie derzeit einen Bio-Gemüsegarten auf.

In Peru baut die nph-Familie derzeit einen Bio-Gemüsegarten auf. Schon 2020 soll dieser den gesamten Bedarf für das Kinderdorf decken.

Geschaffen: Ein Zuhause für 17 Kinder mit Behinderungen

In Honduras hilft der gute Ruf nph dabei, 17 Jungen mit Behinderung aus einer schlimmen Lage zu befreien. Ihr voriges staatliches Jugendheim wurde wegen der unhaltbaren Zustände dort geschlossen. Die honduranische nph-Familie nahm die Jungen auf. Um sie angemessen betreuen zu können, wurden acht Betreuerinnen und Betreuer eingestellt, sowie zwei Therapeuten und zwei Sonderpädagogen. Dieser Weg soll 2020 weiter ausgebaut werden. Neue Rollstühle und behindertengerechte Umbauten verbessern die Angebote für Kinder mit Behinderungen. Aber nph wirkt in den ländlichen Gebieten von Honduras auch in die Familien hinein, zum Beispiel mit einem neuen Familienzentrum und Beratungsangeboten für Lehrerinnen und Lehrer. Im kommenden Jahr soll das Familienzentrum auch ein eigenes Gebäude bekommen.

Ein Zuhause für 17 Kinder mit Behinderungen

Die nph-Familie in Honduras nahm 2019 Kinder mit Behinderungen aus einem staatlichen Kinderheim auf, wo sie schlecht versorgt waren. Neu eingestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie behindertengerechte Umbauten erlauben es, die 17 Jungen angemessen zu betreuen.

Eröffnet: Neue Klassenzimmer verbessern das Lernen

nph in El Salvador feierte im Sommer den 20. Geburtstag seiner Tätigkeit im Land – mit großem Erfolg! Seit der Gründung war das Kinderdorf Zuhause für 900 Kinder. Heute unterstützt nph 258 Kinder mit Stipendien zum Besuch der Universität. Das Team in El Salvador ist froh, trotz der schwierigen finanziellen Situation niemanden entlassen zu müssen. Im Gegenteil, einige Angebote konnten sogar ausgeweitet werden: Die nph-Schule in El Salvador eröffnete drei zusätzliche Klassenzimmer für besondere Aktivitäten – vom Spielzimmer über ein Nachhilfezimmer bis zum Denksport (Mental Agility).

Investiert: Ein Traktor für die eigene Landwirtschaft

Auch in Bolivien gehören Landwirtschaft und Selbstversorgung zu den Erfolgen und Fortschritten im vergangenen Jahr: 10 der 12 Kinderhäuser in Bolivien haben einen Garten angelegt und bauen Gemüse an. Das ist nicht nur eine schöne und lehrreiche Freizeitbeschäftigung, sondern entlastet das Budget. Die Anschaffung eines neuen Traktors wird bei der Landwirtschaft helfen und sich bald rentieren. Darüber hinaus konnte die nph-Familie in Bolivien weitere drei Häuser des Kinderdorfs aus soliden Baumaterialien neu errichten. Damit können die Kinder und die Mitarbeitenden die Regensaison garantiert trocken überstehen. Dieses Jahr soll der Comedor renoviert werden. Dieser Raum ist mehr als ein Speisesaal – er ist auch Versammlungsort, ein Ort der Entspannung, der Arbeit, ein Kinosaal, Gebetsraum und Übungssaal für Musik.

Gebaut: Krankenhaus verbessert medizinische Versorgung

Die nph-Familie in der Dominikanische Republik ist stolz auf seine ersten vier Universitätsabsolventen. Nachdem Carmen, Marian, Jean und Richard die Schule bei nph abgeschlossen hatten, haben nun alle vier erfolgreich mithilfe von nph-Stipendien auch die Universität beendet. Ein weiterer Erfolg im vergangenen Jahr: Mehr als 50 Kindern konnte nph im Kinderschutzhaus "Niños de Dios" Hilfe und Unterstützung gewähren. Das Zentrum stärkt und fördert Dominikanischen Familien in Schwierigkeiten mit dem Ziel, dass die Kinder in einer liebevollen und gesunden Umgebung aufwachsen. Ein bedeutendes Projekt im Jahr 2020 wird der Bau einer Klinik sein, in der das One World Surgery-Team jährlich bis zu 10.000 Patienten behandeln wird.

Gestärkt: Familien bekommen Hilfe bei der Erziehung

Nach dem Ausbruch des Feuervulkans im Juni 2018 nahe Guatemala-Stadt war nph zunächst noch mit der Nothilfe beschäftigt. 2019 rückten dann wieder die Projekte in der ländlichen Bevölkerung in den Vordergrund. So unterstützte nph örtliche Kliniken und den Bau von Unterkünften für mehr als ein Dutzend Familien. Diese hatten ihr Zuhause beim Vulkanausbruch verloren. Darüber hinaus unterstützte nph knapp 50 Familien dabei, Kinder wieder bei sich aufzunehmen. Die Grundidee des One-Family-Programms ist es, dass Kinder aus der Obhut von nph wieder in ihren Familien leben. nph arbeitet daher seit vergangenem Jahr mit einem Psychologen, um sicherzustellen, dass diese Übergänge gut verlaufen. Viel Gutes konnte die guatemaltekische nph-Familie für ihre Kinder und Familien im Umfeld des Kinderdorfes erreichen – eine kostenlose Tagesbetreuung für Kinder arbeitender Mütter eröffnete im Januar in Parramos und erleichtert die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Spenden an die öffentliche Klinik verbessern die dortige Gesundheitsversorgung und neues medizinisches Gerät wie spezielle Wannen und Hebelifter helfen bei der Versorgung von Kindern mit Behinderung.

Kostenlose Tagesbetreunung

Bei nph in Guatemala sind die Kinder gut bei der Tagesbetreuung aufgehoben - dadurch haben die Mütter die Gelegenheit ihren Beitrag zur Ernährung ihrer Familie zu leisten.

Begleitet: Familien lernen, wieder mit ihren Kindern zu leben

Im kleinen Haiti ist nph traditionell besonders aktiv. Hier ist gerade ein großes Trinkwasserprojekt angelaufen, das das Leben der Menschen in den Armenvierteln besonders verbessern soll. Das Kinderdorf St. Helen bietet seit vergangenem Jahr auch eine 11. Klasse für die Kinder in Obhut von nph und aus den umliegenden Vierteln an. Nächstes Jahr soll eine 12. Klasse dazukommen! 31 Kinder sind 2019 im Rahmen des Programms zur Familienrückführung wieder in ihre Herkunftsfamilien zurückgekehrt. nph kümmert sich weiterhin um den Schulbesuch, die Gesundheitsvorsorge und Unterkünfte der Kinder und damit jetzt auch ihrer Familien. Auch wenn Haiti viel Schweres durchmacht im Moment, so war die nph-Familie besonders stolz darauf, dass im März zwei Kinder mit Behinderungen Teil des Reitsport-Teams der Special Olympics waren.

Das Kinderdorf St. Helen bietet seit vergangenem Jahr auch eine 11. Klasse für die Kinder in Obhut von nph und aus den umliegenden Vierteln an.

Dank ihrem bestandenen Abschluß haben unsere Schützlinge gute Voraussetzungen ihr weiteres Leben erfolgreich zu meistern.

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Nachrichten_von_nph cordula.schulze@nph-kinderhilfe.org Fri, 07 Feb 2020 09:43:00 +0100
Benefizkonzert mit Marc Marshall https://www.nph-kinderhilfe.org//news/newsdetail?tx_ttnews%5Btt_news%5D=7484&cHash=0dbd0c91f55e1a8afbcfafac65fc9c4c Unter dem Motto „Glaub an mich“ findet ein Benefizkonzert mit unserem nph-Botschafter Marc... Das Projektes „1000 Schulen für unsere Welt“ ist eine Kooperation zwischen der Stadt Karlsruhe und der nph Kinderhilfe Lateinamerika. Hinter dieser Kooperation steht eine bundesweite Initiative der kommunalen Spitzenverbände. Ziel des Projektes ist es, gemeinsam mit allen Akteuren der Karlsruher Stadtgesellschaft den Bau einer Schule in Haiti zu finanzieren und hierfür möglichst viele Unterstützerinnen und Unterstützer zu begeistern.

Die Not und die Notwendigkeit zur Hilfe hat Marc Marshall bewogen, sich als Botschafter für die nph Kinderhilfe in Lateinamerika zu engagieren.
Durch seine Musik und seine Popularität will er dazu beitragen, die Situation benachteiligter Kinder und die Arbeit von nph in Lateinamerika ins Bewusstsein zu rücken. „Meine Musik sendet Botschaften und genau dafür will ich die Menschen sensibilisieren, “ betont Marc Marshall.

"Es ist wichtig, dass jedem Menschen die Möglichkeit gegeben wird, dort, wo er geboren wurde, seinen Lebensmittelpunkt zu behalten und sich dort sein Leben aufzubauen,“ unterstreicht Marc Marshall seine Haltung. „Bei nph sehe ich eine wunderbare Chance, auf großartige Projekte aufmerksam zu machen, um meine Vorstellung von Liebe, Frieden und Respekt wirksam in die Tat umzusetzen. Liebe, Frieden und Respekt - das sind Werte, die wir uns für alle Menschen und vor allem für Kinder wünschen.“

Ein sehr persönliches Konzert eines ganz besonderen Künstlers

Der aus TV, Radio und vielen Bühnenkonzerten bekannte Entertainer ist nicht nur Botschafter für die nph Kinderhilfe aus Karlsruhe. Auch mit seiner Musik zeigt der Künstler Haltung: Das Benefizkonzert „Glaub an mich“ steht ganz im Zeichen seines Engagements für nph und die Kinder in Lateinamerika.

Marc Marshall wird zusammen mit dem Pianisten René Krömer in der Evangelischen Stadtkirche in Karlsruhe einen ganz besonderen, persönlichen Abend gestalten. Seine einzigartige Stimme kommt durch die besondere Akustik der Kirche in den kraftvollen, aber auch stillen und leisen Momenten wunderbar zur Geltung.

Für diesen Benefizabend, am Samstag, den 7. März, um 20.00 Uhr,  verzichtet der Künstler auf seine Gage. Der Reinerlös der Veranstaltung kommt den Kindern und dem Bau der Schule in Haiti zugute. Das bedeutet, dass die ländliche St. André-Schule in Haiti eine Oberstufe bekommt, die Kinder dadurch einen hochwertigen Schulabschluss und somit eine echte Chance auf eine bessere Zukunft!

Bildmaterial zum Download finden sie hier.

Die LandingPage zum Konzert finden Sie hier.

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Presse agathe.freudl@nph-kinderhilfe.org Fri, 31 Jan 2020 10:14:00 +0100
„1000 Schulen für unsere Welt“ – eine Schule für Haiti https://www.nph-kinderhilfe.org//news/newsdetail?tx_ttnews%5Btt_news%5D=7490&cHash=3ce9d03f2b0b6061d1c91c4a8e99822a Am 10. Dezember 2019 beschloss der Karlsruher Gemeinderat einstimmig, das Projekt „1000 Schulen für... „1000 Schulen für unsere Welt“, ist eine Initiative der kommunalen Spitzenverbände, die Ende 2018 unter der Schirmherrschaft von Bundesminister Dr. Gerd Müller (BMZ) ins Leben gerufen wurde. Mit Karlsruhe nehmen bereits 50 Kommunen und Landkreise teil und fördern den Bau von 102 Schulen in den Ländern des globalen Südens.

Das Schulprojekt

Bei dem von nph vorgeschlagenen Projekt handelt es sich um den Ausbau der „St. André-Schule“ in Fond-des-Blancs im Süden Haitis. Die Schule wurde nach dem schweren Erdbeben von 2010 mit Spendengeldern aus Deutschland errichtet und 2012 eröffnet. Sie bietet den Schülern derzeit Unterricht bis zur 9. Klasse an. Der Ausbau sorgt dafür, dass weitere Schulräume für die Klassen 10 bis 13 sowie Sonderklassen eingerichtet werden, so dass die Jugendlichen an der „St. André-Schule“ das Abitur erwerben können. Dieser Hurrikan- und erbebensichere Ausbau war von Beginn an geplant und soll nun mithilfe von Spenden aus Karlsruhe realisiert werden. Schulträger ist die haitianische, gemeinnützige St. Luc-Stiftung (Fondation St. Luc). Die Kosten für den Bau werden sich auf ca. 180.000 Euro belaufen.

Unterricht bei nph Haiti

Die Vergrößerung der Schule bietet mehr Kindern einen verbesserten Start in das Leben.

Schulangebot verhindert Landflucht

Die Gemeinde Fond-des-Blancs liegt ca. 120 km westlich der Hauptstadt Port-au-Prince, mit ca. 65.000 Einwohnern und besteht aus vielen kleinen Siedlungen, die ziemlich verstreut sind.

Wie in vielen Regionen Haitis gibt es dort zu wenige Schulen und so gut wie alle erheben Schulgebühren. Kosten für die verpflichtende Schuluniform und Bücher kommen hinzu und summieren sich auf Beträge, die für die arme Landbevölkerung eine unüberwindbare Hürde bilden. Wegen der schlechten Unterrichtsversorgung siedeln viele Familien in die Hauptstadt-Region um, wo sich ihre Lage aber in der Regel noch verschlechtert. Mit dem erweiterten Schulprogramm wirkt die St. Luc-Stiftung der Landflucht aktiv entgegen. Begleitende Projekte wie eine kleine Klinik, ein Landwirtschaftsprogramm und eine Bäckerei sorgen dafür, dass die Landbevölkerung neue wirtschaftliche Perspektiven entwickeln kann.

Schulklasse bei nph Haiti

Der Unterricht bei nph Haiti ist bunt und vielfältig. Dadurch werden die Kinder gut auf das spätere Leben vorbereitet.

Der Schulträger

Die St. Luc-Stiftung wurde 2001 als Schwesterorganisation von nph Haiti gegründet, mit dem Ziel, Waisenkindern eine sinnvolle Beschäftigung im sozialen Bereich zu ermöglichen, wenn sie das nph-Kinderdorf als junge Erwachsene verlassen. Heute unterhält die Stiftung ein landesweites Netzwerk von 32 staatlich anerkannten Grundschulen, eine Sekundarschule für 3.500 Schülerinnen und Schüler, sowie zwei Berufsschulen. Insgesamt profitieren über 14.000 Kinder in Haiti von den Bildungsprogrammen der Stiftung. Alle Schulen der Organisation stehen den Kindern armer Familien kostenlos bzw. gegen einen symbolischen Beitrag zur Verfügung.

Bilder zum Download
Weitere Informationen zur Initiative

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Presse agathe.freudl@nph-kinderhilfe.org Fri, 31 Jan 2020 09:20:00 +0100
„Bildungsbotschafter“ im Einsatz für Kinder in Haiti https://www.nph-kinderhilfe.org//news/newsdetail?tx_ttnews%5Btt_news%5D=7488&cHash=1e8409615e50beac02aa747f9d99549c „1000 Schulen für unsere Welt“ - Gemeinsam viel erreichen Bildung zieht sich wie ein roter Faden durch das Leben eines jeden Menschen. Allerdings hat nicht jeder auf dieser Welt Zugang zu Bildung. Die nph Kinderhilfe Lateinamerika folgt daher seit ihrer Gründung (1984) konsequent der Erkenntnis, dass Bildung der Schlüssel dafür ist, den Kreislauf der Armut zu durchbrechen.

Das Wirken von nph in Lateinamerika

Im Mittelpunkt der Arbeit von nph steht das einzelne Kind mit seinen Bedürfnissen und Fähigkeiten. Auf dem Fundament christlicher Werte schafft nph einen familiären Rahmen, in dem jedes Kind behütet aufwachsen und sich – seinen Fähigkeiten entsprechend - umfassend bilden kann. Die schulischen, medizinischen und ökologischen Programme sind nachhaltig angelegt und beziehen die Menschen partnerschaftlich mit ein. Tragfähige Netzwerke in unseren Projektländern (Bolivien, Dominikanische Republik, El Salvador, Guatemala, Haiti, Honduras, Mexiko, Nicaragua und Peru) ermöglichen es, auch in Krisensituationen schnell und kompetent Hilfe zu leisten.

Partnerschaft auf Augenhöhe

Wie tragfähig auch die Netzwerke hier vor Ort in Karlsruhe sind, zeigen unsere „Bildungsbotschafter“, mit denen nph eine intensive Partnerschaft pflegt. Für dieses Projekt konnten Dr. Christian Scheib (Ärztlicher Direktor der ViDia Augenklinik am Standort Rüppurr) und langjähriger nph-Botschafter, Marc Marshall (Sänger und Entertainer), Norman Bücher (Autor und Extremsportler) und Oliver Winzenried (Vorstand Wibu-Systems AG) begeistert werden. Sie alle tragen auf ihre Weise und mit ihren Möglichkeiten schon lange dazu bei, Verantwortung nicht nur zu denken, sondern auch zu leben.

Außergewöhnliche nph-Botschafter mit klaren Botschaften

Dr. Christian Scheibs unermüdlicher Einsatz und sein Engagement beruhen auf den nachhaltigen Begegnungen und unvergesslichen Momenten mit den Kindern bei nph. Als langjähriger nph-Botschafter war er bereits mehrere Male in verschiedenen nph-Projektländern, zuletzt in der Dominikanischen Republik. „Trotz der manchmal widrigen Umstände in den jeweiligen Ländern und den Gegebenheiten vor Ort ist es für mich eine wunderbare Herausforderung, die ich jedes Mal gerne annehme, um Kindern mit ihren Augenproblemen zu helfen. Wenn mir die Kinder mitteilen, wie sie nach der Behandlung wieder Farben erkennen und so ihre Umgebung neu wahrnehmen, macht mich das glücklich und zufrieden. Und für die Kinder ist es ein großer Gewinn für ihre Aufmerksamkeit und Lernfähigkeit in der Schule und somit für ihren späteren Lebensweg. Daher will ich meinen Beitrag als Arzt in der Karlsruher Ärzteschaft leisten, um hier noch mehr KollegInnen für diese Initiative zu begeistern. Ich kann nur sagen: Seien Sie dabei - es ist wunderbar zu sehen, was wir gemeinsam alles schaffen können.“   

Marc Marshall, seit einem Jahr nph-Botschafter, will durch seine Musik und seine Popularität dazu beitragen, die Situation benachteiligter Kinder und die Arbeit von nph in Lateinamerika stärker ins Bewusstsein zu rücken. „Für mich ist es wichtig, nicht nur mit meiner Musik Menschen zu sensibilisieren und ihnen meine Vorstellung von Liebe, Frieden und Respekt zu vermitteln, sondern auch durch mein Handeln. Ich bin sehr stolz, mich für eine derart erfahrene und nachhaltige Organisation zu engagieren und deshalb haben meine Frau und ich uns auch gleich für ein Patenkind in Honduras entschieden, das ich jetzt im Februar besuchen werde, worauf ich mich sehr freue. Denn ich werde dabei einige nachhaltige Projekte in Honduras besuchen, um mir selbst einen Eindruck vor Ort zu verschaffen und als nph-Botschafter von eigenen Erfahrungen in der nph-Welt berichten zu können. Direkt nach meiner Rückkehr gebe ich zugunsten der Initiative „1000 Schulen für unsere Welt“  ein Benefizkonzert in der Evangelischen Stadtkirche. Es wird ein unvergessliches Konzert, zu dem ich alle KarlsruherInnen recht herzlich einlade“.

„Hier hat einfach alles perfekt zusammen und zu mir gepasst“, so Norman Bücher, „da konnte und wollte ich spontan mithelfen. Denn erstens kenne und schätze ich nph schon seit langer Zeit, dort begleite ich mein bolivianisches nph-Patenkind seit über zehn Jahren. Zweitens kenne ich auch Reiner Meutsch, einen der Macher und Botschafter der Initiative, persönlich. Und drittens liegt mir das Thema Bildung für junge Menschen sehr am Herzen“. Norman Bücher bietet im Rahmen der Kooperation ein exklusives 1-Tages-Intensiv-Seminar „break your limits“ an, in dem er den TeilnehmerInnen wertvolle Impulse mitgeben wird. Diese sind MitarbeiterInnen, die von Unternehmen entsandt werden, die sich ihrerseits über ein Sponsoring des Schulbaus dafür qualifizieren. „Dieses Seminar soll ein weiterer Anreiz für die Unternehmerschaft sein, Teil der Initiative zu werden.“ Zusätzlich hat sich Bücher bereit erklärt, derjenigen Schule, die den höchsten Betrag für die Initiative sammelt, ein sportliches Highlight gemeinsam mit den Schülern zu bieten. „Auf diese Weise kann ich hoffentlich einige Karlsruher Schulen dazu motivieren, dabei zu sein und anhand meines Angebotes zeigen, dass es einfach ist, im Rahmen der Initiative, kreativ Spendengelder zu sammeln“.

Für den Vorstand Oliver Winzenried ist die Unterstützung im Bereich unternehmerischer Sozialverantwortung entlang der Idee ausgerichtet, den Fokus des eigenen Kerngeschäfts auch auf ebendiese CSR-Aktivitäten anzuwenden: Die Wibu-Systems AG will auch hier für Schutz und Sicherheit sorgen. „Seit dem Jahr 2013 unterstützen wir die nph Kinderhilfe Lateinamerika daher in diesen Aspekten ihrer wertvollen Arbeit. Zunächst in Honduras, aber gerade für Haiti haben wir uns auch schon ein ums andere Mal sehr gerne engagiert. Wie damals 2016 für die Nothilfe nach Hurrikan Matthew, später dann für die Kinderkrebsstation des einzigen Kinderkrankenhauses in Haiti und bereits für zwei Trinkwasseranlagen an haitianischen Grundschulen. Auch die Unterstützung des Schulbaus der St. André-Schule liegt für mich auf unserer CSR-Linie, wenn auch im eher übertragenen Sinne: Wir schützen damit viele Kinder vor einem Leben ohne die Bildung, die für ihre berufliche Qualifikation unerlässlich ist. Ich freue mich, Teil der Initiative zu sein und möchte weitere Unternehmer ermutigen, sich hier anzuschließen und zu engagieren.“

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Presse agathe.freudl@nph-kinderhilfe.org Fri, 31 Jan 2020 08:09:00 +0100
Bau der Trinkwasseranlage für Schulkinder in Haiti beginnt https://www.nph-kinderhilfe.org//news/newsdetail?tx_ttnews%5Btt_news%5D=7483&cHash=aa7640f0dc451481f4826e360751f1ee Dank Ihrer großzügigen Unterstützung anlässlich der nph-Weihnachtsaktion "Sauberes Wasser für... Fünf Unternehmen aus dem Raum Karlsruhe haben zusätzlich jede Spende für dieses Projekt verdoppelt. Insgesamt 40.000 EUR kamen für die Trinkwasseranlage zusammen, um Kindern und ihren Familien über die nächsten Jahre kostenfreien Zugang zu sauberes Wasser zu ermöglichen.

Diese Unternehmen haben Ihre Spenden verdoppelt:

  • WIBU-SYSTEMS AG (Karlsruhe)
    Wibu-Systems ist ein innovativer Technologieführer auf dem globalen Markt für Softwarelizenz-Lebenszyklusmanagement und bietet auch Softwareschutz.
  • gbm Gesellschaft für Baugeologie und -meßtechnik mbH Baugrundinstitut (Ettlingen)
    Seit fast 40 Jahren ist gbm Experte für die Erkundung, Begutachtung, Überwachung, Planung und Beratung in den Bereichen Geotechnik, Hydrogeologie, Tunnel- und Erdbau sowie Deponien.
  • Herbold Projekt & Consulting GmbH (Ettlingen)
    Auf Basis von 30 Jahren Erfahrung in der Immobilienwirtschaft hat sich die Herbold Projekt & Consulting GmbH auf die Projektentwicklung von Immobilien, die Beratung von Investoren und die Verrentung von Immobilien spezialisiert.
  • Nicole Reflection (Karlsruhe)
    Mit ihrer großen Leidenschaft für Farben schafft die Karlsruher Künstlerin kraftvolle Farbkompositionen. Ihr Engagement für nph sie erklärt so: „Kinder sind das schönste Bunt!“
  • econda GmbH (Karlsruhe)
    econda bietet State of the Art SaaS-Lösungen im E-Commerce an. Wir sind langjähriger nph-Partner aus Leidenschaft und stolz, Teil der Fairen Fünf zu sein.

Über 30.000 Menschen profitieren vom sauberen Wasser

Wiederholt fiel den LehrerInnen in den nph-Straßenschulen in den Slums und ländlichen Gebieten in Haiti der schlechte Gesundheitszustand der Kinder auf. Denn in den Vierteln der Schulen haben die meisten Kinder keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Die Kinder sind oft krank und unkonzentriert. Fehlendes sauberes Wasser behindert so auch gute schulische Leistungen.

Das Wasserproblem in Haiti

Fließendes Wasser aber gibt es in den einfachen Hütten der Familien nicht. Trinkwasser in Flaschen ist für die Bewohner dieser Gebiete unbezahlbar.

Bessere Gesundheit bringt Perspektiven für Kinder

Durch Trinkwasseranlagen in Schulen verbessert sich die Situation spürbar: der Gesundheitszustand der Kinder verbessert sich wesentlich, sie sind konzentrierter, können sich besser konzentrieren, ihre schulischen Leistungen steigen und damit die Chance durch Bildung den Kreislauf der Armut zu durchbrechen.

Wasser ist Leben

Marc Marshall unterstützt Kinder

Auch Marc Marshall, der die Aktion tatkräftig unterstützt, ist beeindruckt. "Ich bin begeistert mit wieviel Herzblut und Engagement sich Menschen in ganz Deutschland für das Wohl von Kindern in Haiti einsetzen. Ich fühle mich sehr wohl in dieser starken Gemeinschaft, die wirklich eine Veränderung für die Menschen vor Ort will," sagt der bekannte Entertainer.

Marc Marshall - nph Botschafter - unterstützt tatkräftig den Bau der Trinkwasseranlage an einer Schule in Haiti.

Das Wohl der Kinder ist dem ausgeprägten Familienmenschen sehr wichtig. Dafür setzt er sich ein: „Als nph-Botschafter möchte ich allen Spendern, die den Erfolg dieser Aktion möglich gemacht haben, von ganzem Herzen danken! Nur wenn wir alle den Kindern ausreichend Liebe, Frieden und Respekt entgegenbringen, wird sich ihre Situation zu ihrem Wohl verändern.

Dafür möchte er auch weiterhin Menschen begeistern. Deshalb freuen wir uns auf sein Benefizkonzert für die nph-Kinderhilfe am 07. März in der Ev. Stadtkirche Karlsruhe.

Sie sind herzlich eingeladen zu einem sehr persönlichen Abend mit einem Künstler, der für diesen Abend auf seine Gage verzichtet und sich ganz für die gute Sache einsetzt.

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Nachrichten_von_nph detlef.vonhouwald@nph-kinderhilfe.org Wed, 22 Jan 2020 09:13:00 +0100
Zehn Jahre nach dem Erdbeben in Haiti https://www.nph-kinderhilfe.org//news/newsdetail?tx_ttnews%5Btt_news%5D=7482&cHash=c8a4c13223dec9b104b10ee8720b8d4c Am 12. Januar 2010 bebte in Haiti die Erde – Zehnter Jahrestag erinnert an die schreckliche... Als am 12. Januar 2010 die Erde bebte, stürzten historische Gebäude, Kliniken, Schulen und Hütten wie Kartenhäuser zusammen. 316.000 Menschen starben, viele wurden verletzt und schätzungsweise 1,85 Millionen obdachlos.
Haiti, der ohnehin ärmste Staat der westlichen Welt, erlebte einen Albtraum. Jeder Dritte war von dieser Katastrophe betroffen.Das Beben erschütterte die Hauptstadtregion, in der die Menschen in den unzähligen Armenvierteln bereits zuvor schon in improvisierten Unterkünften ohne fließendes Wasser lebten.Zahlreiche Hilfsorganisationen waren schnell vor Ort. Sie brachten Hilfsgüter, Nahrungsmittel sowie medizinische Teams zur Erstversorgung ins Land. Katastrophenhilfe dort zu leisten, wo sie am Dringendsten notwendig war, war die Herausforderung der Stunde.

Versorgung der Verletzten vor dem Krankenhaus St-Damien.

Versorgung der Verletzten vor dem Krankenhaus St-Damien.

nph leistet schnell konkrete Nothilfe vor Ort

Da nph Haiti seit 1987 vor Ort ist und zusammen mit der Schwesterorganisation St. Luc über einen großen haitianischen Mitarbeiterstab und entsprechende Logistik verfügt, konnte sofort mit der Nothilfe begonnen werden.

Mit einem ersten Nothilfe-Budget von 400.000 US Dollar und mehr als 500 Mitarbeitern, darunter viele ehemalige Kinder und Jugendliche, die bei nph aufgewachsen sind, begann bereits zwei Tage nach dem Beben der humanitäre Dauereinsatz. Die Ärzte im nph-Kinderkrankenhaus „St. Damien“ behandelten Schwerstverletzte jeden Alters. Das Gebäude erwies sich als erdbebensicher und hatte nur kleinere Risse am Putz, sodass notwendige Operationen rund um die Uhr an sieben Tagen die Woche stattfinden konnten. Traumatisierte Patienten, die sich aus Angst nicht in das Gebäude wagten, wurden im Freien und unter Zeltplanen versorgt.
Kinder, die das Beben zu Waisen gemacht hatten, fanden in den nph-Zeltlagern Betreuung. Viele Frauen erlitten Frühgeburten, sodass eine Geburtsklinik eingerichtet wurde. Es galt, die vielen freiwilligen Helfer zu koordinieren und entsprechend einzuweisen. Eine Herkulesaufgabe angesichts der katastrophalen Umstände, die es zu meistern galt.

Eine durch das Erdbeben obdachlos gewordene Familie.

Eine durch das Erdbeben obdachlos gewordene Familie.

Zusätzliche Herausforderungen in der medizinischen Erstversorgung und langfristigen Betreuung

Rund 1,3 Millionen Haitianerinnen und Haitianer lebten nach dem Beben in Notunterkünften. Durch zeitweilig installierte mobile Kliniken konnten viele Menschen mit einfachen medizinischen Maßnahmen versorgt und betreut werden.
Das medizinische Team von nph registrierte und behandelte allein in den ersten drei Wochen mehr als 10.000 Patienten. Am Ende des Jahres waren es 50.000.
Im Herbst 2010 brach zusätzlich eine Cholera-Epidemie aus, die sich wegen der unhaltbaren hygienischen Zustände in den Armenvierteln ungehemmt verbreitete und viele weitere Todesopfer forderte.  
Anfang November fegte Hurrikan Tomas über Haiti und verschlimmerte die ausweglose Situation der vom Erdbeben betroffenen Menschen weiter. Die schweren Regenfälle beschleunigten zusätzlich die Ausbreitung der Cholera.

Aus Provisorien entwickelten sich langfristige Angebote und Projekte für die Menschen vor Ort

Die Katastrophen des Jahres 2010 waren für die Menschen in Haiti  ein Trauma und bremsten die Entwicklung des Landes.

Allerdings entstanden im Zug der Nothilfe von nph Kinderhilfe Lateinamerika viele langfristig angelegte Projekte, die bis heute bestehen und unzähligen Kindern und deren Familien nachhaltig helfen. Ein entscheidender Erfolgsfaktor für die Nachhaltigkeit ist die Arbeit auf Augenhöhe im direkten Dialog mit den Menschen vor Ort.

Zu den Erfolgsgeschichten der Nothilfe gehören die erdbebensicher aufgebauten Grundschulen der Fondation St. Luc. Sie ersetzten nach und nach die einfachen, zerstörten Straßenschulen und hielten bereits erneuten Naturkatastrophen stand, wie dem Hurrikan Matthew 2016.

33 Grundschulen bilden ein solides Netz von Bildungsreinrichtungen für die Ärmsten. Zudem entstehen derzeit Trinkwasserstationen an Schulen, die auch die Bevölkerung in den umliegenden Vierteln mit sauberem Wasser versorgen.

Ein weiteres wichtiges Projekt ist der Häuserbau in Cité Soleil und Wharf Jeremie, zwei Armenvierteln in Port-au-Prince. Mehr als 300 Häuser sind bereits gebaut und werden teilweise mit Solarenergie ausgestattet. Sie bringen den Menschen Würde und – das ist das Entscheidende – die Hoffnung auf ein besseres Leben.
So hilft nph Kinderhilfe in Haiti seit vielen Jahren sehr aktiv und bestens vernetzt mit Partnerorganisationen vor Ort
Seit 1987 leistet nph Haiti ununterbrochen Entwicklungshilfe, seit 2000 gemeinsam mit der haitianisch geführten Schwesterorganisation Fondation St. Luc. Mit umfangreichen Programmen, die zum Teil nach der Naturkatastrophe in den Bereichen Umwelt & Selbstversorgung, Bildung und humanitäre Hilfe weiterentwickelt und ausgebaut wurden.
Zur Philosophie von nph gehört es, Menschen Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten. Mehr als 83.000 Haitianer nehmen jährlich die schulischen und medizinischen Angebote von nph in Anspruch.
Die insgesamt etwa 1.900 Mitarbeiter, eine hervorragende landesweite Vernetzung und der gute Kontakt zu den Gemeinden und anderen Organisationen ermöglichen es, jederzeit schnell zu agieren und die Maßnahmen an den Bedürfnissen der Menschen auszurichten.

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Presse agathe.freudl@nph-kinderghilfe.org Sun, 12 Jan 2020 13:48:00 +0100
nph und Haiti – eine enge Verbindung https://www.nph-kinderhilfe.org//news/newsdetail?tx_ttnews%5Btt_news%5D=7480&cHash=8cc0cbbc9c2ffaf536cf06420e30f972 Nothilfe in Krisenzeiten ist überlebenswichtig. Das hat die Arbeit der Hilfsorganisationen nach dem... Seit 1987 ist die nph-Kinderhilfe in Haiti aktiv – ursprünglich mit dem einen Ziel, Waisenkindern ein liebevolles Zuhause zu geben. Aus dem Bedarf der Bewohner vor Ort haben sich im Laufe der Zeit neue Anforderungen an die Hilfsorganisation entwickelt. Die Angebote sind umfassender und beziehen die Familien bedürftiger Kinder mit ein. Sonja Smolka und Cassagnol Destiné, selbst gebürtiger Haitianer, sind beide seit vielen Jahren für die nph-Kinderhilfe als Projektkoordinatoren tätig. Sie erläutern, warum nph in Haiti besonders verwurzelt ist und warum die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Experten sind in dem, was sie tun.

nph Projektkoordinatoren Haiti: Sonja Smolka und Cassagnol Destigné.

nph-Projektkoordinatoren Haiti: Sonja Smolka und Cassagnol Destiné

Ganz kurz: Was macht nph heute in Haiti?

Sonja Smolka: „Es gibt das Kinderdorf St. Hélène in den Bergen von Kenscoff, etwa 40 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Port-au-Prince sowie das so genannte Babyhaus S. Anne für Kleinkinder in Tabarre nahe der Hauptstadt. Zum Kinderdorf gehört eine Schule, die zusammen mit mehr als 30 weiteren Grundschulen und mehreren weiterführenden Schulen ein enges Bildungsnetz bilden. Diese Schulen stehen auch den Kindern der Nachbarschaft offen. Von den Bildungsprogrammen von nph und der Schwesterorganisation St. Luc profitieren rund 14.000 Schulkinder.

Ca. 400 Kinder leben in der Obhut von nph in Haiti.

Über 400 Kinder leben dauerhaft bei nph in Haiti.

In der Obhut unserer Institutionen leben dauerhaft 400 sowohl behinderte als auch nicht behinderte Kinder. Dazu kommen zwei Rehabilitationszentren für behinderte Kinder und Erwachsene. Allein in unserem St.-Damien-Kinderkrankenhaus in Tabarre mit jährlich rund 80.000 Behandlungen arbeiten 558 Menschen – 67 davon Ärzte! In Kooperation mit der Partnerorganisation Fondation St. Luc betreiben wir das St.-Luc-Krankenhaus für Familien. Im Ausbildungs- und Produktionszentrum Francisville bilden wir junge Menschen in verschiedenen Berufen aus und produzieren Lebensmittel und andere dringend benötigte Güter.“

Auf dem riesigen Gelände von nph in Haiti befinden sich viele Einrichtungen in unmittelbarer Nachbarschaft. Im Vordergrund ist das nph-Kinderkrankenhaus St. Damien zu sehen.

Auf dem riesigen Gelände von nph in Haiti befinden sich viele Einrichtungen in unmittelbarer Nachbarschaft. Im Vordergrund ist das nph-Kinderkrankenhaus St. Damien zu sehen.

Das ist ja viel mehr als in anderen Ländern, wo sich die Arbeit von nph stärker auf die Kinderdörfer fokussiert. Warum ist das so?

Cassagnol Destiné: „Weil wir gemerkt haben, dass es langfristig nicht hilft, nur den Kindern zu helfen. Wenn die Eltern nicht genug zu essen haben, keinen Zugang zu medizinischer Versorgung und sauberem Trinkwasser und Informationen über den hygienischen Umgang damit – dann können sie sich nicht richtig um ihre Kinder kümmern. Wir versuchen die Familien zu stärken, indem wir nach Möglichkeit auch die Situation der Eltern verbessern. Wenn eine Mutter bei der Geburt stirbt, dann bleiben oft viele weitere Kinder ohne Mutter zurück. Das möchten wir zum Beispiel mit unserer noch recht neuen hochprofessionellen Entbindungsstation im St. Damien-Krankenhaus verhindern.“

Die hochmoderne Entbindungsstation bei nph in Haiti betreut Frauen und Kinder vor- und nach der Schwangerschaft.

Die hochmoderne Entbindungsstation bei nph in Haiti betreut Frauen und Kinder vor- und nach der Schwangerschaft.

Welche Entwicklungen gibt es noch?

Sonja Smolka: „Indem wir dem Bedarf der Betroffenen folgen und sie stark machen, leisten wir Hilfe, die sich fortsetzt. Ein wichtiger Punkt ist die Bildung – und zwar von der Grundschule über Berufsausbildung bis hin zu Universitätsstipendien!“

Welche Verbindungen entstehen daraus? Tragen ehemalige nph-Kinder das Erlernte weiter?

Cassagnol Destiné: „Ja! Unsere ‚Kinder’ arbeiten häufig als Erwachsene in unseren Programmen – zum Beispiel in den medizinischen Berufen oder nach der Ausbildung. Die Absolventen der Ausbildung zum Elektro- und Solartechniker arbeiten heute in einer Schulfirma in Francisville. Natürlich ist der Arbeitsmarkt in Haiti schwach und einige gehen ins Ausland, in der Hoffnung auf ein besseres Leben - das muss man realistisch sehen.  Dennoch ist es uns ein großes Anliegen, Perspektiven für die jungen Erwachsenen im Land zu schaffen und damit waren wir bisher auch recht erfolgreich.

Junge Krankenschwestern nach erfolgreichem Abschluß ihrer Ausbildung bei nph in Haiti.

Junge Krankenschwestern nach erfolgreichem Abschluss ihrer Ausbildung bei nph in Haiti.

Unsere Arbeit finanziert sich zu einem sehr geringen Teil selbst, aber der Großteil unserer Tätigkeit in Haiti ist spendenfinanziert. Je mehr Spenden wir bekommen, desto umfangreicher kann die Hilfe sein.“

Wie schaffen Sie als westliche Organisation die Nähe zu den Menschen in den Armensiedlungen?

Cassagnol Destiné: „Fast alle Mitarbeiter vor Ort sind Haitianerinnen und Haitianer – auch die verantwortungsvollen Positionen. Wir setzen auf ihr Know-how, auf ihren Expertenblick. Diese Vorgehensweise hat viele Vorteile: Wir können auch in gefährlichen Gebieten wie dem Slum Cité Soleil tätig sein, um den Menschen ein würdigeres Leben zu ermöglichen. Und wir arbeiten eng mit den Communities zusammen.

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Am oberen Bildrand sieht man die neuen Häuser (mit blauen Dächern), Schule und medizinisches Zentrum, die nph mitten im größten Slum in Haiti gemeinsam mit den Einwohnern realisiert.

Ein Beispiel: Wegen der gefährlichen Sicherheitslage in Cité Soleil und den Ausschreitungen, die es bei Essenverteilungen gab, haben viele NGOs in der Vergangenheit die Essenslieferungen eingestellt und sich aus Cité Soleil zurückgezogen. Wir haben eine gemeinsame Lösung mit der Community gefunden.

Weiterer Vorteil von vielen: Wir sind breit aufgestellt: In all den Jahren haben wir uns spezialisiert auf Projekte in den Bereichen Medizin, Erziehung, Ausbildung und nachhaltige Entwicklung. Mit den Projekterfahrungen und unserem Netzwerk an engagierten Menschen vor Ort sind wir auch unter schwierigen Bedingungen in den Armenvierteln handlungsfähig.“

Wie schafft nph es, Begeisterung für diese Vielfalt an Aufgaben aufrechtzuerhalten?

Sonja Smolka: „Viele unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind mit dem Herzen dabei und engagieren sich übermäßig für bedürftige Menschen. Wenn nötig, sind sie bereit, viele zusätzliche Aufgaben zu übernehmen. Und nur so können wir den Alltag in einem dauerhaft von Krisen gebeutelten armen Land bewältigen. Mit viel Improvisationstalent, einer schnellen Anpassungsfähigkeit und dem Mut, zuzupacken, wenn sich Gelegenheiten bieten. Da können wir uns von der haitianischen Bevölkerung inspirieren lassen, die ausgesprochen resilient ist – also in der Lage, mit schwierigen Situationen gut umzugehen und Chancen zu ergreifen.“

Auf Augenhöhe begegnen auch die ausländischen Helfer den Kindern und Familien in Haiti, um gemeinsam ihre Situation zu verbessern.

Auf Augenhöhe begegnen auch die ausländischen Helfer den Kindern und Familien in Haiti, um gemeinsam ihre Situation zu verbessern.

Wie ist die aktuelle Situation in Haiti? Im Herbst mussten ja Schulen geschlossen bleiben, die Versorgunglage war katastrophal ...

Sonja Smolka: „Wir hoffen, dass wir im Januar einen Großteil der Schulen wieder eröffnen können. Die Lage ist etwas ruhiger geworden, aber es liegt eine Spannung über dem Land, die Versorgung ist noch sehr prekär. Man rechnet damit, dass die Gewalt und die Unruhen wieder ansteigen. Deshalb können wir mit unseren Projekten vor Ort weiterhin nur sehr vorsichtig und tagesabhängig agieren. Immerhin: Wir hoffen, mit den Trinkwasseraufbereitungsanlagen in unseren Schulen ab Januar weitermachen zu können!“

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Nachrichten_von_nph cordula.schulze@nph.org Fri, 10 Jan 2020 15:57:00 +0100