nph Kinderhilfe Lateinamerika Nachrichten https://www.nph-kinderhilfe.org/ Neueste Nachrichten von nph Kinderhilfe Lateinamerika de nph Kinderhilfe Lateinamerika Nachrichten https://www.nph-kinderhilfe.org/typo3conf/ext/tt_news/ext_icon.gif https://www.nph-kinderhilfe.org/ 18 16 Neueste Nachrichten von nph Kinderhilfe Lateinamerika TYPO3 - get.content.right http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss Thu, 03 Mar 2022 11:40:37 +0100 Paz y bien - mögen Dich Frieden und das Gute begleiten https://www.nph-kinderhilfe.org//informieren/aktuelles/nachrichten/detail?tx_ttnews%5Btt_news%5D=7615&cHash=f82b2115237964b15298a6bd682daec5 Paz y bien … dieser Gruß begleitet und prägt uns in der großen nph Familie. Paz y bien möchten wir... In der nph Familie rücken wir in diesen Tagen zusammen. Auch die Kinder und Jugendlichen in Lateinamerika bekommen die Nachrichten von Krieg, Gewalt und Zerstörung mit und sie nehmen Anteil an dem Leid, das jetzt Familien und ganz besonders die Kinder trifft. Viele der nph Kinder kommen selbst aus Verhältnissen, in denen sie Gewalt ausgesetzt waren. Sie beten für Frieden und Wohlergehen der Menschen in der Ukraine.

Paz y bien nimmt uns auch in die Pflicht, unseren Teil dazu beizutragen, dass alle Menschen in Frieden, Sicherheit und Freiheit leben können. Dies können wir in unserem Umfeld in der Begegnung mit unseren Nächsten. Oder indem wir uns zu Gewalt und Leid auf der Welt mit einem klaren „Nein!“ positionieren. Wir sind froh über die deutlichen Reaktionen aus aller Welt. Mögen sie Gehör finden.

Wir möchten Sie einladen zum Friedensgebet von Franziskus von Assisi, einem der wichtigen Leitbilder unseres Gründers Padre Wasson:

Herr, mach mich zu einem Werkzeug deines Friedens,
dass ich Liebe übe, wo man hasst;
dass ich verzeihe, wo man beleidigt;
dass ich verbinde, wo Streit ist;
dass ich die Wahrheit sage, wo der Irrtum herrscht; dass ich den Glauben bringe, wo der Zweifel drückt; dass ich die Hoffnung wecke, wo Verzweiflung quält; dass ich Licht entzünde, wo die Finsternis regiert; dass ich Freude bringe, wo der Kummer wohnt.
Herr, lass mich trachten:
nicht, dass ich getröstet werde, sondern dass ich tröste; nicht, dass ich verstanden werde, sondern dass ich verstehe; nicht, dass ich geliebt werde, sondern dass ich liebe. Denn wer da hingibt, der empfängt;
wer sich selbst vergisst, der findet;
wer verzeiht, dem wird verziehen,
und wer stirbt, der erwacht zum ewigen Leben. 
Amen

Paz y bien

Jugendliche von nph Mexiko senden diese Videobotschaft nach Europa:
"Möge Gott die Kinder in der Ukraine beschützen. Sie sind bei uns in unseren Herzen."

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Nachrichten_von_nph agathe.freudlqnph-kinderhilfe.org Thu, 03 Mar 2022 11:40:37 +0100
Schulbau in Haiti startet trotz Corona planmäßig https://www.nph-kinderhilfe.org//informieren/aktuelles/nachrichten/detail?tx_ttnews%5Btt_news%5D=7614&cHash=2a78712a0a593e44f35e7376b430ef00 Seit 2020 engagiert sich die Stadt Karlsruhe gemeinsam mit der nph Kinderhilfe für den Ausbau der... Trotz Corona kann das zweite Stockwerk der „St. André Schule“, wie geplant, 2022 eingeweiht werden.
Bereits Anfang Dezember 2021 hat der Ausbau der „St. André Schule“, trotz vieler widriger Umstände und Herausforderungen in Haiti, begonnen. Zwar musste zeitweise, aufgrund der Sicherheitslage im Land, der Bau gestoppt werden, doch das erfahrene Team vor Ort nutzte Zeitfenster, um den Ausbau unter Einhaltung von Sicherheitsvorkehrungen entsprechend voranzutreiben.

Spenden ermöglichen den planmäßigen Ausbau

Durch zahlreiche Spenden konnten bereits mehr als die Hälfte der veranschlagten Baukosten in Höhe von 220.000 Euro nach Haiti transferiert werden, um den Zeitplan für den Ausbau entsprechend einhalten zu können. Dieser sieht vor, dass nach den Sommerferien die jetzigen Schülerinnen und Schüler der 9. Klasse weiterhin zur Schule gehen und zusätzliche Schülerinnen und Schüler aufgenommen werden können. Die noch fehlenden 80.000 Euro bis zur Fertigstellung hoffen wir durch weitere Spenden zu erzielen“, ist sich Heidrun Mürdter Vorständin Kommunikation und internationale Projekte bei nph Kinderhilfe Lateinamerika e. V. sicher.

Schüler Guy-Richard Jeudy in Haiti

Guy-Richard Jeudy, 16 Jahre. Schüler der St. Andé-Schule in Haiti

Guy-Richard Jeudy, 16 Jahre, einer von vielen Schülern in Haiti, freut sich sehr, dass er in der St. André Schule sein Abitur absolvieren kann. Er lernt dort Spanisch, Englisch und Mathematik und möchte gerne seinen Abschluss machen, um sich weiter zu qualifizieren. Das macht sowohl ihn als auch seine Familie und vor allem seine fünf Geschwister stolz.

Die Schule besteht seit 2010

Die Schule wurde nach dem schweren Erdbeben 2010 mit Spendengeldern aus Deutschland errichtet und 2012 eröffnet. Sie bietet den Schülerinnen und Schülern derzeit Unterricht bis zur 9. Klasse an. Der Ausbau sorgt dafür, dass weitere Schulräume für die Klassen 10 bis 13 sowie Sonderklassen eingerichtet werden, so dass die Jugendlichen an der „St. André-Schule“ das Abitur erwerben können.

Dieser Hurrikan- und erdbebensichere Ausbau war von Beginn an geplant und wird nun mithilfe von Spenden aus Karlsruhe realisiert. Schulträger ist die haitianische, gemeinnützige St. Luc-Stiftung (Fondation St. Luc).

Bildung ist das Fundament für eine bessere Zukunft

Besonders in armen Ländern wie Haiti ist es fatal, wenn Kinder keine Möglichkeit haben, die Schule zu besuchen. Denn ohne Schulbildung ist es fast unmöglich, den Kreislauf der Armut zu durchbrechen. Umso wichtiger ist es, den Kindern und Jugendlichen Zugang zu Bildung zu verschaffen, um ihnen Hoffnung zu geben und zu einem selbstbestimmten Leben zu verhelfen.

Haitis Bildungsminister Vanneur Pierre sagte in Gesprächen mit einem unserer Kollegen vor Ort „In der jetzigen Situation in Haiti kann der Ausbau der Schule nicht warten“. Umso erfreulicher ist es, dass dieses Projekt nun umgesetzt wird.

Der Schulträger

Die St. Luc-Stiftung wurde 2001 als Schwesterorganisation von nph Haiti gegründet, mit dem Ziel, dass die jungen Erwachsenen einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung Haitis leisten und vulnerable Familien in Notsituationen unterstützen. Heute unterhält die Stiftung ein landesweites Netzwerk von 32 staatlich anerkannten Grundschulen, eine Sekundarschule für 3.500 Schülerinnen und Schüler, sowie zwei Berufsschulen. Insgesamt profitieren über 14.000 Kinder in Haiti von den Bildungsprogrammen der Stiftung. Alle Schulen der Organisation stehen den Kindern armer Familien kostenlos bzw. gegen einen symbolischen Beitrag zur Verfügung.

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Nachrichten_von_nph Presse Thu, 24 Feb 2022 09:52:16 +0100
Ein glückliches und gesundes, neues Jahr 2022 https://www.nph-kinderhilfe.org//informieren/aktuelles/nachrichten/detail?tx_ttnews%5Btt_news%5D=7613&cHash=f2bb7242a3ee18e386b3a1a65e97cc4c Wir schauen hoffnungsvoll in die Zukunft – trotz der dramatischen Auswirkungen der Corona-Pandemie. Die nph-Familie wünscht Ihnen ein glückliches und gesundes, neues Jahr 2022!

Wir schauen hoffnungsvoll in die Zukunft – trotz der dramatischen Auswirkungen der Corona-Pandemie. Kinder können nicht mehr in die Schule gehen. Sie leben in Armut und hungern. Denn aufgrund der unsicheren wirtschaftlichen Lage verlieren die Eltern immer wieder ihre Jobs. Das Fazit: Insgesamt hat sich die ohnehin prekäre Lebenssituation von Familien in den Ländern Lateinamerikas und der Karibik verschlechtert.

In den letzten Monaten haben wir jedoch erlebt, dass wir - trotz größter Herausforderungen - viel bewirken können. 

Etwa durch die Nothilfe-Einsätze nach dem Erdbeben in Haiti. Die Hilfe dort dauert an – bis heute. Denn unser Ziel ist es, dass 450 Familien wieder ein zuhause haben. 

Oder im Tal von Mata de Platano in Honduras. Auch hier gibt es Veränderung. In diesem Tal leben fast 1.500 Familien. Es gibt keinen Arzt und kein Krankenhaus. Der Weg in die Stadt ist beschwerlich, vor allem für Menschen mit Behinderung. Im nph-Familienzentrum bekommen Bedürftige nun Physiotherapie. Es gibt Beratungsangebote und Weiterbildungskurse. Kinder, Jugendliche, Frauen und Männer, Seniorinnen und Senioren - alle treffen sich hier und tauschen sich aus. Das Familienzentrum ist zu einem neuen Lebensmittelpunkt dieser Familien geworden.

In 2022 soll ein solches Familienzentrum auch in Chimaltenango in Guatemala entstehen. Mit einem starken Partner an unserer Seite, der Lipoid-Stiftung in Ludwigshafen, wollen wir dieses Projekt umsetzen. Wir freuen uns darauf, Ihnen in den nächsten Monaten ausführlich darüber berichten zu können.

Bitte begleiten Sie die nph Kinderhilfe weiter und helfen Sie dabei, dass Kinder aus den ärmsten Familien in Lateinamerika eine Zukunft bekommen. Für ein besseres, glücklicheres und selbstbestimmtes Leben.

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Nachrichten_von_nph miriam.moertl@nph-kinderhilfe.org Fri, 31 Dec 2021 13:43:00 +0100
Gedanken von Pater Richard Frechette aus Haiti https://www.nph-kinderhilfe.org//informieren/aktuelles/nachrichten/detail?tx_ttnews%5Btt_news%5D=7612&cHash=f98d0f47e9dfa27175daa7fdc0c81303 Im Krisen-Jahr 2021 hat Pater Richard oft aus Haiti geschrieben – vor allem nach dem Erdbeben im... Liebe nph-Familie und Freunde,

Wenn ich nachts auf unserer Corona-Station unterwegs bin und die Erkrankten besuche, die schwer atmend in ihren Betten liegen, dann steigt oft Hilflosigkeit in mir auf. Ich weiß, dass unsere Reserven an Medikamenten und Sauerstoff nicht mehr lange ausreichen. Dass Gewalt und Kriminalität, die der puren Verzweiflung der Menschen entspringen, den Nachschub behindern.

Die Panik, die in solchen Momenten immer wieder hochkommt, wird nicht so bald verschwinden. Wenn überhaupt. Doch es gibt Wege, wie es gelingen kann, dass dieser Stress nicht die Überhand gewinnt. Es gibt Wege, die es dem Menschen möglich machen, Unheil zu tragen und sogar zu wandeln.

Was hilft? Gebet und Fürsorge für den Nächsten, indem man etwas gibt. Wie etwa die Hälfte seines Sandwiches.

Was hilft? Jeden Tag nach Schönheit Ausschau halten – in Kindern, in der Natur, in der Musik, in geschätzten Freunden, im Schaffen von etwas aus dem Nichts.

Was hilft? Gutes zu denken, Gutes zu sagen, Gutes zu tun. Sogar zu einem Feind, sogar zu einem selbst (für die meisten von uns sind wir unser schlimmster Feind).

Was hilft? Die Stille suchen, tief durchatmen, Dankbarkeit kultivieren. Ein dankbares, achtsames Bewusstsein für alles um uns herum.

Was hilft?

Helfen hilft – Jede Katastrophe als Chance zu nehmen, auf seinen Nächsten zuzugehen und zu unterstützen.

Haiti - Pater Richard mit Helfern

Pater Richard mit Helfern am 1. September 2021.

Wir bringen nun Baumaterial in den Süden des Landes und beginnen damit, Dächer über den Köpfen der Menschen zu bauen, die nach dem Erdbeben alles verloren haben.

Camp Perrin, mit seinen 40.000 Einwohnern, hat es besonders schwer getroffen. Dort traf ich den jungen Pierre Louis. Er war aus der Hauptstadt gekommen, um seiner Familie und den Nachbarn beim Aufbau ihrer zerstörten Häuser zu helfen. Wir begleiteten in weiter in sein Heimatdorf in den Bergen, Picot.

Viele Menschen Haitis sind voller Hoffnung

Dort verbanden wir einige der Verwundeten, besichtigten die zerstörten Häuser und er schien stolz vor seinen Nachbarn zu sein, dass wir dort waren. Eine Mutter zeigte uns ihre fünfjährige Tochter, die bis zum Hals unter den Trümmern gelegen hatte. Sanfte und vorsichtige Hände hatten sie ausgegraben.

Als ich Pierre Louis nach den Todesopfern fragte, erzählte er mir, dass bei einer Messe das Dach auf die anwesende Gemeinde gestürzt war. 39 von ihnen wurden getötet. Pierre Louis dankte uns für unser Kommen. Er bat um ein Gebet. Er bat um Hilfe für sein Dorf. Er ist bereit für das Morgen, und er ist voller Träume, die er braucht, um ein gutes Morgen zu schaffen.

Liebe Freunde, ich danke Euch für Eure anhaltende Unterstützung und Eure Gebete. Zählt auf uns, wir beten auch für Euch! Mit den unzähligen Herausforderungen dieser Welt vor Augen.

Pater Richard Frechette
Port au Prince
September 13, 2021

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Nachrichten_von_nph miriam.moertl@nph-kinderhilfe.org Tue, 14 Dec 2021 10:51:05 +0100
Vorweihnachtszeit im Kinderdorf: Kinder basteln Weihnachtsschmuck https://www.nph-kinderhilfe.org//informieren/aktuelles/nachrichten/detail?tx_ttnews%5Btt_news%5D=7611&cHash=3d88bee076af1258e8e8bfe2c995ad03 Arme Kinder haben selten die Chance auf ein Weihnachtsfest. In den nph-Kinderdörfern basteln die... „Mira!“ – „Schau mal!“, rufen die Jungs aufgeregt in der Casa Padre Wasson, dem nph-Kinderdorf in Bolivien. Stolz halten sie ihre selbst gestalteten Weihnachtskugeln in die Höhe, hinter ihnen hängen die selbst gebastelten Papier-Weihnachtsbäume, hoch über ihre Köpfen. Manche Bäume sind so groß, dass die Jungs sich dahinter verstecken können. Wehe, die nph-Familie schaut dann nicht hin!

Weihnachtsdekoration - basteln, schneiden, kleben

Hier wird gebastelt, ausgeschnitten, geklebt und bemalt! Die Kinder gestalten ihre eigene Weihnachtsdekoration – und sind mächtig stolz darauf!

Für Geschenke fehlt den Familien das Geld

Jeder dieser Jungen stammt aus einer armen Familie. Obwohl in Bolivien Weihnachten sehr traditionell gefeiert wird, können sich viele Familien keinen Weihnachtsbaum oder kleine Geschenke für ihre Kinder leisten. Denn das Geld reicht häufig gerade mal zum Überleben. Viele der Jungen und Mädchen kennen es daher auch nicht, dass ihre Wohnungen in der Vorweihnachtszeit festlich geschmückt werden.

Traditionen gemeinsam erleben

Jetzt leben die Kinder im Kinderdorf und erleben diese behagliche Atmosphäre zum ersten Mal. In der letzten Novemberwoche startet die Vorweihnachtszeit. Es wird viel gebastelt, liebevoll und farbenfroh dekoriert und eine Krippe aufgestellt. Auch Weihnachtsplätzchen werden gebacken. Dann duften alle Räume wundervoll nach den süßen Köstlichkeiten – und die Kinder wissen, dass sie nicht mehr oft schlafen müssen, bis Heiligabend ist und sie gemeinsam das Weihnachtsessen genießen.
 
Weihnachten - Vorfreude in Bolivien

Die Vorfreude auf Weihnachten steigt! Das Glitzern der Kugeln spiegelt sich in den Kinderaugen wider.

Basteln fördert die Gemeinschaft und Kreativität

Aber bis dahin dauert es noch ein paar Tage. Die gemeinsame Aktivität stärkt die Kinder und gibt ihnen ein Gefühl von Familie und Geborgenheit. Sie sind sehr stolz auf ihre Tannenbäume und den selbstgebastelten Weihnachtsschmuck. Und darauf, die Vorfreude auf Weihnachten gemeinsam zu erleben und miteinander teilen zu können.

Bastelanleitung hier herunterladen >>

Wenn Sie mit Ihren Kindern gerne eigenen Weihnachtsschmuck basteln möchten, haben wir etwas für Sie. Die selbst gebastelten Tannenbäume haben uns so gut gefallen, dass wir die Kinder in Bolivien um eine Bastelanleitung baten. Was Sie benötigen ist Papier, eine Schere, ein Lineal und Zeit mit ihren Liebsten. Wir wünschen viel Spass dabei!
 
Weihnachten - Bunte Farben - blinkende Lichterketten

Die Kinder lieben die bunten Farben und blinkenden Lichterketten. Neben dem Weihnachtsbaum gibt es auch immer eine Krippe im Kinderdorf Casa Padre Wasson in Bolivien.

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Nachrichten_von_nph miriam.moertl@nph-kinderhilfe.org Wed, 17 Nov 2021 13:43:28 +0100
nph Guatemala feiert sein 25jähriges Bestehen https://www.nph-kinderhilfe.org//informieren/aktuelles/nachrichten/detail?tx_ttnews%5Btt_news%5D=7610&cHash=b4832a5313de805da44bd898d3ded8c5 Im November 1996 wurde das nph Kinderdorf in Guatemala gegründet. Seitdem wachsen dort Kinder in... Das Kinderdorf „Casa San Andrès“, in San Andrés Itzapa, wurde im November 1996 gegründet. Im Laufe der Jahre wurde eine Vor-, Grund- und Mittelschule eingerichtet. Die Vor- und Grundschule nach der Montessori Pädagogik; Lehrwerkstätten und eine Krankenstation folgten. 2019 wurde eine Kindertagesstätte für Kinder aus armen Familien eröffnet. 

Im nph-Kinderdorf oder bei ihren Familien werden derzeit 380 Kinder und Jugendliche umfassend betreut. Mehr als 900 Menschen in der unmittelbaren Nachbarschaft werden zusätzlich unterstützt.

Situation im Land

56 % der Bevölkerung in Guatemala leben unterhalb der Armutsgrenze und wie immer sind die Folgen für die Kinder am schlimmsten. Gesundheitsprobleme, Unterernährung und die Pflicht für Kinder zu arbeiten, mit dem Verzicht auf Bildung, sind nur einige schwerwiegenden Probleme, mit denen das Land zu kämpfen hat. Es gilt die Kinder vor Kinderarbeit, Ausbeutung und Gewalt zu schützen.

Guatemala befindet sich auf Platz 112 von 135 Ländern, auf der ganzen Welt, in Bezug auf die Gleichheit der Geschlechter. Das bedeutet, Guatemala ist das Land mit der größten Ungleichheit der Geschlechter in Lateinamerika. Über 50 % der guatemaltekischen Mädchen bekommen ihr erstes Kind vor dem 19. Lebensjahr und im Jahr 2020 waren laut einem Bericht der Tageszeitung „El Diario“, in Guatemala, 111.216 Teenager-Schwangerschaften im Alter zwischen und 15 und 19 Jahren zu verzeichnen.

Das Mädchenförderprogramm „Chicas Poderosas- Starke Mädchen"

Das länderübergreifende nph-Programm „Chicas Poderosas“ (Starke Mädchen) hilft jungen Mädchen, ihre Wirkung auf andere Menschen richtig einzuordnen und zeigt ihnen, wie sie verantwortungsvoll mit ihrem Körper, ihrer Gesundheit und ihren sozialen Beziehungen umgehen.

Zentral ist dabei die umfassende Aufklärung über Themen, die Mädchen unmittelbar betreffen. Ein weiteres Ziel dabei ist, den Mädchen und jungen Frauen Werte an die Hand zu geben, die ein respektvolles Zusammenleben ermöglichen und die sie weitergeben können. Dies leistet einen wichtigen Beitrag, den gleichberechtigen Umgang der Geschlechter zu fördern.

Bildung

nph Guatemala bietet Kindern aus Nachbargemeinden ein Stipendien-Programm. Diesen Kindern wird damit Zugang zu Bildung ermöglicht, da die Eltern meist nicht in der Lage sind, die Kosten für Schuluniformen sowie das Schulmaterial aufzubringen.

Montessorie Kindertagesstätte

Im Montessorie-Kindergarten lernen die ganz Kleinen fürs Leben.

Dank der Unterstützung durch nph gehen viele Mädchen und Jungen aus ärmsten Verhältnissen in die Vor-, Grund- und Mittelschule und erhalten eine berufliche Ausbildung in eigenen Lehrwerkstätten.

Lehrwerkstätten

Es wurde eine Bäckerei, mit Unterstützung eines deutschen Bäckers, im Rahmen des Senior Experten Service (SES) aufgebaut. Eine Schreinerei, Schweißerei, Näherei und eine Lehrküche in Form von Lehrwerkstätten wurden etabliert. Da aufgrund der Pandemie die Schulen in Guatemala derzeit geschlossen sind, lernen Frauen aus den Nachbargemeinden Parramos und San Andrés de Itzapa sich entsprechend ihren Fähigkeiten zu qualifizieren, um sich nach dem Erwerb eines Zertifikates, ihren Broterwerb selbst zu verdienen.

Ausbildung in der Bäckerei

Berufsausbildung in der Bäckerei des Kinderdorfes 

Wie wichtig dies gerade in dieser Pandemie war und ist, zeigen viele kleine Erfolge von Frauen, die sich während dieser Zeit so mit dem Verkauf ihrer Näharbeiten und Backwaren über Wasser hielten und ihre Familie mit dem kleinen Einkommen ernähren konnten.

Reintegration in die Ursprungsfamilie – Familienzusammenführung

Wieder in ihrer Ursprungsfamilie zu leben, ist für die Kinder eine große Veränderung. nph begleitet sie vor, während und nach der Rückkehr.
Seit Einführung des Programms im Jahr 2018 konnten 62 Kinder aus dem nph Kinderdorf in Guatemala zu ihren Ursprungsfamilien zurückkehren. Denn Kinder haben ein Recht darauf, in ihrer Familie, bei ihren Eltern aufzuwachsen zu können. Deshalb hat es sich nph zur Aufgabe gemacht, wo immer es die Umstände zulassen, den Kindern zu ermöglichen zu ihren Familien zurückzukehren und Kinder aus dem Kinderdorf auch wieder mit ihren Familien zusammenzuführen.

Das Programm zur Reintegration sieht eine enge Begleitung und intensive Unterstützung der Kinder und deren Familien vor. nph stellt sicher, dass die Kinder auch zurück in ihren Familien behütet und gut versorgt aufwachsen, eine gute Schulbildung und Förderung erhalten, damit sie sich später ein selbständiges Leben aufbauen können.

Bei diesem Reintegrationsprozess, der für alle Beteiligten eine Heraus-forderung darstellt, da sich die Kinder und die Familie neu aufeinander einstellen müssen, unterstützen Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter. Sie sind Ansprechpartner für alle Familienmitglieder. Doch der Kontakt zu ihren Freunden und Beziehungspersonen im Kinderdorf bleibt erhalten.

nph ermöglicht ihnen, regelmäßig die Freunde im Kinderdorf zu besuchen und an gemeinsamen Aktivitäten teilzunehmen. Mitarbeiter von nph fahren einmal pro Monat zu den Kindern und ihren Familien. Diese Besuche sind nicht nur für die Eltern eine große Unterstützung, sondern geben auch den Kindern die Sicherheit, dass nph weiterhin für sie da ist.

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Nachrichten_von_nph Press Presse agathe.freudl@nph-kinderhilfe.org Thu, 11 Nov 2021 11:43:50 +0100
Haiti nach dem Erdbeben im August 2021 https://www.nph-kinderhilfe.org//informieren/aktuelles/nachrichten/detail?tx_ttnews%5Btt_news%5D=7609&cHash=64133abd2d93dac51e5091e13aa9fda7 Ein Notfall abseits der Straßen und des Radars. nph leistete sofort zielgerichtet Hilfe. Bis zu... Mittlerweile sind mehr als zwei Monate vergangen, nachdem Mitte August ein Erdbeben der Stärke 7,2 die Insel erschütterte und große Schäden, überwiegend in den ländlichen Regionen verursachte sowie zahlreiche Verletzte forderte. 2.200 Menschen kamen ums Leben. Viele Menschen verloren ihre Häuser und Hütten; mehr als 130.000 Menschen wurden obdachlos. Es gab massive Zerstörungen an der Infrastruktur, beispielsweise an Krankenhäusern, Schulen, Büros und Kirchen.

Immer wieder wird Haiti zum Schauplatz von Krisen und Naturgewalten: Vor fünf Jahren verwüstete Hurrikan „Matthew“ das Land, mehr als 500 Menschen starben. Im Januar 2010 kamen bei einem Erdbeben der Stäke 7,0 auf der Richter-Skala mehr als 220.000 Menschen ums Leben und mehr als 1 Million Menschen wurden obdachlos. Und nun ein erneuter Rückschlag in einem Land, dessen Gesundheitssystem ohnehin schwer unterfinanziert und durch die Corona-Pandemie noch stärker strapaziert ist.

Zielgerichtete Hilfe und Versorgung der Menschen

Die Fondation St. Luc, die langjährige Schwesterorganisation von nph und ein hoch motiviertes, krisenerprobtes Team, unter der Leitung von Pater Richard Frechette, drangen unter großen Schwierigkeiten wenige Tage nach dem Erdbeben, mit Lastwagen, vollgepackt mit Baumaterialien und sonstigen Hilfsgütern, in die betroffenen ländlichen Regionen durch.  Mehr als 500 Familien in neun verschiedenen Orten wurden regelmäßig mit Lebensmittelpaketen versorgt.

Erdbeben Haiti - Lebensmittelllieferungen für Familien

Lebensmittellieferungen an Familien werden von nph per LKW angliefert und gemeinsam mit Einheimischen vor Ort verteilt.

Bereits vier Wochen nach dem Erdbeben hatten 60 Familien dank nph und der Schwesterorganisation St. Luc ein Dach über dem Kopf. Vor einer Woche wurden elf Häuser gemeinsam mit den Familien gebaut. Zehn weitere Familien erhielten in Orten, die für die Transportfahrzeuge nicht zugänglich waren, Baumaterialien, um sich ihr eigenes Haus wieder errichten zu können. Das Ziel ist, in den folgenden Wochen und Monaten mindestens 300 bedürftige Familien mit dem Bau eines Zuhauses zu unterstützen. Der Wiederaufbau erfolgt Hand in Hand mit der Bevölkerung.

6.000 Patienten in den ersten Wochen versorgt

Seit dem Erdbeben ist nph vor Ort im Einsatz, vor allem um die Not der Landbevölkerung zu lindern. Medizinische Teams sowohl von nph als auch der Schwesterorganisation St. Luc unterstützen die Krankenhausteams, in den zum Teil zerstörten Gebäuden vor Ort. Die medizinische Nothilfe erreichte in den ersten Wochen rund 6.000 Patienten.

Die Bauern dieser Gegend berichteten, wie viele Menschen in der Gemeinde unter den Trümmern gestorben waren und, dass sie sechs von ihnen retten konnten. Diese Menschen sind Helden der Gemeinschaft.

Erdbeben Haiti - Neubau eines Hauses

Mit Baumaterial und Handwerkern unterstützt nph beim schnellen Wiederaufbau von Unterkünften von Familien.

Die sechs von der Schwesterorganisation St. Luc betriebenen Schulen in der Erdbebenregion blieben unbeschadet und sind seit Anfang Oktober wieder geöffnet. Die Schulen haben weitere Kinder aufgenommen, da deren Schulen komplett zerstört wurden.

Jahrzehntelanges Wirken schafft Vertrauen

nph ist seit 1987 in Haiti und verfügt über die entsprechenden Strukturen und Netzwerke, um schnell Hilfe leisten zu können – auch und gerade in den entlegenen ländlichen Gebieten –, die von klassischen Nothilfeorganisationen oft nicht erreicht werden. nph Haiti und vor allem die Schwesterorganisation Fondation St. Luc arbeiten schon seit langem in den betroffenen Gebieten. St. Luc betreibt im Süden Haitis Schulen und Gesundheitsstationen.

Erdbeben Haiti - Fertigstellung des Neubaus

Gemeinsam ist das neue Zuhause für eine Familie schnell aufgebaut. Eine Familie hat nun eine trockene Unterkunft und eine Sorge weniger für die nächsten Wochen.

Mit den Menschen vor Ort zu sein, ermöglicht schnelle, konkrete Hilfe. Die Netzwerke vor Ort helfen auch beim Transport der Hilfsgüter in die betroffenen und entlegenen Gebiete: Kommen die Lastwagen nicht durch, weil Straßen und Brücken zerstört sind, sind schnell Menschen mobilisiert, die Hilfsgüter umzuladen und weiter zu transportieren. So konnte gleich ab dem Tag des Bebens der Bedarf an Hilfsleistungen eruiert werden und eine zielgenaue Hilfe an die Menschen gelangen, die für sie zunächst am vordringlichsten war.

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Nachrichten_von_nph Press Presse agathe.freudl@nph-kinderhilfe.org Wed, 10 Nov 2021 09:07:30 +0100
Karlsruhes Oberbürgermeister wird kurzfristig zum „Geschichtenerzähler“ https://www.nph-kinderhilfe.org//informieren/aktuelles/nachrichten/detail?tx_ttnews%5Btt_news%5D=7608&cHash=f838c41d7ae6448dac9395076e757928 Karlsruhes OB Dr. Frank Mentrup begeistert Kinder des Betriebskindergartens bei einer Vorlesestunde... Am Donnerstag, den 21.10.2021, um 11.45 Uhr tagen nicht, wie sonst üblich, städtische Gremien im Großen Sitzungssaal, sondern Kinder des Betriebskindergartens lauschen OB Dr. Mentrup beim Geschichten erzählen. Mit dieser Aktion löst OB Dr. Frank Mentrup seinen Wetteinsatz anlässlich der Initiative „1000 Schulen für unsere Welt – eine Schule für Haiti“ ein.

Er hatte der nph Kinderhilfe zugesagt, bei einem Spendenstand von 20.000 Euro Kindern im Kindergarten eine Vorlesestunde zu schenken. Corona bedingt findet diese nun im Rathaus statt, um so den 3G Regeln zu entsprechen. Er liest aus dem Buch „Zippel“ – Das wirklich wahre Schlossgespenst“ von Alex Rühle.

Dabei möchte er den Kindern auch zum Ausdruck bringen, wie wichtig es ist, eine Schulbildung zu erhalten, die nicht allen Kindern auf dieser Welt gegeben ist. Das schlägt die Brücke  zu dem von nph organisierten Spendenprojekt  für den Ausbau der „St. André-Schule“ in Fond-des-Blancs im Süden Haitis. 

Eine Schule für Haiti - Unterricht

Die „St. André-Schule“ in Haiti soll ausgebaut werden, damit die Jugendlichen dort auch ihr Abituir machen können.

Der Ausbau sorgt dafür, dass weitere Schulräume für die Klassen 10 bis 13 sowie Sonderklassen eingerichtet werden können, so dass die Jugendlichen an der „St. André-Schule“ das Abitur erwerben können. Dieser Hurrikan- und erdbebensichere Ausbau war von Beginn an geplant und wird nun mithilfe von Spenden aus Karlsruhe realisiert. Die dafür notwendigen Baukosten, die sich auf 220.000 Euro belaufen, wurden durch verschiedene Aktionen der letzten Monate eingeworben.

Bislang ist die Spendensumme von 120.000 Euro erreicht worden, worüber wir sehr dankbar sind“, so Heidrun Mürdter, Vorständin der nph Kinderhilfe Lateinamerika. „So kann planmäßig mit dem Bau begonnen werden und ich bin zuversichtlich, dass wir den Rest auch noch finanziert bekommen, um die Schule dann im kommenden Jahr fertig zu stellen“, führt Mürdter weiter aus.

„Bildung ist kein Selbstverständnis“

Es freut uns sehr, mit der Stadt Karlsruhe gemeinsam dieses Projekt umzusetzen. Diese Vorlesestunde des Oberbürgermeisters ist gleichzeitig eine gute Gelegenheit, Kindern aufzuzeigen, dass Bildung in vielen Ländern unserer Welt nicht selbstverständlich ist und wie privilegiert wir doch hierzulande sind. Ich appelliere daher an die Karlsruherinnen und Karlsruher: Helfen Sie weiterhin mit, damit die Schule im kommenden Jahr eröffnet werden kann“, so Heidrun Mürdter.

Schulangebot bietet Perspektiven für die Zukunft

Fond-des-Blancs liegt mit ca. 65.000 Einwohnerinnen und Einwohnern ca. 120 km westlich von Haitis Hauptstadt Port-au-Prince und besteht aus vielen kleinen Siedlungen, die ziemlich verstreut sind.

Wie in vielen Regionen Haitis gibt es dort zu wenige Schulen, und so gut wie alle erheben Schulgebühren. Kosten für die verpflichtende Schuluniform und Bücher kommen hinzu und summieren sich auf Beträge, die für die arme Landbevölkerung eine unüberwindbare Hürde bilden. Wegen der schlechten Unterrichtsversorgung siedeln viele Familien in die Hauptstadt-Region um, wo sich ihre Lage aber in der Regel noch verschlechtert. Mit dem erweiterten Schulprogramm wirkt die St. Luc-Stiftung der Landflucht aktiv entgegen.

Bildungsprogramme der St. Luc-Stiftung für 14.000 Kinder

Die St. Luc-Stiftung, die 2001 als Schwesterorganisation von nph Haiti gegründet wurde, hat das Ziel, Waisenkindern eine sinnvolle Beschäftigung im sozialen Bereich zu ermöglichen, wenn sie das nph-Kinderdorf als junge Erwachsene verlassen. Heute unterhält die Stiftung ein landesweites Netzwerk von 32 staatlich anerkannten Grundschulen, eine Sekundarschule für 3.500 Schülerinnen und Schüler sowie zwei Berufsschulen. Insgesamt profitieren über 14.000 Kinder in Haiti von den Bildungsprogrammen der Stiftung. Alle Schulen der Organisation stehen den Kindern armer Familien kostenlos bzw. gegen einen symbolischen Beitrag zur Verfügung.

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Nachrichten_von_nph Press Presse agathe.freudl@nph-kinderhilfe.org Fri, 22 Oct 2021 08:23:43 +0200
Klassenzimmer Küche https://www.nph-kinderhilfe.org//informieren/aktuelles/nachrichten/detail?tx_ttnews%5Btt_news%5D=7607&cHash=57dfdfd8875aebc6e0a3f96235e83ea4 Der 10-jährige Carlo versteht die Welt nicht mehr. Seit 1,5 Jahren ist seine Schule in Guatemala... "Ich vermisse meine Klassenkameraden und meine Lehrerin sehr. Wann dürfen wir endlich wieder in die Schule gehen?" Carlo blickt traurig von seinem Schulheft auf. Die Aufgabe alleine zu lösen, fällt ihm schwer.

Das frustriert auch die Mutter, denn sie kann ihrem Sohn nicht helfen. Carlos Lehrerin unterrichtet den 10-Jährigen und seine Klasse über WhatsApp. Die Verbindung mit dem Handy ist oft schlecht, die Familie teilt sich einen Internetanschluss mit den Nachbarn. Für einen eigenen reicht das Geld nicht aus.

Eine Kindheit voller Entbehrungen

Carlo lebt mit seinem kleinen Bruder Joel und seinen Eltern am Stadtrand von Parramos, eine Autostunde von der Hauptstadt Guatemala City entfernt. Das kleine Haus, in dem sie wohnen, haben seine Eltern selbst gebaut. Carlos Familie ist arm. Sein Vater arbeitet in der Landwirtschaft und verdient rund 130€ im Monat. Susana, seine Mutter, findet von Zeit zu Zeit Arbeit als Tagelöhnerin auf dem Feld.

Das Geld muss für die 4-köpfige Familie zum Überleben reichen. Lebensmittel, Medikamente und die Fahrt mit dem Bus – für mehr bleibt nichts übrig. Ohne die Unterstützung durch nph könnte es sich die Familie nicht leisten, Carlo in die Schule zu schicken. Schon allein aufgrund der Kosten für Bücher und dem benötigten Unterrichtsmaterial.

Fussball - die Leidenschaft von Carlos

Fußballspielen ist Carlos große Leidenschaft. Normalerweise spielt er immer mit seinen Freunden in der Schule.

Über die Hälfte der Menschen in Guatemala leben unterhalb der Armutsgrenze. Der tägliche Kampf ums Überleben bestimmt ihren Alltag. Bildung ist für sie die einzige Chance, dem Kreislauf der Armut zu entkommen. Denn ohne Bildung bleiben Familien häufig über Generationen hinweg arm.

Carlo kennt einige Kinder aus seiner Nachbarschaft, die überhaupt keinen Kontakt mehr zu ihren Lehrern haben. Sie helfen bei der Ernte auf den Feldern. Bei vielen von ihnen ist fraglich, ob sie an die Schulen zurückkehren, wenn die Pandemie eingedämmt ist.

Der Traum vom Beruf

Trotz aller Widrigkeiten – Carlo beißt sich durch und erledigt seine Aufgaben nach wie vor gewissenhaft. Nach der weiterführenden Schule möchte Carlo eine Ausbildung machen. nph unterstützt ihn dabei. Regelmäßig kommt die Sozialarbeiterin vorbei. Sie spricht mit Carlo, hilft ihm, wenn er mit dem Stoff nicht weiterkommt und motiviert ihn, am Ball zu bleiben.

Seit Jahrzehnten begleiten wir Kinder und Jugendlichen auf ihrem Weg ins Erwachsenenalter und raus aus der Armut. Wie das gelingen kann, zeigt Regina aus Honduras. Die 21-Jährige hat im vergangenen Jahr ihr Studium erfolgreich abgeschlossen – unter den schwierigen Bedingungen der Pandemie.

Regina hat es geschafft

Ein Rückblick: Der Vater verlässt die Familie, da ist Regina gerade einmal 4 Jahre alt. Unterhalt zahlt er keinen für seine Tochter und die drei Geschwister. Reginas Mutter erleidet fünf Schlaganfälle. Sie benötigt dringend Medikamente. "Als große Schwester und ältestes Kind habe ich eine Verantwortung für meine Familie. Deshalb sind meine Großmutter und ich betteln gegangen. Was hätten wir sonst machen sollen?"

Im nph-Kinderdorf Rancho Santa Fe erfährt man vom Schicksal der Familie und nimmt sie in die Einrichtung auf. Für Regina rückt ihr großer Traum zum allerersten Mal in ihrem Leben in greifbare Nähe: Sie kann die Schule besuchen und hat die Chance auf eine Ausbildung.

Abschluss als Krankenschwester - Regina hat es geschafft

Regina bei ihrem Abschluss zur Krankenschwester. Aus dem schüchternen Mädchen ist eine selbstbewusste junge Frau geworden.

"Ich wollte immer schon Krankenschwester werden. Menschen zu helfen, ist meine Leidenschaft. Als Kind habe ich die Ärzte, Pflegerinnen und Pfleger im Krankenhaus gesehen, die meine Mutter versorgten. Sie sind meine großen Vorbilder."

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Nachrichten_von_nph miriam.moertl@nph-kinderhilfe.org Fri, 17 Sep 2021 09:35:00 +0200
Wiederaufbau nach dem schweren Erdbeben: Tausende Menschen brauchen weiterhin dringend Ihre Hilfe https://www.nph-kinderhilfe.org//informieren/aktuelles/nachrichten/detail?tx_ttnews%5Btt_news%5D=7606&cHash=7d64033d6a4e8e61b9b573f903db0ca8 Die Wunden des Erdbebens vom 14. August 2021 heilen, doch sie hinterlassen Spuren. Dazu kommt der... «Es war, als würde der Himmel über uns zusammenbrechen. » Vilnord Moise ist gemeinsam mit 50 weiteren Gästen auf einer Beerdigung, als die Erde bebt. 20 Menschen sterben, Vilnord überlebt schwer verletzt. Im St. Luc Family Hospital wird er von Ärzten unserer Schwesternorganisation «Fondation St. Luc» versorgt.

Erdbeben Haiti - Behandlung von Vilnord Moise

Vilnord Moise im St. Luke-Krankenhaus Anfang September. Der 23-Jährige ist auf dem Weg der Besserung. Drei andere Krankenhäuser hatten den schwer Verletzten zuvor abweisen müssen, weil die Kapazitäten nicht ausreichten. Die Operation in St. Luc hat sein Leben gerettet.

Noch immer ist die Not nach dem Erdbeben in Haiti groß

Die gewaltigen Auswirkungen des Bebens vom 14. August 2021 sind Wochen später noch immer allgegenwärtig. 2.200 Menschen sind gestorben, über 12.000 wurden verletzt. Zerstörte Häuser, aufgerissene Straßen, beschädigte Brücken – überall.

Die Menschen schaffen die Trümmer ihrer Existenz beiseite, viele von ihnen sind traumatisiert. Sie haben Angehörige, Freunde und Bekannte verloren oder wurden selbst schwer verletzt.

Das Ausmaß der Katastrophe

  • Über 130.000 Häuser sind komplett eingestürzt oder schwer beschädigt
  • 308 Schulen in den betroffenen Regionen sind so zerstört, dass kein Unterricht stattfinden kann
  • 53 Gesundheitszentren wurden teilweise beschädigt, 6 komplett eingestürzt
  • 81.000 Menschen haben ihren Zugang zu Trinkwasser durch das Erdbeben verloren
  • Über 650.000 Menschen sind derzeit dringend auf humanitäre Hilfe angewiesen – mehr als ein Drittel davon sind Kinder

Dennoch: Der Alltag ist zurück. Jetzt gilt es, weiterzumachen und die zerstörten Häuser, Dörfer und Gemeinden wiederaufzubauen.

Erdbeben Haiti - zerstörte Häuser

Tausende Häuser sind komplett zerstört. Die Menschen brauchen dringend ein Dach über dem Kopf.

Helfen Sie mit, den Menschen ihre Würde wiederzugeben.

In enger Zusammenarbeit mit der Fondation St. Luc und ihrem Leiter Pater Richard setzen wir von nph auf nachhaltige und konstante Hilfe beim Wiederaufbau. Dabei gilt es, in den betroffenen Regionen Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten.  Die Menschen erhalten Baumaterialien, wie Holz, Stahl, Beton und Wellbleche – so können sie ihre Häuser wiederaufbauen.

Erdbeben Haiti - Wiederaufbau Materialtransport

Pater Richard (rechts) mit einem Aufbauteam. Alle packen mit an, die Solidarität unter den Haitianern ist groß. Denn jede*r weiß, was Verlust bedeutet.

Ein Dach über dem Kopf, ein sicheres Zuhause

Nur mit Ihrer Spende ist es uns möglich, die notwendige Aufbauarbeit auf Haiti leisten zu können.

  • Mit Baumaterialien, Holz und Wellblech erhalten die Menschen ein Dach über dem Kopf.
  • Saatgut ermöglicht es den Familien, schnell wieder selbst ihre Existenz sichern zu können.
  • Mit Lebensmittelhilfen sichern wir die Grundversorgung: die Hilfslieferungen umfassen u.a. Reis, Hirse, Mais, Bohnen, Öl und Mehl

Bitte helfen Sie!

Mit Ihrer Spende schenken Sie den Menschen auf Haiti Hoffnung und die Zuversicht, dass sie im Schatten der globalen Ereignisse nicht in Vergessenheit geraten.

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Nachrichten_von_nph miriam.moertl@nph-kinderhilfe.org Thu, 16 Sep 2021 09:30:19 +0200