nph Kinderhilfe Lateinamerika Nachrichten https://www.nph-kinderhilfe.org/ Neueste Nachrichten von nph Kinderhilfe Lateinamerika de nph Kinderhilfe Lateinamerika Nachrichten https://www.nph-kinderhilfe.org/typo3conf/ext/tt_news/ext_icon.gif https://www.nph-kinderhilfe.org/ 18 16 Neueste Nachrichten von nph Kinderhilfe Lateinamerika TYPO3 - get.content.right http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss Wed, 02 Oct 2019 17:57:03 +0200 Dramatische Entwicklungen in Haiti https://www.nph-kinderhilfe.org//news/newsdetail?tx_ttnews%5Btt_news%5D=7416&cHash=cc73dc937dc44bb5dfd4f61ee894c58d Seit Jahrzehnten engagiert sich nph mit verschiedenen Einrichtungen und Hilfsprogrammen in Haiti.... Bereits seit einigen Monaten ist die enorme Inflation ein großes Problem für die Bevölkerung in Haiti. Die Preise für Lebensmittel, Medizin und Benzin sind stark angestiegen. So sind innerhalb eines Jahres beispielsweise die Preise für verschiedene Hauptnahrungsmittel um bis zu 49 Prozent gestiegen. Diese finanziellen Mehrkosten kann die Bevölkerung mit ihrem ohnehin niedrigen Einkommen nicht ausgleichen. Die bereits unzureichenden Lebensbedingungen haben sich dadurch weiterhin stark verschlechtert. Gewalt, Ausschreitungen und Straßensperrungen sind mittlerweile alltäglich, da die Bevölkerung sich gegen die Politik zu wehren versucht. Hiervon sind nun auch die Helfer und Einrichtungen von nph betroffen.

Weitere Verschlechterungen in der medizinischen Versorgung

Durch immer weitere Schließungen der staatlichen Krankenhäuser oder einzelnen Abteilungen hiervon, ist der Andrang auf das nph-Krankenhaus St. Damien deutlich gestiegen. Die Helfer vor Ort müssen jedoch nicht nur versuchen, den erhöhten Bedarf an medizinischer Betreuung zu kompensieren, sondern haben selbst konkrete Probleme durch die Ausschreitungen. Ob Mehrkosten durch die Inflation, ein Mangel an Medikamenten und medizinischem Material, Benzinknappheit oder eine unzureichende Lebensmittelversorgung – die Gesamtsituation ist sehr angespannt. Das medizinische Personal hat darüber hinaus große Schwierigkeiten, zur Arbeit zu kommen, da die Straßenblockaden derzeit lediglich mit Rettungsfahrzeugen passiert werden können. Sämtliche Erledigungen sowie Transporte der nph-Mitarbeiter müssen daher mit den zwei vorhandenen nph-Rettungsfahrzeugen absolviert werden.

Schlechte Versorgung durch Unruhen in Haiti

Durch die gewaltätigen Unruhen und steigenden Preise wird die Versorgungslage der Bevölkerung immer schwieriger.

Angriff auf die Mitarbeiter von nph

Vor wenigen Tagen wurde das Team von nph angegriffen, nachdem es verstorbenen Menschen die letzte Ehre im Rahmen einer Beisetzung erwies. Einige gewaltsame Gruppierungen hörten einen Radiobeitrag mit Falschinformationen, der dazu führte, dass sich der Hass erstmals gegen die nph-Mitarbeiter entlud und innerhalb kürzester Zeit ausartete: Das Team wurde mit Steinen beworfen, bedroht, und ein nph-Fahrzeug wurde vollständig abgebrannt. Die mediale Darstellung wurde zwar nachträglich korrigiert – und die Bevölkerung darüber aufgeklärt, dass nph keine politischen Verbindungen hat und es sich bei den Toten, die das Team würdig bestattete, ausschließlich um arme Menschen handelte. Doch zu diesem Zeitpunkt der Klarstellung war das nph-Team um Pater Richard bereits attackiert worden. Unter Einsatz ihres Lebens konnten sich schließlich alle Mitarbeiter mit Hilfe von anderen Gruppierungen retten.

Ein Transport-LKW von nph Haiti wurde angegriffen und abgebrannt.

Ein Transport-LKW von nph Haiti wurde angegriffen und abgebrannt. Die Mitarbeiter von nph konnten sich gerade noch retten.

Stillstand des öffentlichen Lebens

Insgesamt steht das öffentliche Leben nahezu still. Lebensmittel und Benzin sind nicht nur überteuert, sondern kaum noch zu beschaffen – und die Banken sind tagelang geschlossen. Die Vorräte in den Kinderdörfern sowie im Krankenhaus werden deutlich weniger und reichen lediglich noch für einige Tage. Die Bevölkerung und Helfer von nph sind daher dringend auf Unterstützung angewiesen – zumal bisher kaum medial über die aktuellen Zustände in Haiti berichtet wurde.

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Nachrichten_von_nph Presse agathe.freudl@nph-kinderhilfe.org Wed, 02 Oct 2019 17:57:03 +0200
Hilfsprogramme werden durch Nächstenliebe ermöglicht https://www.nph-kinderhilfe.org//news/newsdetail?tx_ttnews%5Btt_news%5D=7400&cHash=dbbed3185c74ecf544aaba78471cc435 In vielen Teilen der Welt fehlt es Menschen an medizinischer Versorgung, Bildung, Nahrung und... Obwohl sich viele Menschen nur ungern mit ihrem eigenen Tod auseinandersetzen, ist es wichtig und auch beruhigend, den eigenen Nachlass möglichst frühzeitig zu regeln. Bei dem Verfassen eines Testaments kann man jedoch nicht nur die eigene Familie und nahestehende Menschen berücksichtigen, sondern auch gemeinnützige Organisationen. Auf diese Weise kann man etwas Gutes hinterlassen – unabhängig von der Höhe des Nachlasses.

Jeder Euro aus dem Nachlass kommt an

Es muss nicht immer eine Großspende sein: Die von nph in den Projektländern geförderten Kinder profitieren von jedem Beitrag. Bei einem Nachlass, der einer gemeinnützigen Organisation zugutekommt, fällt außerdem keine Erbschaftssteuer an. Durch diese Steuerbefreiung können die Nachlässe vollständig für den guten Zweck eingesetzt werden.

Rechtmäßigkeit des Testaments sicherstellen

Wichtig ist, dass ein Testament aus rechtlicher Sicht korrekt verfasst wurde. Eine Übersicht hierzu finden Sie auf der Homepage von nph unter nph-kinderhilfe.org/testament. Weitere Informationen zur Initiative „Mein Erbe tut Gutes. Das Prinzip Apfelbaum“ erteilt nph darüber hinaus gern auch auf persönliche Nachfrage.

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Nachrichten_von_nph agathe.freudl@nph-kinderdorf.org Tue, 10 Sep 2019 10:03:00 +0200
Schule in Lateinamerika: Ein System kurz vor dem Kollaps https://www.nph-kinderhilfe.org//news/newsdetail?tx_ttnews%5Btt_news%5D=7390&cHash=106a87dd539d14af4a48f339d615d985 Veraltete Konzepte, marode Infrastruktur, frustrierte Lehrer: Lehren und Lernen in Lateinamerika... Unser Interviewpartner Markus Streit arbeitet seit 16 Jahren als Bildungsexperte für Lateinamerika und hat insgesamt zwei Jahre mit seiner Familie in der Region verbracht. Derzeit ist er pädagogischer Koordinator für die nph-Kinderhilfe.

nph: Wie kann man sich den Unterricht an staatlichen Schulen in Lateinamerika praktisch vorstellen?

Markus Streit: „Man darf natürlich nicht verallgemeinern, aber einige Dinge sind schon anders als in Deutschland. Zunächst mal ist das Unterrichtsniveau einfach niedriger. Das zeigen auch aktuelle Studien, beispielsweise der Weltbank und der UNESCO. Viele Kinder können nach der Grundschule nicht lesen und schreiben, und da es oftmals kein Sitzenbleiben gibt – und damit nicht die Chance, Gelerntes zu vertiefen – werden Kinder durchs Schulsystem geschleust, ohne die Inhalte richtig zu verinnerlichen. Wie bei uns vor vielen Jahrzehnten, setzt der Lehrplan aufs Wiedergeben von Inhalten, weniger aufs Verstehen und Hinterfragen.“

nph: Welche Gründe gibt es noch dafür, dass nicht alle Kinder in Lateinamerika eine gute Schulbildung bekommen?

Markus Streit: „Die Klassen sind sehr voll. In Honduras kenne ich ein Beispiel, wo eine Lehrkraft alleine Unterricht in einem Schulraum für insgesamt 36 Kinder der Klassen 1 bis 6 abhält. Das geht sehr chaotisch zu. – Generell kann man sagen, dass das Bildungssystem in den großen Städten besser ist. Der Nahverkehr ist besser, die gesamte Infrastruktur ... Anderseits gibt es in vielen Städten auch Bandengewalt, Diebstähle und Bedrohungen, die dazu führen, dass Kinder nicht alleine zur Schule gehen können und auch in der Schule Gewalt erleben. Die Gewalt ist besonders in Mittelamerika extrem schlimm.“

Für die Schülerinnen und Schüler muss ein sicherer Schulweg gewährleistet sein, wie hier im nph-Kinderdorf in Peru.

„Armut ist das größte Bildungsproblem.“

nph: Schulen sind also teilweise schlecht ausgestattet, das Lernumfeld schwierig ...

Markus Streit: „Das zweite große Problem der öffentlichen Schulen ist, dass die Lehrer oftmals selbst nicht gut ausgebildet sind und häufig fehlen. Das kann an Streiks oder Unruhen liegen, aber auch daran, dass sie ihr Gehalt durch Zweitjobs aufbessern müssen. Häufig stellen wir zudem fest, dass die Lehrerinnen und Lehrer schlicht überfordert sind. Auf Seiten der Kinder und ihrer Familien ist Armut sicher das größte Problem, und das in doppelter Hinsicht. Kinder müssen teils schon arbeiten und zum Familieneinkommen beitragen, weshalb sie nicht zur Schule gehen können. Dazu kommt, dass die Familien oft schlicht kein Geld für Schulmaterialien, Bücher und die obligatorische Schulkleidung haben. Grob gesagt, haben Arme einen schlechten Zugang zu schlechter Bildung, während wohlhabende, meist urbane Schichten ihre Kinder auf gute Privatschulen schicken können.“

In Lateinamerika können die Familien häufig die einheitliche Schulkleidung und die Lernmaterialien nicht finanzieren. In den nph-Schulen übernehmen das die Spender und Unterstützer aus der ganzen Welt. Im Bild: Eine Lernsituation in Guatemala.

nph: Welchen Stellenwert hat Bildung in Lateinamerika?

Markus Streit: „Insgesamt kann man sagen, dass Bildung in den lateinamerikanischen Gesellschaften einen geringeren Stellenwert einnimmt. Natürlich unterscheidet sich das auch von Land zu Land. Peru oder Mexiko, um zwei herauszugreifen, legen Wert auf ein gutes Bildungssystem. Zudem gibt es beispielsweise auch in allen Ländern, wo wir tätig sind, Bestrebungen, das Lernen frühstmöglich anzusetzen und 4- bis 5-jährige Kinder schon vor der eigentlichen Grundschule in einer Art Vorschule recht intensiv zu unterrichten. Die Verschulung der frühkindlichen Bildung geht so weit, dass wir in Peru derzeit einen Spielplatz bauen, damit die Kinder nach dem Kindergarten mal so richtig toben können.“

„Wir unterhalten eigene Schulen und unterstützen auch die Eltern.“

nph: Wie organisiert sich nph in dieser schwierigen Gesamtsituation?

Markus Streit: „Wir unterhalten an fast allen Standorten nph-eigene Schulen, teilweise auch Kindergärten, Elternzentren oder Lehrwerkstätten. Wir unterstützen also auch die Eltern dabei, ihren Kindern das Lernen erst zu ermöglichen – zum Beispiel indem sie ihnen einen Platz und Ruhe für die Hausaufgaben einräumen. Durch Gesundheitszentren in unseren Kinderdörfern können wir sicherstellen, dass die Kinder gesund und körperlich fit sind; über unsere Verpflegung ist gewährleistet, dass sie nicht mit knurrendem Magen im Unterricht sitzen. Zudem behandeln und bezahlen wir die Lehrer gut, die dann motivierter sind als im staatlichen Schuldienst, auch wenn sie nach dem staatlichen Lehrplan arbeiten.“

Die Lehrkräfte an den nph-eigenen Schulen unterrichten nach staatlichem Lehrplan. So ist sichergestellt, dass die Kinder einen staatlichen Abschluss bekommen und weitergehende Schulen besuchen können.

nph: Aber das Ganze ist kein geschlossenes System ...

Markus Streit: „Nein, wir gehen immer mehr dazu über, unsere Infrastruktur für die umliegenden Gemeinden zu öffnen. So kommen beispielsweise in Nicaragua und Guatemala auf 70 Kinder im Kinderdorf jeweils weitere 140 Externe, die nur den Tag in unseren Einrichtungen verbringen. So profitieren nicht nur die Kinder und Jugendlichen, die bei uns leben, sondern auch die Jungen und Mädchen aus armen Familien aus der Nachbarschaft. Dabei legen wir besonderen Wert darauf, der Diskriminierung von Minderheiten und von Mädchen entgegenzuwirken. Zum Beispiel versuchen wir, Mädchen zu stärken und durch Aufklärung vor ungewollten Schwangerschaften im Teenagealter zu bewahren.“

So funktioniert Schule in Lateinamerika

In der Regel gibt es zwei Schulen, von der Klasse 1 bis 6 die Grundschule, von der 7 bis zur 12 die Sekundarschule. Der Schulabschluss heißt Bachillerato. Dieses System gilt für alle Schüler, es gibt keine anderen Schularten – allerdings auch keine individuelle Förderung. Für ein Fachabitur, ein technisches Bachillerato, fokussieren sich die Jugendlichen bereits auf der Schule auf ein technisches Fach, Pflege, Tourismus oder Landwirtschaft. Damit können sie in einigen Berufsfeldern bereits als Hilfskräfte arbeiten. Es gibt staatliche Schulen mit – meist – schlechtem Unterrichtsniveau und teurere Privatschulen mit besserem Niveau.
 

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Nachrichten_von_nph cordula.schulze@nph.org Wed, 04 Sep 2019 08:00:00 +0200
Lehrer sein bei nph: Bildung mit Bindung https://www.nph-kinderhilfe.org//news/newsdetail?tx_ttnews%5Btt_news%5D=7392&cHash=87d7efe0a67ffe1b3d002dca65d21a2a Oscar ist einer der 375 Pädagogen, die an den nph-eigenen Schulen tätig sind. Für seine... Lehrer an öffentlichen Schulen haben einen schweren Stand in Lateinamerika – sie verdienen schlecht, müssen mit wenigen Schulmaterialien in teils maroden Räumlichkeiten den Unterricht gestalten. Weil sie in der Regel lieber in der Stadt mit funktionierender Infrastruktur arbeiten wollen, sind die Positionen im ländlichen Raum sehr unbeliebt. Andererseits sind die Städte aufgrund der hohen Gewalt oft gefährliche Orte; Lehrer sind nicht selten selbst Opfer von Gewalt im Klassenraum.

Kinder aus armen Familien verstehen und ermutigen

Und dennoch gibt es Lehrer, die ihren Beruf lieben und mit Hingabe ausfüllen. Oscar ist einer von ihnen. Mit dem Diplom der Staatlichen Universität von El Salvador in der Tasche arbeitete der Pädagoge zunächst einige Jahre, bis er arbeitslos wurde und sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser halten musste. Als alleinerziehender Vater hat er nicht nur Verantwortung für sich, sondern auch für seinen kleinen Sohn. Heute – genauer gesagt seit 2015 – ist er Teil der nph-Familie und unterrichtet im nph-Kinderdorf in El Salvador. Weil er selbst schwere Phasen durchlitten hat, kann er sich leicht in die Situation der nph-Schützlinge hineinversetzen. Von den 16 Kindern in seiner aktuellen Klasse leben 11 im nph-Kinderdorf, 5 kommen aus armen Familien der Umgebung. Oscar versteht die Eltern, die Verzweiflung über Arbeitslosigkeit und Chancenlosigkeit. Und er ist ein Positivbeispiel, und er weiß wie wichtig das für die Kinder ist. Deshalb spricht er auch mit ihnen über seine eigenen Erfahrungen. In diesem Jahr unterrichtet Oscar in der nph-Schule El Salvador die 8. Klassen.

Den Wert der Unterstützung würdigen

Beeindruckt von den Lehren von Padre Wasson beginnt der Lehrer den Unterricht morgens mit einem Gebet. Es ist ihm auch wichtig, dass die Kinder den Wert der Unterstützung begreifen, die sie von nph erhalten. In früheren Lehrerstellen habe er keine so enge Verbindung zu seinen Schülerinnen und Schülern aufbauen können wie bei nph, sagt Oscar: „Die Arbeit hier hat mein Leben verändert. Ich darf das tun, was ich gerne tue – unterrichten. Und ich darf das mit den Menschen tun, die ich als meine Familie betrachte.“ Die Bildungssituation in Lateinamerika ist generell schwierig. Lehrern fehlen Motivation, Bildungsgrundlagen und die Schulmaterialien. Die große Armut besonders auf dem Land benachteiligt traditionell die indigene Bevölkerung sowie Mädchen. Für die Familien ist es schwierig oder oft auch ganz unmöglich, die Kosten für den Schulbesuch zu tragen; die Kinder müssen zudem häufig zum Familieneinkommen beitragen.

Umfassendes ganzheitliches Angebot für jedes Kind

Die Lehrer in den nph-eigenen Schulen unterrichten nach dem staatlichen Lehrplan. Schließlich sollen die Kinder die Schule auch mit einem staatlichen Abschluss beenden, der sie zum Besuch einer Universität oder anderen weiterführenden Institutionen befähigt. Bildung nimmt im Engagement von nph in den neun Lateinamerikanischen Ländern großen Raum ein. Von der Schulbildung über die Lehrwerkstätten bis hin zu Universitätsstipendien reicht der Bogen. Auch frühkindliche Montessorigruppen, Sexualaufklärung, religiöse Unterweisung und Inklusionsprogramme gehören bei nph dazu. Bei nph erhalten die Kinder eine ganzheitliche Erziehung, die auf den Fähigkeiten jedes einzelnen Kindes beruht. Viele der Kinder begleitet die nph-Familie vom Kindergarten bis zur Universität. Andere, die sich eher für eine praktische Berufsausbildung begeistern können, durchlaufen eine anerkannte Berufsausbildung. So sind sie aufs Berufsleben vorbereitet und können eine Arbeit ergreifen, die sie sinnvoll und nützlich finden. nph legt Wert darauf, den Bildungsweg jedes Kindes individuell auf seine Bedürfnisse, Wünsche, Probleme und Ziele abzustimmen. Ein Pausenschwatz mit einigen Schülerinnen gehört für den engagierten Pädagogen Oscar in El Salvador zum Schulalltag.

Ein Recht auf Zukunft für alle

Unser Ziel und unsere Verantwortung bei nph liegen nicht nur darin, uns heute um die Kinder zu kümmern, sondern auch, sie auf die Zukunft vorzubereiten. Wir glauben daran, dass jedes Kind ein Recht auf Zukunft und Bildung hat. #EveryChildDeservesAFuture und #EveryChildDeservesEducation]]>
Nachrichten_von_nph cordula.schulze@nph.org Thu, 29 Aug 2019 10:03:00 +0200
1,5 Millionen Spende für nph-Kinderhilfe https://www.nph-kinderhilfe.org//news/newsdetail?tx_ttnews%5Btt_news%5D=7388&cHash=ce003a86703b861a9cd7d7c91ab96d43 1,5 Millionen Euro beträgt die Fördersumme der SKala-Initiative für das Projekt „Gesunde Schule –... Haiti ist geografisch extrem verwundbar. Ständig wiederkehrende Naturkatastrophen, wie das Erdbeben im Jahre 2010 zerstörten hunderttausende Existenzgrundlagen und führten mit der schweren Cholera-Epidemie dazu, dass der sanitäre Notstand ausgerufen wurde. Hurrikan Mathew richtete 2016 erneute eine enorme Zerstörung an, von der sich besonders die Küstengebiete nur langsam erholen. Diese Katastrophen treffen die Schwächsten der Bevölkerung am Härtesten, insbesondere die Kinder. Die schlechte Basisgesundheit schwächt die Resilienz haitianischer Familien gegenüber Krisen und sorgt dafür, dass sie sich nur schwer von externen Belastungen erholen können. Zu den Haupttodesursachen von haitianischen Kindern zählen immer noch heilbare Krankheiten wie Atemwegsinfektionen, Durchfallerkrankungen und nicht übertragbare Krankheiten, wobei 42 Prozent der haitianischen Bevölkerung nicht einmal Zugang zu sauberem Trinkwasser haben.

Permanente Trinkwasser- und Medizinversorgung an Schulen in Haiti

Ziel des Projektes ist die Verbesserung der Gesundheitssituation von 5.500 Kindern zwischen drei und sechzehn Jahren. In jede der 18 Grundschulen wird zunächst ein ärztliches Team entsendet, das die Kinder untersucht sowie Lehrer und Eltern für die Wichtigkeit von Hygiene und Medizin sensibilisiert. In jeder Schule wird mit Brunnen, Zisternen und Aufbereitungssystemen zudem permanenter Zugang zu Trinkwasser geschaffen. Von der verbesserten Basisgesundheit, Gesundheitsprävention und dem Zugang zu sauberem Trinkwasser profitieren nicht nur die Familien der Kinder, sondern insgesamt 450.000 Menschen aus den umliegenden Gemeinden. Langfristig werden lokale Gesundheitseinrichtungen identifiziert und in das Projekt eingebunden sowie an geeigneten Orten Schulapotheken eingerichtet.

Förderung von 1,5 Millionen Euro durch die SKala-Initiative in den nächsten drei Jahren

SKala ist eine Initiative der Unternehmerin Susanne Klatten in Partnerschaft mit dem gemeinnützigen Analyse- und Beratungshaus PHINEO. Susanne Klatten stellt mit der Initiative für gemeinnützige Organisationen und Projekte bis zu 100 Millionen Euro zur Verfügung. „Es ist für mich eine Herzenssache, engagierte Menschen, die mit ihren Ideen und Aktivitäten unser Gemeinwesen stärken, zu fördern und ihnen Anerkennung zu geben. Mit der SKala-Initiative möchte ich diesen Menschen neue Wege und das Wachstum ihren Engagements ermöglichen“, so Susanne Klatten zur Förderung des Projektes von nph. „Wir sehen die Spende der SKala-Initiative außerdem als Bestätigung für den seriösen Umgang mit den uns anvertrauten Geldern an. Die Experten bei PHINEO finden in uns einen professionellen Partner und eine hohe Qualität der Projektentwicklung, -betreuung und -umsetzung“, so Heiko Seeger, Vorstandsvorsitzender der nph Kinderhilfe Lateinamerika e. V.
Besonders in Haiti hat die nph-Kinderhilfe entsprechende Erfahrungen und konnte vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung mitfinanzierte Großprojekte erfolgreich abschließen.

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Presse Nachrichten_von_nph agathe.freudl@nph-kinderhilfe.org Wed, 28 Aug 2019 10:03:00 +0200
nph präsentiert sich bei DAS FEST https://www.nph-kinderhilfe.org//news/newsdetail?tx_ttnews%5Btt_news%5D=7386&cHash=cfdb175edfa29759d80e19e470c86a17 Karlsruher Hilfsorganisation stellt sich am Festivalwochenende den Besuchern vor. Am Samstag, 20. Juli und Sonntag, 21. Juli wird die nph Kinderhilfe Lateinamerika e. V. bei DAS FEST in Karlsruhe vertreten sein. Während nph bereits seit Jahrzehnten als Hilfsorganisation international bekannt ist, möchte die Organisation auch in der Region Karlsruhe den Fokus auf mehr Bekanntheit legen. Durch die Teilnahme bei DAS FEST soll das Interesse für die Arbeit von nph geweckt werden. Interessierte haben die Möglichkeit sich über die neun Projektländer in Lateinamerika, in denen nph aktiv ist, ausführlich zu informieren, Projekte kennen zu lernen sowie sich auch über den Freiwilligendienst zu erkundigen. Denn die internationalen Freiwilligen sind ein unentbehrlicher Teil der großen nph-Familie. Auf ein besonderes Highlight dürfen sich die kleinen Festivalbesucher am Sonntag freuen: Von 12 bis 17 Uhr findet am Stand von nph das Kinderschminken statt. Zu finden ist nph auf der Infomeile an Stand I 13.09. ]]> Nachrichten_von_nph Presse Tue, 11 Jun 2019 10:03:00 +0200 nph, ein Zuhause für alle Kinder https://www.nph-kinderhilfe.org//news/newsdetail?tx_ttnews%5Btt_news%5D=7385&cHash=57713b1f151b92caf33bd10cfd21729a Viele Kinder mit Behinderungen erleben in Lateinamerika und der Karibik täglich Ausgrenzung und... Casa San Marco wurde von Anfang an behindertengerecht gebaut.

Casa San Marco - ein ganz besonderes Haus

Aus diesem Grund gibt es in den meisten Kinderdörfern auch spezielle Häuser für Kinder und junge Erwachsene mit Behinderungen. In der Dominikanischen Republik kümmern sich die Betreuer von Casa San Marco um 21 Kinder und junge Erwachsene mit den unterschiedlichsten Behinderungen, 14 leben ständig dort, sieben kommen täglich zur Therapie. Die Gebäude sind an die Bedürfnisse der Bewohner angepasst. Das Haus dient auch als Rehabilitationshaus mit mehreren Therapieräumen. Hier werden sowohl physische, sprachliche als auch therapeutische Behandlungen durchgeführt. Auch Zähne putzen will gelernt sein.

Spezielle Förderung

Das Casa-San-Marco-Programm ist entsprechend auf die Bedürfnisse der Kinder und Erwachsenen hin entwickelt worden. Momentan leben im Haus sechs männliche und acht weibliche Bewohner. Neben Erkrankungen wie dem Down- oder Rett-Syndrom (eintretender Entwicklungsstillstand nach 6 bis 18 Monaten) wurden bei den Bewohnern unter anderem spastische Erkrankungen sowie Autismus diagnostiziert. Unser Ziel ist es, eine Umgebung zu schaffen, die es den Bewohnern ermöglicht, ihre Fähigkeiten in vollem Umfang zu entfalten. Die Kinder aus dem San-Marco-Haus werden liebevoll von den anderen nph-Schützlingen umsorgt.

Alle gehören dazu

nph heißt jedes Kind willkommen, unabhängig von seiner körperlichen oder seelischen Verfassung, seiner Herkunft oder seiner Religion. Die Kinder lernen in den Kinderdörfern, dass der Umgang miteinander geprägt ist von Zuwendung, Rücksichtnahme, Achtung und Geborgenheit. Für alle ist der Umgang mit Behinderten normal. Oft kommen nph-Geschwister ins San-Marco-Haus, um mit den dortigen Kindern zu spielen oder sie auszufahren.]]>
Nachrichten_von_nph claudia.wohlert@nph-kinderhilfe.org Mon, 03 Jun 2019 10:03:00 +0200
nph - die wohl größte internationale Familie der Welt https://www.nph-kinderhilfe.org//news/newsdetail?tx_ttnews%5Btt_news%5D=7384&cHash=7f3af68779b2acd5d7b4201831a79eed Der Aspekt Familie stand bereits im Vordergrund, als Padre Wasson 1954 den Grundstein für nph legte... Ein geborgenes Zuhause in einer großen Familie Am 15. Mai findet der „Internationale Tag der Familie“ statt – ein offizieller Gedenktag der Vereinten Nationen. Wenn Eltern die Entscheidung treffen, ihre Kinder an einem anderen Ort aufwachsen zu lassen, ist dies emotional betrachtet sicherlich keine leichte Entscheidung. Familie und Freunde - das finden Kinder und Jugendliche bei nph. Rational betrachtet, handeln viele Familien vor allem im Sinne und zum Wohl ihrer Kinder, denn in den nph-Kinderdörfern kümmert sich eine liebevolle, große Familie täglich um die Bedürfnisse der Kinder und sorgt für warme Mahlzeiten, Bildung und medizinische Betreuung. Seit Bestehen von nph haben mehr als 18.000 Kinder in der nph- Familie ein geborgenes Zuhause gefunden. Heute leben rund 3.200 Kinder in den zehn Kinderdörfern in Lateinamerika: in Bolivien, der Dominikanischen Republik, El Salvador, Guatemala, Haiti, Honduras, Mexiko, Nicaragua und Peru. Von den Nachbarschaftsprogrammen profitieren darüber hinaus rund 250.000 Menschen aus der Umgebung der Kinderdörfer.

Betreute Rückkehr sichert das Wohlergehen der Kinder

Mithilfe von regelmäßigen Treffen sorgt nph dafür, dass der Kontakt zur Ursprungfamilie erhalten bleibt. Wenn die Kinder im Laufe der Jahre freiwillig zu ihrer leiblichen Familie zurückkehren möchten, werden sie auf ihrem Weg dorthin begleitet – sowohl mit finanziellen Hilfen als auch mit einer regelmäßigen Betreuung in ihrem neuen Umfeld und Alltag. Sozialarbeiter besuchen regelmäßig Kinder, die in ihre Ursprungsfamilien zurückgekehrt sind. Obwohl die Kinder sich auf ihre Ursprungsfamilie freuen, fällt der Abschied vom Kinderdorf und ihrer großen nph-Familie erfahrungsgemäß schwer. Um den Prozess zu erleichtern, ermöglicht nph ihnen daher auch weiterhin regelmäßige Besuche und Aktivitäten im Kinderdorf.]]>
Presse Nachrichten_von_nph agathe.freudl@nph-kinderhilfe.org Wed, 15 May 2019 00:00:00 +0200
Zum Muttertag den Ursprung des Lebens schätzen https://www.nph-kinderhilfe.org//news/newsdetail?tx_ttnews%5Btt_news%5D=7383&cHash=c7944e877b72486a730882a179a03e93 Jedes Kind auf dieser Erde verdankt sein Leben einem ganz besonderen Menschen: Einer Mutter, die... Mütter, die von ihrer Schwangerschaft überrascht wurden oder ihr Kind aus verschiedenen Gründen in einem problembehafteten Umfeld zur Welt bringen müssen. Bereits bei der Geburt fehlt vielen Frauen die dringend benötigte Unterstützung und medizinische Hilfe. nph setzt deshalb bereits zu diesem frühen Zeitpunkt mit einer vollumfänglichen Unterstützung an. Dadurch haben beispielsweise Mütter in Haiti die Möglichkeit, ihr Kind unter guten medizinischen und menschlichen Bedingungen im nph-Krankenhaus St. Damian zu entbinden. Feliz Dia Mama - Glücklicher Muttertag

Unterstützung für Mütter, die ihre Kinder nicht versorgen können

Auch in der Zeit danach kann es für Mütter erforderlich sein, Hilfe in Anspruch nehmen zu müssen – ob aus finanziellen, gesundheitlichen oder sozialen Gründen. Insbesondere in finanziell schwächeren Ländern fehlt es oftmals an staatlichen Unterstützungsangeboten. Ohne verschiedene Angebote von Hilfsorganisationen würden sicherlich deutlich mehr Kinder an einer Unterversorgung leiden. In den nph-Kinderdörfern in Lateinamerika finden daher Kinder ein Zuhause, deren Eltern sie in der Vergangenheit nicht ausreichend mit Nahrung, Liebe oder anderen wichtigen Elementen versorgen konnten. Zum Muttertag führen die Kinder im nph-Kinderdorf eine große Aufführung zu Ehren ihrer Mütter auf.

Zusammenführung mit der Familie unter verbesserten Bedingungen

In den nph-Kinderdörfern können die Kinder unbeschwert in einer liebevollen Familie aufwachsen. Keinesfalls soll dies jedoch den Kontakt und Umgang mit den leiblichen Eltern unterbinden. Regelmäßige Besuche sind erwünscht und das vordergründige, langfristige Ziel ist in den meisten Fällen eine Zusammenführung der Familie anzustreben. Während die betroffenen Kinder in der Obhut der nph-Kinderdörfer aufwachsen, werden die Familien mit verschiedenen Programmen auf dem Weg in eine bessere Zukunft begleitet. Zum Muttertag treffen viele Kinder ihre Mütter beim großen Fest im nph-Kinderdorf.]]>
Nachrichten_von_nph agathe.freudl@nph-kinderhilfe.org Thu, 09 May 2019 10:03:00 +0200
Augenarzt Dr. Christian Scheib im Gespräch über sein ehrenamtliches Engagement https://www.nph-kinderhilfe.org//news/newsdetail?tx_ttnews%5Btt_news%5D=7382&cHash=d35cff1291cccb4c0a3542358d4fdf66 Ehrenamtliche Helfer unterstützen die nph-Mitarbeiter vor Ort bei ihrer Arbeit. Der deutsche... nph: Welche drei Wörter fallen Ihnen ein, wenn Sie an Ihre Einsätze in den Kinderdörfern von nph Kinderhilfe Lateinamerika denken? Dr. Scheib: Liebe, Fröhlichkeit und Glück. Auch wenn das für einige pathetisch klingen mag, diese drei Wörter beschreiben genau mein Empfinden. nph: Sie engagieren sich seit 2011 für nph. Warum haben Sie diese Hilfsorganisation gewählt? Dr. Scheib: Armando Arteaga, Aufsichtsratsmitglied bei nph, ist mein Patient. Er wusste, dass ich mich ehrenamtlich für Kinder in Entwicklungsländern einsetze. Eines Tages fragte er, ob ich mich nicht auch um die nph-Schützlinge kümmern könnte. Ich erkundigte mich über die Arbeit der Hilfsorganisation und sie überzeugte mich. Anschließend besprach ich das Projekt mit meiner Frau und seitdem arbeite ich mit viel Freude für nph. nph: Sie nehmen Ihren Urlaub, um armen Kindern weit weg von Deutschland zu helfen. Warum? Dr. Scheib: Ich komme mit reichen Eindrücken und einer Vielzahl positiver Emotionen zurück. Das trägt mich noch ganz lange durch den Alltag. Ich übe einen tollen Beruf aus und kann ganz leicht den Menschen helfen. Also mache ich es. Augenarzt Dr. Christian Scheib spielt mit Kindern im nph-Kinderdorf. nph: Die Länder in Lateinamerika wirken auf viele Menschen in Europa sehr fremd und gefährlich. Wie empfinden Sie das auf Ihren Einsätzen? Dr. Scheib: Um mit den Kindern besser kommunizieren zu können, habe ich Spanisch gelernt. Jetzt kann ich auch mit den Erwachsenen vor Ort reden und dann entsteht schon ein Eindruck der Bedrohung. Sie ist Teil des alltäglichen Lebens für die Menschen in den von mir besuchten Ländern. Ich für mich hatte noch keine brenzlige Situation. Ein Gefühl der Unsicherheit bleibt aber. nph: Nach welchen Kriterien suchen Sie die Projektländer aus? Dr. Scheib: Ich fahre in die Länder, in denen ich noch nicht war. Während des Einsatzes sehe ich mir jedes Kind im Kinderdorf an. nph: Fahren Sie allein in die Projektländer? Dr. Scheib: In der Regel nehme ich eine Mitarbeiterin oder einen Mitarbeiter aus der Klinik in Karlsruhe mit. So bedanke ich mich bei meinen Mitarbeitern für die gute Zusammenarbeit. Uns begleiten lediglich große Aluminium-Expeditionskisten, in denen alles drin ist, was wir für die frühkindliche Diagnostik benötigen. Medikamente nehmen wir nicht mit, die kaufen wir gegebenenfalls vor Ort. Sie würden nur Probleme beim Zoll machen. Augenarzt Dr. Christian Scheib bei der Behandlung im nph Kinderdorf in Lateinamerika. nph: Welche Erkrankungen treten bei den Kindern auf? Dr. Scheib: Bei den Untersuchungen geht es um frühkindliche Augenheil-Diagnostik. Das ist die Hauptzielsetzung. Es gibt Erkrankungen des Auges, die früh therapiert nicht zu bleibenden Sehschäden führen. Werden die Augen nicht entsprechend medizinisch versorgt, bleibt sonst eine Schwachsichtigkeit zurück. Kinder mit diesen Erkrankungen werden im Alltag nicht auffällig. Sie entwickeln Strategien, um mit den Sehfehlern zurechtzukommen. Ihre Umwelt bekommt von ihrer Sehschwäche in der Regel nichts mit. Ohne entsprechende medizinische Untersuchung fallen diese Kinder durchs Raster. nph: In Honduras werden auf der Krankenstation im Kinderdorf auch Menschen aus den umliegenden Dörfern behandelt. Sie haben während Ihrer Zeit dort ebenfalls Untersuchungen durchgeführt. Dr. Scheib: Diese Möglichkeit der medizinischen Mitversorgung ist für die Bevölkerung sehr gut. Als ich da war, kam aus einem der Dörfer ein kleiner Junge, Miguel, mit seiner Mutter. Sie führte ihren Sohn vorsichtig in das Behandlungszimmer. Er war vollkommen hilflos. Um seine Sehkraft zu testen, nahm ich einen Lutscher und fragte den Jungen, ob er ihn möchte. Miguel kam zögerlich mit der Hand näher. Ich merkte sofort, dass er wenig sah. Wir untersuchten ihn und stellten fest, dass der Junge einen kindlichen grauen Star hatte. Miguel war fast blind. Wir haben ihn sofort operiert und vier Wochen später konnte Miguel gezielt nach Stiften greifen. Der Junge geht heute ganz normal in die Schule. Das hat mir gezeigt, wie wahr der Spruch von nph ist: Du magst nur eine Person in der großen Welt sein, doch du kannst die ganze Welt für ein Kind bedeuten. Alle Patienten, die Augenazt Dr. Christian Scheib im nph Kinderdorf in Nicaragua behandelt hat. nph: Während Ihres Aufenthaltes leben Sie im Kinderdorf. Wie nehmen Sie das Miteinander dort wahr? Dr. Scheib: Ganz unterschiedlich. In Honduras waren die Kinder sehr offen und zugewandt. Ich kam sehr einfach mit ihnen ins Gespräch. Es war ganz wunderbar. In Mexiko waren die Kinder zurückhaltender, aber da konnte ich auch noch kein Spanisch. nph: Ihr Engagement betrifft nicht nur die medizinischen Einsätze in den nph-Kinderdörfern. Sie engagieren sich auch in Karlsruhe für die Hilfsorganisation. Warum? Dr. Scheib: Für mich ist es wichtig, dass die wertvolle Arbeit in den nph-Kinderdörfern weitergeht und dafür ist Geld nötig. Wenn ich durch mein Engagement, das überwiegend anerkennend wahrgenommen wird, dabei helfen kann, freut es mich. Neben den Reisen nach Lateinamerika, um vor Ort die Kinder zu behandeln, sammle ich deshalb Spenden. Unter anderem gibt es Benefizkonzerte in Karlsruhe unter dem Motto „Belcanto por los niños“. Augenarzt Dr. Christian Scheib hat die Behandlung erfolgreich abgeschlossen. nph: Haben Sie neue Projekte im Visier? Dr. Scheib: Im Oktober fahre ich in die Dominikanische Republik. Dort wird wieder jeder Bewohner des Kinderdorfes untersucht und gegebenenfalls ein Therapieplan erstellt. Jedes Kind hat bei nph eine Krankenakte, die durch unseren augenärztlichen Bericht ergänzt wird. Somit wissen die behandelnden Ärzte genau, welche Erkrankungen ein Kind hatte beziehungsweise hat und können entsprechend die kleinen Patienten behandeln.]]> Nachrichten_von_nph claudia.wohlert@nph-kinderhilfe.org Tue, 23 Apr 2019 11:08:00 +0200