nph Kinderhilfe Lateinamerika Nachrichten https://www.nph-kinderhilfe.org/ Neueste Nachrichten von nph Kinderhilfe Lateinamerika de nph Kinderhilfe Lateinamerika Nachrichten https://www.nph-kinderhilfe.org/typo3conf/ext/tt_news/ext_icon.gif https://www.nph-kinderhilfe.org/ 18 16 Neueste Nachrichten von nph Kinderhilfe Lateinamerika TYPO3 - get.content.right http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss Thu, 26 Nov 2020 13:57:03 +0100 Doppelte Freude an Weihnachten https://www.nph-kinderhilfe.org//news/newsdetail?tx_ttnews%5Btt_news%5D=7588&cHash=cb696a37bc110c3330b8a1503c7e2ca8 Das nph-Familienzentrum in Honduras feiert das erste Weihnachtsfest seit der Eröffnung. Das Team... Der kleine Jefry ist mit zerebraler Kinderlähmung zur Welt gekommen, einer Schädigung, die unter anderem die Koordination beeinträchtigt. Wegen ihrer ruckartigen, oft unkontrolliert wirkenden Bewegungen werden Erkrankte auch Spastiker genannt. Jefry lebt als mittlerer von drei Brüdern mit seinen Eltern im kleinen ländlich gelegenen Ort Mata de Plátano. Weil er nicht sprechen kann, imitiert er Katzen, um zu kommunizieren. Ganz klar: Der Junge braucht Unterstützung.

Und zum Glück hat im Sommer in der Nähe das nph-Familienzentrum San José eröffnet. Schon während der Bauarbeiten nahm das nph-Team Jefry unter seine Fittiche: Der Physiotherapeut besuchte Jefry zuhause, um ihm dabei zu helfen, gehen zu lernen. Denn das Gehen bereitet dem Jungen aufgrund seiner schiefen Grundhaltung Schwierigkeiten. Aber er macht Fortschritte und kann schon zum Familienzentrum laufen. Seine Haltung hat sich verbessert, weshalb er auch seine Arme besser bewegen und nutzen kann. Er kann Farben und Formen erkennen; er braucht seine Katzensprache immer seltener. Der Physiotherapeut hat die Familie in die Therapie eingebunden: Heute wissen sie, wie sie Jefry auch zuhause unterstützen können – und das macht seine Fortschritte zu nachhaltigen Erfolgen. 

Amy Gonzales - Leitung des Familienzentrums

Amy Gonzáles leitet das nph-Familienzentrums seit seiner Eröffnung im Sommer 2020.

Unterstützung für arme Bauernfamilien in Honduras 

Die von Jefry ist eine Erfolgsgeschichte von vielen. Das Familienzentrum San José eröffnete im Sommer 2020 in dem kleinen ländlich gelegenen Ort Mata de Plátano. Das liegt 55 Kilometer nördlich der Hauptstadt Tegucigalpa im Zentrum des Landes. Etwa 450 Familien leben hier von der Landwirtschaft, vor allem vom Mandarinenanbau. Um nach Mata de Plátano zu kommen, muss man zunächst auf der Hauptstraße fahren und dann noch rund 45 Minuten auf einer unbefestigten Straße. Das zeigt, wie abgelegen der Ort und seine Bewohner sind – oft auch abgeschnitten von Hilfsangeboten und Unterstützung für Menschen mit Behinderungen.

Als sich im vergangenen Jahr die Türen des Familienzentrums zum ersten Mal für die künftigen Nutzerinnen und Nutzer öffneten, fanden sie dann zunächst einige Kinder mit Behinderungen vor. Die Leiterin des Zentrums, Amy Gonzáles begann daraufhin, mit den Menschen in der Nachbarschaft zu sprechen. Kontakte kamen über örtliche Schulen zustande. Außer der Leiterin arbeiten im Familienzentrum ein Psychologe, ein Physiotherapeut und ein Erzieher. Sie verschafften sich gemeinsam einen Überblick über alle Familien, die sie kennengelernt hatten, und beschlossen, welche Kinder und ihre Familien sie mit ihrem Angebot unterstützen würden.

Familien zu stärken heißt Kinder zu stärken

Diese Vorgehensweise hatte auch den Vorteil, dass das Team persönliche Kontakte mit den Eltern und Verwandten aufbauen konnte. Jetzt bietet es Nachhilfeunterricht und psychologischer Betreuung an. „Wir könnten das Projekt ohne die Unterstützung der Eltern nicht erfolgreich durchführen. Es ist wichtig, dass sie an Bord sind“, sagt Amy Gonzáles.

„In letzter Zeit hatten wir auch Gelegenheit, mit Lehrerinnen und Lehrern aus der Nachbarschaft zu arbeiten“, ergänzt die Leiterin des Familienzentrums. „Wir haben Allianzen mit den Schulen geschmiedet und dem Lehrpersonal geholfen, erfolgreicher mit den Lernverzögerungen der Kinder umzugehen. Es gab Kinder in der sechsten Klasse, die weder lesen noch schreiben konnten. Durch unsere Initiative konnten sie große Fortschritte machen.“ 

Die Familien im Dorf sind meistens sehr arm; von Landwirtschaft und Obstanbau können sie nicht genug verdienen, um besondere Ausgaben oder einen Internetanschluss zu bezahlen. Deshalb stellt das Familienzentrum den Kindern eine Internetverbindung zur Verfügung, damit sie – unterstützt vom Betreuer – dort ihre Hausaufgaben machen können.

Mädchen ermutigen, ihren Bildungsweg zu gehen

Im Rahmen des Programms „Chicas Poderosas“ sollen bei nph Mädchen und junge Frauen besonders gestärkt und gefördert werden. Dieses Programm gibt es nun auch im San José Familienzentrum. Die Mädchen lernen berufliche Fähigkeiten, nehmen an Workshops zu allgemeiner Lebensführung teil und haben einen sicheren Raum für Austausch zu Themen, die sie beschäftigen. 

Kinder zu Weihnachten im Familienzentrum

Weihnachten in Lateinamerika ist eine bunte, fröhliche Angelegenheit. Hier posieren schon einige Kinder im Familienzentrum für ein Foto.

„Am Anfang waren es 13 Mädchen und heute sind es schon 24. Die meisten von ihnen folgen der Beratung, die sie im Familienzentrum erhalten haben, und gehen zur Schule. Im Familienzentrum fühlen sie sich angenommen, sicher und sie wissen, dass sie frei über alles sprechen können, was sie bewegt oder verunsichert. Zuhause können sie das oft nicht tun. Der Mangel an Bildung insbesondere bei den Mädchen war eine echte Herausforderung für uns. Denn in den Dörfern ist es üblich, dass die Mädchen nach der sechsten Klasse schon die Schule verlassen, um zu heiraten. Dann sind sie ungefähr zwölf Jahre alt. Wir raten ihnen, weiter zur Schule zu gehen und etwas für ihre Zukunft zu tun“, fügt Amy Gonzáles hinzu. 

Solidarische Unterstützung für arme Familien im Ort

Das Team gibt sich alle Mühe, eine positive Veränderung für die Dorfgemeinschaft von Mata de Plátano zu bewirken. Sogar schon während der ersten Covid-19-Welle startete das Team vom Familienzentrum die Intiative „Manos Solidarias“, zu Deutsch „Solidarische Hände“. Um die Einkommenslücken durch die Einschränkungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus etwas abzufedern, unterstützt das Familienzentrum die betroffenen Familien mit einem monatlichen Lebensmittelkorb. Außerdem können die Dorfbewohner lernen, wie sie sich in Gemeinschaftsgärten selbst versorgen können.

Team des Familienzentrums

Das Team des nph-Familienzentrum in Honduras ist diszipliniert und wahrt auch auf dem Foto die Corona-Schutzmaßnahmen.

„Als Leiterin des Familienzentrum stehe ich täglich vor neuen Herausforderungen. Gleichzeitig bin ich glücklich darüber, dass ich den Ärmsten der Armen im Rahmen des nph- Familienzentrums mit meiner Arbeit helfen kann. 83 Familien und 305 Einzelpersonen erhalten Hilfe von uns. Das ist ein tolles Ergebnis in dieser Zeit“, sagt Amy Gonzáles.

Jefry und seine Familie freuen sich auf Weihnachten

José Mario ist der Vater vom kleinen Jefry mit der zerebralen Kinderlähmung. Sein Fazit ist ebenfalls positiv, und mehr als das: „Für mich ist es ein Segen, Teil der nph-Familie zu sein. Das Familienzentrum ist ein wahres Gottesgeschenk, etwas, wofür ich immer gebetet habe. Bevor das Familienzentrum eröffnet hat, habe ich keine Hoffnung gehabt, meinem Jungen jemals helfen zu können. Heute ist diese Hilfe zu uns gekommen, und darüber bin ich glücklich. Ich danke dem Team vom Familienzentrum, nph und den Spendern!“

Dieses Jahr freut sich José Mario auf Weihnachten. Er sagt: „Ich habe einen neu geborenen Sohn und eine neue Familie, die meine bei sich aufgenommen hat. Ich bete zu Gott für all die Menschen, die uns ihre Liebe und Fürsorge schenken.“

Die Namen der Kinder wurden geändert, um ihre Identität zu schützen.

In diesem Jahr ist Ihre Unterstützung besonders wertvoll. Denn: Der Umgang mit der Coronapandemie hat die nph-Familie vor viele neue Herausforderungen gestellt. Wir bitten Sie deshalb, die Arbeit des Teams in Honduras zu unterstützen, damit Kinder wie Jefry die Hilfe bekommen, die sie brauchen.

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Nachrichten_von_nph cordula.schulze@nph.org Thu, 26 Nov 2020 13:57:03 +0100
Hurrikan in Lateinamerika: nph-Nothilfe läuft an https://www.nph-kinderhilfe.org//news/newsdetail?tx_ttnews%5Btt_news%5D=7551&cHash=ecf5d69d21dc45424be2d236dda9ca19 Nachdem die beiden schweren Hurrikans „Eta“ und „Iota“ Zerstörung und Überschwemmungen brachten,... Mitten im Chaos ist es manchmal schwer, sich einen Überblick zu verschaffen. Doch eines ist klar: Hurrikan Iota war der stärkste der an starken Stürmen reichen Saison in der Karibik. Er traf in der Nacht von Montag auf Dienstag in Nicaragua auf Land und hat seitdem eine Schneise der Verwüstung auch in Honduras und weiteren Ländern hinterlassen. Dächer wurden abgedeckt, Bäume umgeknickt, Brücken und Straßen zerstört. 

Und jetzt, wo der Hurrikan abgeklungen ist, regnet es und regnet voraussichtlich noch mehrere Tage lang. Der Regen trifft auf aufgeweichte, vollgesogene Böden, da vor nicht ganz zwei Wochen schon Hurrikan Eta durch die Region gezogen war. Die Folge: Überschwemmungen, Schlammlawinen und Erdrutsche. Ganze Regionen sind von der Außenwelt abgeschnitten, Strom fällt aus, die Internetverbindungen sind gekappt.

Die Gefahr ist noch da: Flut und Schlamm

Was ist die aktuelle Situation? Etwa 60.000 Menschen befinden sich in Nicaragua in Notunterkünften, ebenso wie in Honduras, wo sich die staatlichen Notunterkünfte füllen. Viele Häuser und Wohnungen sind unbewohnbar geworden, voll mit stinkendem Schlamm. Die Zivilschutzbehörden rufen die Bewohner einiger Flussregionen auf, die Gebiete zu verlassen. Es werden Fluten und Überschwemmungen erwartet. Zudem blickt die Region sorgenvoll auf die Wetterkarte – in der Hoffnung, dass sich nicht ein weiterer Hurrikan aufbaut.

Evakuierung vor Hurrikan Iota in Honduras und Nicaragua.

Evakuierung in letzter Sekunde: Tausende mussten in Honduras und Nicaragua ihre Häuser verlassen, weil die Wasserpegel steigen. Und es regnet weiter.

Bei nph sind alle wohlauf

Die gute Nachricht: Den Kindern und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den nph-Einrichtungen geht es gut – es sind keine Verletzten zu beklagen. Im Rancho Santa Fe, dem honduranischen nph-Kinderdorf gibt es kleinere Schäden. Deshalb kann die Hilfe für benachbarte Familien schnell anlaufen.

Hurrikan Iota hat viele Bäume entwurzelt.

Wie Streichhölzer umgeknickt: Der Wirbelsturm mit Geschwindigkeiten bis zu 200 Stundenkilometer hat viele Bäume entwurzelt. Auch im Kinderdorf Honduras beschädigte ein umgefallener Baum ein Trafohaus.

Die Familien der Kinder und Ehemaligen des Kinderdorfs bekommen Unterstützung bei der Reparatur von beschädigten Häusern, Dächern, Fußböden, Wänden sowie Sachspenden. Besonders benötigt werden einfache Grundausstattungen wie Matratzen oder trockene Kleidung und Schuhe. Außerdem ist bereits jetzt ein Team aus Ärzten, Krankenschwestern, Psychologen und Helfern auf dem Weg in den Norden des Landes. Der Plan ist, rund 800 Familien mit Medikamenten, Hygienepaketen und vor allem persönlicher Unterstützung zu versorgen.

Nachbarschaftshilfe läuft an

Die nph-Familie in Nicaragua, wo Iota mit voller Wucht auf Land traf, berichtet von schweren Niederschlägen und Winden von bis zu 200 Stundenkilometern. Die Infrastruktur ist betroffen, so fiel schon beim Vorgängerhurrikan Eta ein Baum auf einen Hochspannungsmast und zerstörte so die Zentralstelle der Trafos. Es bestand Lebensgefahr; den Schaden zu beheben kostete nph umgerechnet 2.900 Euro. Zudem sind Wege überflutet und es hat in die Schule hineingeregnet. Auch hier läuft Hilfe für die Nachbarschaft an.

Bitte helfen Sie Kindern und ihren Familien, die im Hurrikan alles verlieren ...

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Nachrichten_von_nph Wed, 18 Nov 2020 18:58:51 +0100
Hurrikan „Iota“ trifft auf Nicaragua und Honduras https://www.nph-kinderhilfe.org//news/newsdetail?tx_ttnews%5Btt_news%5D=7550&cHash=131f8a82ae44dfeb72164569edfb75ca Der äußerst gefährliche Wirbelsturm hat nun Mittelamerika erreicht. Die nph-Kinderdörfer sind... Umgangssprachlich ist „Iota“ etwas sehr Kleines. Aber Hurrikan Iota, der mit ungeheurer Geschwindigkeit, Blitzen und viel Regen im Gepäck auf die Küste von Nicaragua getroffen ist, ist ein gefährliches Monster. „Katastrophale Winde, lebensbedrohliche Sturmfluten und extreme Regenfälle“, davor warnte das National Hurrican Center mit Sitz in Florida.

Tagesschau 20.00 Uhr vom 17.11.2020

Iota ist derzeit ein Hurrikan der zweithöchsten Kategorie 4. Er erreichte bis zu 210 Stundenkilometer.

Überflutungen und Erdrutsche wie hier in Guatemala treffen die arme Landbevölkerung besonder hart.
Ein typischer Anblick in Lateinamerika: Ein Wirbelsturm bringt gewaltige Regenmengen. Die Überflutungen und Erdrutsche wie hier in Guatemala im Jahr 2005 treffen die arme Landbevölkerung besonders hart (Archivfoto Guatamala 2005).

Bleibt Iota auf Kurs, trifft er nach Nicaragua ein weiteres Land, in dem es ein nph-Kinderdorf gibt: Honduras. Im Laufe des Dienstags nach deutscher Zeit erreicht er Nicaragua, in der folgenden Nacht dann Honduras. Mit El Salvador und Guatemala können zwei weitere Länder, in denen nph tätig ist, von seinen Ausläufern betroffen sein.

Indigene Bevölkerung besonders stark betroffen

Rund 80.000 Familien sind im Grenzgebiet zwischen Honduras und Nicaragua besonders stark gefährdet. Das sagte die nicaraguanische Zivilschutzbehörde. Besonders hart getroffen ist – wie so oft – die indigene Bevölkerung. Viele weigern sich, ihre Häuser zu verlassen, weil sie Angst haben, sich in Sammelunterkünften mit dem Coronavirus anzustecken.

nph-Kinderdörfer sind sturmfest

„Wir sind äußerst besorgt“, sagt Steve O’Mahony, Nationaldirektor von nph in Honduras. Er erläutert: „Unsere Gebäude – das Kinderdorf und das neue Familienzentrum – liegen in der betroffenen Zone. Aber: Sie sind erdbeben- und sturmsicher errichtet. Das bedeutet, dass die Kinder, die bei uns leben, und unsere Angestellten, sich in Sicherheit bringen können.“ Das gilt aber nicht für die Familien in einfachen Häusern im ländlichen Raum. Wenn es nach einem Hurrikan mehrere Tage lang intensiv regnet, kann das ganze Landstriche unter Wasser setzen; Häuser und sogar Siedlungen oder Dörfer verschwinden in gefährlichen Erdrutschen. 

Hochwasser von Hurrikan ETA steht noch in den Straßen.
Auch wenn der Sturm längst weitergezogen ist – das Hochwasser bleibt. Im Moment erholt sich Lateinamerika noch vom Sturm Eta, während Iota schon bald auf Land trifft. (Archivfoto: Typische Überflutungen in Dörfern nach einem Hurrikan)

Familien im Umfeld der Kinderdörfer sind betroffen

Was passiert mit den nph-Kindern, die ja oft in ländlichen Regionen leben? „Wir liegen mit unserm Kinderdorf nicht direkt auf dem Weg des Hurrikans. Aber auch wenn uns die Winde nicht so stark beeinträchtigen – der danach folgende Regen trifft alle in der Region. Wir sind auf solche starken Wetterereignisse vorbereitet. Ein Vorrat an Diesel, Lebensmitteln und medizinischen Produkten hält uns eine Zeit lang über Wasser, im wahrsten Wortsinn“, erklärt Marlon Velasquez, Nationaldirektor von nph in Nicaragua. Hilfe wird dennoch von der nph-Familie benötigt, und das sehr rasch. Denn: Die Kinder und Familien in betroffenen Regionen brauchen im Notfall dringend und schnell Unterstützung. 

Schnelle Nothilfe nach einem Hurrikan ist überlebenswichtig.
Nach einem Hurrikan muss Nothilfe sofort anlaufen: medizinische Versorgung, Trinkwasser, Lebensmittel und sichere Unterkünfte. Das Foto zeigt die nph-Nothilfe nach einem Hurrikan in Guatemala im Jahr 2005 (Archivfoto Guatamala 2005).

Update vom 17.11.2020 von ZDF heuteXpress

Was nph für die Menschen tut

„Wer alles verloren hat, weil das Haus in einem Erdrutsch verschwunden ist, wer nichts mehr besitzt außer der Kleidung am Leib, dem müssen wir helfen“, bittet Marlon Velasquez.

Mit den Nothilfe-Spenden kann nph Kinder und ihre Familien bei Bedarf medizinisch notversorgen, Trinkwasser und Nahrungsmittel für die ersten Tage ausgeben.  

So plant nph in Honduras derzeit konkret, Menschen in der erweiterten nph-Familie zu unterstützen, zum Beispiel die Familien der Kinder, die derzeit oder früher im Kinderdorf gelebt haben. Wenn Iota vorbei ist, werden sie Baumaterialien benötigen, zum Beispiel um Dächer zu reparieren. Dringend nötige Gegenstände wie Matratzen oder Öfen und Kleidung will nph ebenfalls verschenken. 

Für die tausenden von Familien, die in staatlichen Notunterkünften darauf warten, in ihre Dörfer zurückkehren zu können, will nph in Honduras ebenfalls Hilfe anbieten: Diese reicht von medizinischer Versorgung, psychologischer Unterstützung bis hin zur Verteilung von Hygieneartikeln. „Wir wollen eine Gruppe aus Ärzten, Krankenschwestern, Psychologen und Hilfskräften schicken. Diese werden sich auch um traumatisierte, aufgeregte Kinder kümmern und mit ihnen spielen. „Wir können in drei Tagen rund 800 Familien versorgen und betreuen“, blickt Steve O’Mahony voraus.

Stand: 17.11.2020, 12:07; Der Beitrag wird laufend aktualisiert.

Bitte helfen Sie Kindern und ihren Familien, die im Hurrikan alles verlieren ...

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Nachrichten_von_nph cordula.schulze@nph.org Mon, 16 Nov 2020 16:54:49 +0100
Pilotprojekt: Neues Familienzentrum in Honduras eröffnet https://www.nph-kinderhilfe.org//news/newsdetail?tx_ttnews%5Btt_news%5D=7495&cHash=4da969de78cfe1fb32752990fadca265 Arme Familien im honduranischen Mata de Platano hatten bisher kaum eine Chance, ihre Kinder zu... Am 29. Juni 2020 eröffnete ein ganz besonderer Ort in Honduras. In der Nähe des seit 1985 geöffneten nph-Kinderdorfs steht nun auch ein Familienzentrum bereit, um das Leben der Ärmsten in einer abgelegenen Region zu verbessern.

Jedes Kind braucht eine Familie.

Im Familienzentrum unterstützt und stärkt nph Familien auf vielfältige Weise, beispielsweise in Bildungs- und Gesundheitsfragen.

„In Honduras zeigen wir als nph, wie wir unsere Arbeit für Kinder und ihre Eltern künftig aus den Kinderdörfern heraus weiterentwickeln. Das Familienzentrum ist ein Ort der gelebten Solidarität, vor Ort, mit Menschen in schwierigsten Situationen, und vor allem für deren Kinder“, erläutert Ingo Laubenthal, Projektkoordinator bei der nph-Kinderhilfe.

Das neue Familienzentrum entsteht auf einem rund 7.000 Quadratmeter großen, großzügigen Gelände und wird mehrere kleine Gebäude umfassen. Dazu gehört das eigentliche Zentrum mit dem großen Speiseraum – Comedor –, Unterrichtsräume, Therapieräume, ein kleines Gästehaus, ein großer Spielplatz und ein Feld für Ballsport. Die Kinder haben dort eine sichere Umgebung; das Gelände ist komplett umzäunt. Die Angebote decken die folgenden Bereiche ab:

  • Bildung,
  • körperliche Gesundheit
  • emotionales Wohlbefinden.

Bildung: Nachhilfe und Stipendien

In Zusammenarbeit mit den Lehrkräften erhalten bedürftige Familien Unterstützung, damit sie zum Lernerfolg ihrer Kinder beitragen können. Diese sollen dann Nachhilfe und andere ergänzende Bildungsangebote erhalten. Möglich sind auch Unterstützung der Familien im Bereich Ernährungssicherheit / Bekämpfung von Mangelernährung oder die finanzielle Unterstützung für die Anschaffung von Lehrmitteln.

Gruppe von Jugendlichen beim Lernen im Familienzentrum.

Mit lieben Menschen um uns herum fällt vieles leichter – auch Lernen und Hausaufgaben machen.

Gesundheit: Ernährung, Therapie und Medikamente

Da es im Tal für die 10.000 Menschen nur eine Ärztin gibt und der Besuch von Ärzten in der Hauptstadt für viele Familien finanziell nicht möglich ist, kann das nph-Familienzentrum in den drei Bereichen Ernährungsberatung, Therapie und Medikamentenausgabe wirksame Hilfe leisten. Auch hier stehen erneut Familien mit Kindern im Fokus, die eine Behinderung haben; sie erhalten beispielsweise Funktionstherapie. Besonders bedürftige Familien können Nahrungsmittel und Hygieneartikel erhalten.

Emotionales Wohlbefinden: Für die Belange von Kindern mit Behinderungen

Kinder mit Behinderung gelten im kinderfreundlichen Lateinamerika häufig noch als Makel. Sie werden oft versteckt, von Bildungsangeboten ausgeschlossen und weder körperlich noch geistig gefördert. Deshalb brauchen Familien, die Kinder mit Behinderungen haben, häufig gezielte Unterstützung: zum einen, um zu lernen, wie sie ihre Kinder fördern und zum anderen, um ihre Selbstbehauptung zu stärken. Durch Gesprächskreise, Beratung und Inklusionsprogramme lernen die betroffenen Familien und deren Nachbarschaft, Kinder mit Behinderungen in die Dorfgemeinschaft aufzunehmen.

Schlechte Infrastruktur im Schatten der Hauptstadt

Das Familienzentrum befindet sich im abgelegenen Tal von Mata de Platano, rund 30 km nördlich der Hautstadt Tegucigalpa. Zum direkten Einzugsgebiet der zersiedelten Ortschaften Mata de Platano und Pueblo Nuevo gehören einige benachbarte Weiler an den teils schwer zugänglichen Berghängen. Zusammen leben circa 10.000 Menschen in diesem Gebiet.

Kinder in der Obhut von nph gehen ihren Weg

Den oftmals schwierigen Bedingungen zum Trotz gehen die Kinder in der Obhut von nph Schritt für Schritt ihren Weg.

Bewährte Lösungen noch besser umsetzen

„Wir kennen den Bedarf der Familien dort genau“, erläutert Ingo Laubenthal und fährt fort: „In den vergangenen Jahren gab es bereits ergänzende Angebote in den Gemeinden nahe des Kinderdorfs. Aufgrund der schlechten Infrastruktur und der katastrophalen Straßenverhältnisse sind die Gemeinden wie abgeschnitten von den Angeboten der Hauptstadt – sei es Gesundheitsvorsorge oder Bildung. Deshalb haben wir gemeinsam mit Partnern vor Ort und in Kooperation mit den Gemeinden selbst bereits Angebote im Bereich Behindertenbetreuung, Kinderbetreuung und Gesundheit entwickelt. So wussten wir bei der Planung unseres Familienzentrums, was die Familien brauchen, wo sie konkret und dringend Unterstützung benötigen.“ nph kennt auch bewährte Lösungsansätze, die – langfristig angelegt und kulturell angepasst – eine Verbesserung der Situation bewirken können.

starkes Selbstbewusstsein vermittelt nph besonders Mädchen

Ein starkes Selbstbewusstsein vermittelt nph besonders Mädchen in ländlichen Regionen.

Für die Umsetzung der Planung sind zunächst ein Projektkoordinator, eine Sozialarbeiterin, eine Psychologin, eine Therapeutin, eine Nachhilfelehrerin und eine Köchin geplant. Bedarfsgerecht soll diese Gruppe ausgebaut werden.

Warum ein Familienzentrum in der Nähe eines Kinderdorfs?

nph unterhält in Honduras seit 1985 das Kinderdorf und weitere Einrichtungen, in denen behinderte und anderweitig schutzbedürftige Kinder ganzheitlich versorgt werden. Aktuell verändern sich die Aufgaben von nph in den lateinamerikanischen Ländern. War es früher die alleinige, selbst gesetzte Aufgabe der nph-Teams vor Ort, verlassene und verwaiste Kinder aufzunehmen und ihnen im Kinderdorf eine liebevolle, unterstützende Umgebung zu schenken, bietet nph heute vielfältigere Angebote. Die Idee dahinter: Familien stark zu machen und zu unterstützen, sodass Kinder möglichst dort aufwachsen können. Denn Eltern, die über Erziehung, Hygiene und den Umgang mit Konflikten bescheid wissen, können sich besser um ihren Nachwuchs kümmern.

Das neue Familienzentrum in Honduras

Das neue Familienzentrum befindet sich auf einem rund 7.000 Quadratmeter großen Gelände in der Nähe des nph-Kinderdorfs in Honduras.

Starke Partner an Bord: Wer ist noch dabei?

Der Verein Sternstunden e. V. – die Benefizaktion des Bayerischen Rundfunks – hat weitgehend den Bau des Zentrums finanziert. Die geförderten Kosten beliefen sich auf 153.000 Euro für Bau und Ausstattung. Die Lipoid-Stiftung aus Ludwigshafen finanziert in Höhe von 100.000 Euro den größten Teil der operativen Kosten. Der Verein human aktiv hat für die schwierigen Wege zum und vom Familienzentrum und auch für Fahrdienste für Familien mit Kindern, die eine Behinderung haben, ein Fahrzeug gespendet. Der Geländewagen ist seit August im Einsatz.

Die Honduranische Jugendbehörde DINAF ist ein wichtiger strategischer Partner vor Ort und unterstützt unter anderem in Form der fachlichen Beratung. nph Honduras übernimmt als lokaler Träger die Verantwortung für den Betrieb des Familienzentrums.

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Helfen Sie mit, Perspektiven für Familien in Honduras zu schaffen

Ein solches Zentrum, das das Wohl der Kinder in den Mittelpunkt stellt und in einer armen, abgelegenen Gemeinde neue Perspektiven schafft, braucht Unterstützung. Werden Sie Teil der nph-Familie und helfen Sie Familien. Sie stärken damit nicht nur Kinder auf ihrem Weg in eine selbstbestimmte Zukunft, sondern auch ihre Eltern, Großeltern und Geschwister.

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Nachrichten_von_nph cordula.schulze@nph-kinderhilfe.org Fri, 06 Nov 2020 08:12:00 +0100
Ein Zuhause auf Zeit https://www.nph-kinderhilfe.org//news/newsdetail?tx_ttnews%5Btt_news%5D=7545&cHash=328ae9553763897f022ba6c3421158a1 Seit drei Jahren kümmert sich das Team des Kinderschutzhauses von nph in der Dominikanischen... Ein großes Herz für Kinder in Krisensituationen – das haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kinderschutzhauses Niños de Dios von nph in der Dominikanischen Republik. Das Haus eröffnete offiziell im Dezember 2017, aber schon im Oktober nahm das Team die ersten Fälle schutzbedürftiger Kinder dort auf. Das bedeutet: In diesen Tagen feiert das Team von Niños de Dios dreijähriges Bestehen.

Kinderschutzhaus

Das Kinderschutzhäuser - richtiger die Häuser - sind von weiträumigen Grünanlagen umgeben. Für die Kinder ein perfekter Ort zum Spielen. Hier können sie ihre traumatischen Erlebnisse verarbeiten.

Und der Bedarf ist riesig; er liegt oft über den 18 dort zur Verfügung stehenden Plätzen. Niños de Dios ist eine Unterkunft für Kinder in Notsituationen, wo sie schnell Hilfe bekommen, beispielsweise, wenn die Gewalt in der Familie zu groß wird, Drogen oder Krankheit sich zu akuten Notsituationen zuspitzen. Dann greift das gut etablierte Zusammenspiel zwischen nph in der Dominikanischen Republik und der örtlichen Kinder- und Jugendbehörde CONANI, auf deren Wunsch und Anregung das Haus erst entstanden war.

Gewalttätige Eltern gefährden Kinder

Die Betreuer – tíos genannt – sind Vorbilder für die Kinder, die oft mit Gewalterfahrungen ins Schutzhaus kommen.

Die Betreuer – tíos genannt – sind Vorbilder für die Kinder, die oft mit Gewalterfahrungen ins Schutzhaus kommen.

Doch was sind das für Situationen, in denen Kinder von ihren Verwandten getrennt werden müssen? Wenn Vater und Mutter eine Gefahr sind? – Da gab es zum Beispiel sechs Brüder, im Alter zwischen drei und zwölf Jahren, die ins Haus Niños de Dios gekommen waren, weil der gewalttätige Vater die Familie tyrannisierte. „Es gibt ein großes Problem mit häuslicher Gewalt hier in der Dominikanischen Republik – nicht nur durch die Väter, auch die Mütter üben Gewalt aus“, erläutert Kirsten (Kiki) Henschel-Rolla, die als Projektkoordinatorin für nph in der Dominikanischen Republik lebt.

Nachdem der Vater einige Wochen später festgenommen worden war, konnten die Brüder aus dem Kinderschutzhaus wieder zu ihrer Mutter zurückkehren. Es gibt noch Kontakt; die Mutter sagt, dass es ihren Söhnen gut geht und dass sie zur Schule gehen. „Unser Ziel ist es, Geschwister auch in Krisensituationen nicht zu trennen“, sagt Christian Cruz, der das Haus leitet.

Jeder kommt mit seiner eigenen Geschichte

Christian Cruz ist froh, dass die sechs Jungs wieder zuhause sind. Denn nicht immer läuft alles nach Plan. Gleich zu Anfang, als das Haus eröffnete, kam eine ganze Familie, der das Team schlicht keine Hilfe verwehren konnte: eine Mutter mit Krebs im Endstadium mit fünf Kindern. Sie blieb bis zu ihrem Tod im Kinderschutzhaus, wo sie beruhigt sterben konnte, wie sie sagte. Denn sie wusste, dass ihre Kinder bei nph gut aufgehoben sein würden. Die fünf leben heute im nph-Kinderdorf San Pedro.

Normalität leben: Schule, Fußball, Hausarbeit

Morgens um 7.30 Uhr: Die Kinder im blauen Hemd machen sich bereit für den Schulbesuch. Als 2. von rechts steht der Leiter Christian Cruz, links einige der Betreuerinnen.

In der Zeit, die die Kinder im nph-Schutzhaus verbringen, besuchen sie die Schule der nahegelegenen Stadt Monte Plata. Stand heute, im Herbst 2020 soll es allerdings aufgrund der Corona-Sicherheitsmaßnahmen im laufenden Schuljahr keinen Präsenzunterricht in der Schule geben.

Darüber hinaus erhalten die Kinder – oft dringend benötigte – medizinische Behandlung und bei Bedarf bringt das nph-Team die Kinder auch in die Hauptstadt Santo Domingo zum Arzt. Das Leben ähnelt dem in einem normalen nph-Kinderdorf: Zusätzlich zum Schulbesuch gibt es regelmäßiges Fußballspielen. Zudem übernehmen die Kinder einfache Aufgaben im Haushalt oder im Garten. Manchmal können die Kids auch an Veranstaltungen des Kinderdorfs in San Pedro teilnehmen.

Ein tatkräftiges Team mit viel Erfahrung

guteseele

Eine gute Seele: Betreuerin Melida (2. von links) ist mittlerweile im Ruhestand. Rechts steht Betreuerin Yolanda, ein ehemaliges nph-Kind aus San Pedro.

Der große Unterschied: Die Kinder bleiben in der Regel nur kurz im Schutzhaus. Die Mitarbeiter von CONANI entscheiden normalerweise zügig, ob ein Kind oder eine Gruppe von Geschwistern nach einer Krise wieder in die Herkunftsfamilie zurückkehren kann oder ob es besser ist, ein neues Zuhause für sie zu finden. Falls das der Fall sein sollte, kann eine Möglichkeit sein, dass die Kinder ins Kinderdorf nach San Pedro kommen, um dort heimisch zu werden und langfristig zu leben.

Doch auch wenn die Kinder nur kurz vor Ort sind: „Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind toll“, berichtet Christian Cruz. „Es gibt erfahrene Betreuerinnen, die mit viel Liebe und Durchsetzungskraft zu den Kindern durchdringen. Eine der Tías – der Betreuerinnen – war übrigens selbst früher bei nph. Sie kann sich also gut in die Kinder hineinfühlen. Und selbst unser Gärtner hat pädagogisches Talent“, schmunzelt er.

Selbstversorgung auf weitläufigem Grund

Zwischen dem nph-Kinderdorf und dem Kinderschutzhaus liegt eine rund 80-minütige Autofahrt. Das weitläufige Gelände und die hübschen, farbenfrohen Gebäude in Monte Plata wurden von einer wohltätigen US-Amerikanerin errichtet. Diese konnte ihr eigenes Projekt dort nicht weiterführen und spendete Grundstück, Gebäude und eine Grundfinanzierung an nph – eine schöne Basis für die Arbeit des Teams.

Rund 14 Fußballfelder groß ist das Gelände – da ist Platz für einen Bolzplatz mit selbst gebautem Tooooooor aus Ästen!

Rund 14 Fußballfelder groß ist das Gelände – da ist Platz für einen Bolzplatz mit selbst gebautem Tooooooor aus Ästen!

Wie an anderen nph-Standorten gewinnt das Team in Monte Plata einen Teil der Nahrung für Kinder und Erwachsene im Haus aus eigenem Anbau. Es gibt einen Garten zur Selbstversorgung sowie eine Kuh und einige Schafe, deren Milch die Kinder trinken können. Ein Gärtner kümmert sich um die Pflege der über 100.000 Quadratmeter großen Anlage. Das entspricht 14 Fußballfeldern. Die gute Erde und die Größe des Grundstücks laden dazu ein, das Konzept der Selbstversorgung weiter auszubauen, wie es schon im dominikanischen Kinderdorf der Fall ist.

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Nachrichten_von_nph cordula.schulze@nph.org Thu, 08 Oct 2020 18:20:00 +0200
Gesundheit für Kinder in Haiti: Weitermachen auch in Krisenzeiten https://www.nph-kinderhilfe.org//news/newsdetail?tx_ttnews%5Btt_news%5D=7539&cHash=bae2794481385e19fced9a7ca05f11e0 Trinkwasser, Gesundheitschecks, Hygieneschulungen: Seit einem Jahr läuft in Haiti ein Hilfsprojekt,... „Gesunde Schulen – starke Kinder“, so heißt das aktuelle Projekt von nph in Haiti, das die SKALA- Initiative der Unternehmerin Susanne Klatten in Kooperation mit der Phineo AG zu einem großen Teil mitfinanziert.

Es geht es darum, Kindern, ihren Eltern und Nachbarn der Schulen Zugang zu sauberem Trinkwasser zu verschaffen. 450.000 Menschen sollen profitieren. Außerdem erhalten 5.500 Schulkinder medizinische Versorgung, 360 Schulangestellte nehmen an medizinischen Schulungen teil und rund 50.000 Angehörige der Schulkinder lernen über eine Gesundheitskampagnen, besser auf sich und ihre Gesundheit achtzugeben.

Trinkwasser in Haiti

Dank der bereits errichteten Trinkwasseranlagen können die Schülerinnen und Schüler auf dem Pausenhof trinken und ihre Wasserflaschen auffüllen.

Schulen werden Gesundheitsstationen

Kurz gesagt: Mit einfachen, ökonomischen Mitteln kann viel erreicht werden für die Bevölkerung in den Armensiedlungen am Rande der Großstädte in Haiti. Denn: Hier gibt es oftmals keine Versorgung mit sauberem Trinkwasser und es wäre für viele Familien zu teuer, genug davon zu kaufen. Der Mangel an Wasser führt zu Krankheiten, die besonders den Kindern zusetzen und ihren Schulerfolg gefährden. Diesen Kreislauf durchbricht „Gesunde Schulen – starke Kinder“. Die Schule als zentraler Ort und Treffpunkt für Kinder, Lehrpersonal und Familien wird zum Versorgungs- und Wissensstützpunkt rund ums Wasser.

Nicht nur während der Schulzeit können die Kinder so viel trinken, wie sie wollen – ihre Familien können gegen ein minimales Entgelt Wasser an der Schule kaufen. Ein Gewinn für alle Beteiligten.

Hygieneschulung unseres Personal

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Schulen erhalten im Rahmen des Projekts Schulungen zu Hygiene und Gesundheitsvorsorge. Dieses Wissen geben sie dann weiter.

Projektumsetzung unter erschwerten Bedingungen

Zugegebenermaßen war der Startzeitpunkt im Herbst 2019 unglücklich, weil er von den Ereignissen im ärmsten Land der westlichen Welt geradezu überrollt wurde: In Haiti brach bald darauf eine Krise aus. Die Bevölkerung protestierte gegen Inflation und steigende Preise für Lebensmittel und Treibstoff. Bald darauf nutzten Banden die unsichere Situation, um Straßenblockaden zu errichten; Gewalt und Ausschreitungen legten das öffentliche Leben lahm. Auch die Schulen waren davon betroffen. Und dennoch schaffte das Projektteam es, die ersten Trinkwasseranlagen zu etablieren und die ersten Maßnahmen einzuleiten.

Schon mehr als 2.000 Kinder medizinisch untersucht

Mit Verzögerungen, aber voller Tatendrang startete das Projektteam nach dem Abflauen der Krise im Dezember 2019 wieder in die Umsetzung der verschiedenen Maßnahmen. Vor und während des Coronaausbruchs konnten folgende große Schritte erfolgreich umgesetzt werden:

  • Im Jahr 2020 wurden bereits in sechs Schulen medizinische Check-Ups durchgeführt. Von den rund 2.100 untersuchten Kindern hatten 781 medizinisch auffällige Symptome. Die häufigsten Krankheitsbilder waren grippale Infekte, Hautflechten, Pilzinfektionen und Darmparasiten. Besonders diese Parasiten sind sehr wahrscheinlich auf verunreinigtes Wasser und Lebensmittel zurückzuführen. Die untersuchten Kinder erhielten direkt aus den im Rahmen des SKALA-Projektes eingerichteten Schulapotheken entsprechende Medikamente. Dringende Fälle wurden an umliegende Krankenhäuser verwiesen. Die Eltern sind mit eingebunden und tragen die Verantwortung für die medizinische Nachversorgung.
  • Vier Trinkwasseranlagen sind voll in Betrieb und liefern Trinkwasser für die Schulkinder, das Personal und die Bevölkerung im Umfeld der vier Schulen. Mikrobiologische und chemische Wasseranalysen im nationalen Labor (DINEPA) zeigten: Die Qualität des Wassers ist sehr gut. Übrigens: Alle vier Trinkwasseranlagen sind solarbetrieben.

Das Zeitfenster bis zur nächsten Katastrophe war nicht groß: Schon im Frühjahr kündigte sich die Coronapandemie auch in Haiti an. Es dauerte bis Mitte März, bis der erste Todesfall offiziell bestätigt war und das öffentliche Leben wieder stark eingeschränkt wurde. Die Regierung rief den „Sanitären Notstand“ aus, erneut schlossen die Schulen, die Bewegungsfreiheit der Menschen war eingeschränkt. Und dennoch ging es weiter mit dem Wasserprojekt, den widrigen Umständen zum Trotz.

Neue Trinkwasseranlagen sind in Bau

Im Juni konnte der Auftrag für die Installation von sechs weiteren Wasseraufbereitungsanlagen erteilt werden. Die Bau- und Installationsmaßnahmen konnten und können zum Glück auch mit den Einschränkungen der Coronaschutzmaßnahmen gut umgesetzt werden.

Manche der vorgesehenen Teilprojekte wie zum Beispiel die Fortführung der medizinischen Check-ups finden derzeit aus Gründen des Hygieneschutzes nicht statt. Sobald möglich, werden diese fortgeführt – hatte doch die erste Runde gezeigt, wie sinnvoll und dringend nötig diese sind in einem Land, das für Kinder keine Vorsorgeuntersuchungen vorsieht, wie es beispielweise in Deutschland die so genannten „U-Untersuchungen“ sind. Auch die Sensibilisierungsmaßnahmen für die Eltern und Community-Mitglieder sowie Schulungen für das Personal konnten wieder stattfinden.

Vorsorge, Aufklärungskampagnen und Informationen

Aufklärung und Schutzmaßnahmen rund um den bevorstehenden Covid-19-Ausbruch planten die medizinischen und pädagogischen Teams von nph International und der Fondation St. Luc bereits im Frühjahr. Im Rahmen des Projekts „Gesunde Schulen – starke Kinder“ trug das Projektteam zur Aufklärung der Bevölkerung über Hygienevorschriften und Abstandsregeln bei. Auch für Analphabeten und Kinder ist gesorgt. Sie erhalten bebilderte Informationen. Die Schulen halten den Kontakt zu allen Schulkindern und ihren Famien aufrecht. So sind sie über ihren Gesundheitszustand informiert und können zumindest in kleinem Umfang Maßnahmen umsetzen.

Lebenswichtiger persönlicher Kontakt

Wie wichtig es ist, dass die Familien die Anbindung an die Schulen und an Hilfe der nph-Partnerorganisation St. Luc erhalten, bestätigen Marie-Louise und Mirlande, beide Mütter von Kindern, die die St. Marie Schule besuchen. Marie-Louise sagt: „Wir sind sehr dankbar, dass St. Luc auch in Coronazeiten Trinkwasser bereitstellt. Ansonsten hätten wir viele Kilometer bis zur nächsten Wasserstelle laufen müssen und wären beim Schlangestehen viel mehr Risiken ausgesetzt gewesen.“ Mirlande ergänzt: „Ich hätte nie gedacht, dass das St.-Luc-Team bei so vielen Schülern tatsächlich den Kontakt zu allen Familien sucht. Es hat mich sehr berührt, dass ein Mitarbeiter mich fragte, ob es uns gut gehe und ob wir Zugang zu Wasser und Hygieneprodukten hätten. Da wusste ich, ich bin nicht alleine in dieser schwierigen Zeit“.

Gesundheit sprudelt aus dem Hahn

Wasser für alle

Jede der Trinkwasseranlagen hat zwei Seiten: eine Wasserstelle auf dem Schulhof und eine Abfüllstelle an der Außenmauer der Schule mit Verkaufskiosk. Die Behälter zum Befüllen müssen die Familien selbst mitbringen. Der Wasserverantwortliche sorgt dafür, dass sie gereinigt sind.

Besonders schön ist, dass die ersten vier Standorte mit Trinkwasseranlagen auch zu Coronazeiten schon dazu beitragen, dass viele Familien gesünder leben können. Hygiene-Konzepte für die Verteilung wurden implementiert. An drei Tagen in der Woche sind die Trinkwasserverteilstellen für die Bevölkerung zugänglich. Pro Tag werden rund 15.000 Liter Trinkwasser in den vier Standort an die Bevölkerung verteilt. Pro Standort und Tag profitieren etwa 600 Personen vom Trinkwasser. Das macht dann insgesamt 7.200 Begünstigte pro Woche, die im Rahmen von „Gesunde Schulen – starke Kinder” wertvolle Hilfe bekommen. Seit Mitte August der Unterricht an den Schulen wieder stattfindet, profitieren noch mehr Kinder vom gesunden Trinkwasser.

Das Projekt läuft laut Plan noch bis 2021. Wollen Sie mithelfen? Es werden noch rund 200.000 Euro benötigt, bis alle Maßnahmen finanziert sind.

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Nachrichten_von_nph cordula.schulze@nph.org Tue, 29 Sep 2020 09:41:00 +0200
Selbstversorgung: Im Kinderdorf wächst ein Waldgarten https://www.nph-kinderhilfe.org//news/newsdetail?tx_ttnews%5Btt_news%5D=7536&cHash=d8e8994c3bd4259ca6d30c96443f1109 In der Dominikanischen Republik setzt nph bei der Versorgung mit Lebensmitteln auf nachhaltige... Ein essbarer Wald: Diese Idee aus der nachhaltigen Landwirtschaft hat in den Köpfen der nph-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Dominikanischen Republik Wurzeln geschlagen – sprichwörtlich. Im Kinderdorf gibt es schon lange Landwirtschaft. Kürbisse, Auberginen, Süßkartoffeln und Früchte, Gemüse und Kräuter reifen auf den eigenen Anbauflächen heran. Auch Nutztiere wie Rinder, Schweine und Ziegen leben mit auf dem rund 200.000 Quadratmeter großen Gelände, das durch eine Schenkung um rund weitere 100.000 Quadratmeter wachsen wird.

Jungen gießen Ananaspflanzen mit Wasser.

Zwei Becher Wasser pro Ananaspflanze sind nötig, wenn es nicht regnet. Das lernen die Kids im nph-Kinderdorf von Juan, der bei einem internationalen Intensiv-Workshop über Permakultur schon viel gelernt hat und sein Wissen jetzt intern weitergibt.

Landwirtschaft wird Permakultur

Die eigene Landwirtschaft hilft, die Versorgung im Kinderdorf für Kinder und Mitarbeitende zu sichern. Nun geht das nph-Team einen Schritt weiter auf dem Weg zu nachhaltiger Permakultur: Was man im Deutschen einen Waldgarten nennt folgt der Idee, beim Anlegen von Feldern und Gärten einen Wald zu imitieren. Große Pflanzen spenden kleinen Schatten, manche Pflanzen geben, andere benötigen bestimmte Nährstoffe, manche wollen dicht nebeneinander wachsen, andere brauchen Abstand. Das Ziel: Mit möglichst wenig Dünger und Bewässerung auf natürliche Weise gesunde Lebensmittel anzubauen. Eine wahrhaft paradiesische Vorstellung!

Wirtschaftsministerium unterstützt Projekt

Kirsten Henschel-Rolla (Kiki) ist die zuständige Projektkoordinatorin bei nph in der Dominikanischen Republik. Bei ihr laufen die Fäden zusammen, wenn es darum geht, das aktuelle Projekt zum Thema Wassermanagement und Permakultur voranzutreiben.

Im Zuge eines vom Bundesministerium für Wirtschaft und Zusammenarbeit (BMZ) geförderten Projekts zum Thema „Integriertes Wassermanagement“ hat das Kinderdorf von nph in der Dominikanischen Republik im Zeitraum 2019-2020 eine Wasseraufbereitungsanlage erhalten. Mit ihrer Hilfe kann Schmutzwasser aus dem Kinderdorf gereinigt werden und steht anschließend für die Landwirtschaft zur Verfügung. Das Gute daran: Das wertvolle Trinkwasser aus Grundwasser, das bisher für die Bewässerung der Landwirtschaft verwendet wird, kann künftig an arme Menschen in den umliegenden Vierteln günstig abgegeben werden. Das Wasser durchläuft einen sinnvollen und nachhaltigen Kreislauf: nph entnimmt es dem Boden und führt es nach mehreren Nutzungsarten wieder dem Boden zu, ohne dass Verschmutzungen ins Grundwasser gelangen.

Ein kleiner Waldgarten zu Übungszwecken

Nachbarn pflanzen im Waldgarten neue Pflanzen und setzen gelerntes aus dem Permakulturworkshop um.

Praktisches Lernen: Beim Permakultur- und Wassermanagement-Workshop für Bauern, Nachbarn und Freunde von nph in der dominikanischen Republik geht es ans Pflanzen. Einer der älteren Jugendlichen aus dem nph-Kinderdorf macht den Anfang.

Damit sind dann die Voraussetzungen geschaffen, erste Gehversuche mit dem Waldgarten zu machen: Derzeit gibt es auf 2.000 Quadratmetern im eigentlichen Gelände des Kinderdorfs eine erste Fläche, wo externe Interessenten geschult werden und wo die Kinder auch mitverfolgen können, wie ein solcher „essbarer Wald“ entsteht und wo auch die Herausforderungen dabei liegen. Dieser Bereich ist mit einem so genannten „lebenden Zaun“ vor hungrigen Ziegen geschützt: Dabei werden Setzlinge von Bäumen rund ums Gelände gesteckt und wenn sie angewachsen sind, mit Draht miteinander verbunden – einfach, Schatten spendend und effektiv. Diese Übungsfläche kann auf insgesamt 6.000 Quadratmeter ausgeweitet werden. Für die Zukunft steht ein großes Grundstück zur Verfügung, das der Staat nph kürzlich vermacht hat. Es grenzt direkt ans Kinderdorf. „Bevor dort wieder etwas wachsen kann, müssen wir viel Arbeit investieren“, sagt Kirsten Henschel-Rolla. „Die Böden der ehemaligen Zuckerrohrplantagen sind ausgelaugt. Aber es ist Raum für Entwicklung da, und wir haben schon viele Ideen.“

Wissensträger aus den eigenen Reihen

Das Know-how für die Permakultur und vor allem für das Anlegen des Waldgartens kommt übrigens von einem Hermano Mayor. So nennt nph ehemalige Kinderdorfkinder, die die Schule abgeschlossen und bereits ein Jahr in der Gemeinschaft gearbeitet haben. Viele von ihnen stellen im Anschluss ihre Arbeit in den Dienst von nph, beispielsweise als Ärztinnen oder Lehrer. Juan hat die Gelegenheit beim Schopf ergriffen und an einem internationalen Intensiv-Workshop über Permakultur teilgenommen. Als Wissensträger hat er nun erste Entwürfe für einen Waldgarten im Kinderdorf entwickelt.

Wissensträger zeigen wie man Stroh um Pflanzen legt um sie feucht zu halten und zu düngen.

Nachhaltige Methoden: Ein Workshopleiter zeigt, wie man aus Stroh oder Gras ein Nest um eine junge Pflanze legt, das Feuchtigkeit speichert. Wird es nicht mehr gebraucht, zerfällt es nach und nach zu Dünger.

Das Know-how weitergeben

Domingo zeigt eine Pflanze aus dem Waldgarten.

Alle nph-Kinderdörfer verfolgen das Ziel, Obst und Gemüse selbst anzubauen und eine Viehzucht aufzubauen: gesundes Essen im Einklang mit der Natur, das unabhängig macht von den Lebensmitelpreisen.

Und das Thema entwickelt sich fort: Eine Patin aus den USA begleitete Juan zum Workshop, um ihn vor Ort zu unterstützen. Zudem stellt nph im Rahmen des vom BMZ geförderten Projektes auch Wissen über Kreislaufwirtschaft und Permakultur für Bauern, Kleinbauern und Interessierte zur Verfügung. Sie erhalten theoretische und praktische Schulungen. So profitieren auch Nachbarn, Freunde und andere Menschen, die nph verbunden sind, von dem wertvollen Wissen über den sorgsamen Umgang mit der Natur.

Bitte helfen Sie mit Ihrer Spende für Wasserpumpen, Wassertanks, Saatgut, Setzlinge und Gartengeräte beim Ausbau des Waldgartens. Im Namen der Kinder, die genug gesundes Essen haben, danken wir Ihnen schon jetzt.1

*Die Namen der erwähnten Kinder wurden geändert, um ihre Identität zu schützen.

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Nachrichten_von_nph markus.wessbecher@nph-kinderhilfe.de Thu, 17 Sep 2020 10:01:00 +0200
Dominikanische Republik: Wasser nachhaltig nutzen https://www.nph-kinderhilfe.org//news/newsdetail?tx_ttnews%5Btt_news%5D=7532&cHash=51629e8ebedf28fbc263ba4640888f83 Eine Aufbereitungsanlage im nph-Kinderdorf hilft, wertvolles Grundwasser zu sparen. Schulungen rund... „Bei uns in der Dominikanischen Republik ist Wasser immer ein großes Thema: Wir sind von Meer umgeben, von Regen abhängig und wir spüren die Folgen des Klimawandels ganz besonders. Dürreperioden und sinkende Niederschläge verschärfen die Situation“, sagt Kirsten Henschel-Rolla (Kiki). Sie lebt als Projektkoordinatorin in dem kleinen Karibikstaat.

Und genau diese Situation war es, die den Stein vor rund zwei Jahren ins Rollen brachte: „Uns war klar, dass wir nicht weiter das wertvolle Grundwasser für alle möglichen Zwecke – von der Körperhygiene über die Toilettenspülung bis zur Bewässerung unserer Landwirtschaft – verwenden können. Wir wollten einen Beitrag zum Umweltschutz leisten und eine Wasseraufbereitungsanlage installieren, wie sie manche Hotels hier schon haben.“

Wasseraufbereitungsanlage Bauplanung

Alfredo ist der langjährige Baumeister des nph-Kinderdorfs in der Dominikanischen Republik. Hier zeigt er den Plan für die Wasseraufbereitungsanlage. Schon das erste Kinderhaus hat er mit seinem Onkel zusammen errichtet.

nph nimmt Vorbildfunktion wahr

Denn auch wenn nph in der Dominikanischen Republik kein Hotel unterhält, so ist das Kinderdorf mit seinen rund 150 internen und 220 externen Kindern und den rund 40 Mitarbeitenden von der Struktur her doch einem Hotel nicht unähnlich. Einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen praktiziert nph dort schon lange durch Recycling-Projekte, Mülltrennung und Kompostierung sowie nachhaltige Landwirtschaft zur Selbstversorgung. Klimaschutz spielt also eine große Rolle. Aus diesem Gedanken heraus war es dann klar, dass das nur grob gefilterte Schmutzwasser nicht wie bisher einfach in den Boden geleitet werden kann.

Den Wasserkreislauf wieder schließen

Die Idee: Auf dem Gelände des Kinderdorfs soll eine Abwasseraufbereitungsanlage entstehen. Diese nimmt das Schmutzwasser des gesamten Kinderdorfs auf, reinigt und klärt es so weit, dass es zur Bewässerung der Landwirtschaft verwendet werden kann. Anschließend versickert es im Boden – der Kreislauf zum Grundwasser schließt sich, ohne Belastung für die Natur.

Projektpartner Entwicklungsministerium

Als Partner für das Projekt zum Thema „Integriertes Wassermanagement“ konnten nph in der Dominikanischen Republik und die nph Kinderhilfe Lateinamerika in Deutschland das Bundesministerium für Wirtschaft und Zusammenarbeit (BMZ) gewinnen. Diese finanzierte den Bau und die Inbetriebnahme der Anlage zu einem großen Teil. Das Gesamtprojekt belief sich auf circa 223.000 Euro, wovon der Löwenanteil in Höhe von 166.649 Euro vom BMZ gefördert wurde. Der Projektzeitrahmen ist 2019-2020, wobei noch offen ist, ob die Coronapandemie eine Verschiebung nötig machen wird.

Zement, Kies, Sand für Wasseraufbereitungsanlage

Hier bewegt sich was: Der Aushub der Grube für die Wasseraufbereitungsanlage ist rötlich; Kies und Sand für den Zement bilden den grauen Hügel.

Nachbarschaftshilfe durch günstiges Trinkwasser

Ein weiterer Vorteil des neuen Umgangs wird es sein, dass das gute, saubere Grundwasser, das nur leicht aufbereitet werden muss, bis es Trinkwasserqualität hat, mehr Menschen als Trinkwasser zur Verfügung steht. Das ist ein wichtiger Beitrag zur Armutsbekämpfung im Umfeld des Kinderdorfs.

Anstatt auf dem Feld für die Bewässerung zu dienen, kann ein Teil der 900 Liter täglich in Kanister abgefüllt und den armen Bewohnern der Umgebung sehr günstig verkauft werden. Das ist eine wichtige Maßnahme, da diese oftmals keinen Zugang zu Trinkwasser haben und sich das Wasser in Flaschen nicht leisten können. Das führt zu Problemen mit der Ernährung, Gesundheit und Hygiene – ein besonders wichtiges Thema in Zeiten von Corona!

Grauwasseraufbereitung gefördert vom BMZ

Es geht voran: Die Arbeiter bereiten das Ausgießen der vorbereiteten Elemente mit Beton vor. Den bringt ein LKW. Beton wird auf kleinen Baustellen im Kinderdorf oft von Hand gerührt, aber hier braucht es große Mengen!

Arbeitsplätze schaffen

Fünf Kleinhändler werden in Kooperation mit nph ein Auskommen haben, wenn sie mit Esels- oder Handkarren die Wasserkanister günstig kaufen und mit einer auskömmlichen Marge an Menschen in der Umgebung verkaufen. Die Wasseraufbereitungsanlage schafft also, sobald sie in Betrieb genommen werden kann, Arbeitsplätze. Und die rund 3.000 Menschen in den umliegenden Bateyes – den ehemaligen Unterkünften der Arbeiter auf den Zuckerrohrplantagen – profitieren von der Nähe zur Wasseraufbereitungsanlage und dadurch vom Zugang zu sauberem Wasser durch die Kleinhändler.

Zum Stand der Dinge: Die Wasseraufbereitungsanlage steht und ist betriebsbereit. Leider hat die Corona-Pandemie bisher die Inbetriebnahme verhindert, aber diese soll schnellstmöglich erfolgen. Gleiches gilt für die Lizenz, damit nph das Wasser verkaufen kann.

Bewässerung - Wasserverteilung

Nicht in alle Ecken des Geländes reichen die Schläuche zur Bewässerung. Die Schweine zum Beispiel bekommen Futter und Wasser in diesen umgenutzten äußerst praktischen ehemaligen Farbeimern.

Schulungen für Bauern und interessierte Erwachsene aus der Region

Ein zweiter Teil des vom BMZ geförderten Projekts ist die Schulung von Kindern und Erwachsenen rund um den nachhaltigen Umgang mit natürlichen Ressourcen. Denn das Bewusstsein für den sicheren und effizienten Umgang mit Wasserressourcen, ökologische Aspekte sowie Hygiene zur Krankheitsprävention sind in Teilen der Bevölkerung noch sehr schwach ausgebildet. Gezielte Schulungen von Multiplikatoren – also Menschen, die Wissen weitergeben können – sowie die Ansprache von begeisterungsfähigen Schülerinnen und Schülern sollen Abhilfe schaffen.

Theoretische und praktische Kenntnisse

Rund 100 Erwachsene erhielten bereits Schulungen zu nachhaltigem Wassermanagement, Kreislaufwirtschaft, Anbaumethoden. Teilnehmerinnen und Teilnehmer aller Berufsgruppen erfuhren, wie sie durch natürliche Bewässerung und Düngung erfolgreich nachhaltige Landwirtschaft betreiben können. Die Methoden helfen sowohl beim Urban Gardening als auch beim Bestellen größerer Flächen. Die Multiplikatoren – vor allem Bauern, Kleinbauern und Interessierte – erhielten theoretische und praktische Kenntnisse, die sie in ihrem Umfeld weitergeben können.

Bewässerung der Anpflanzungen

Hier ein Eindruck aus dem landwirtschaftlichen Bereich auf dem Gelände des nph-Kinderdorfs. Im Hintergrund sieht man Kochbananen-Pflanzen. Ein Hilfsgärtner bereitet die Bewässerung der Anpflanzungen vor. Die Bewässerung soll künftig aus der Wasseraufbereitungsanlage kommen und nicht mehr wertvolles Trinkwasser verbrauchen.

Übungsfläche für einen Waldgarten

Auf einer Fläche von 2.000 Quadratmetern entsteht zum Üben und als Anschauungsobjekt derzeit ein kleiner Waldgarten auf dem Gelände des Kinderdorfs. Ein Waldgarten ist eine essbare Landschaft, angelegt nach den Prinzipien der nachhaltigen Landwirtschaft oder auch Permakultur. Hier gehen Streuobstwiese, Gemüsegarten und Wald ineinander über und bieten einen nachhaltigen, ökologischen Lebensraum für Tiere, Pflanzen und die Menschen, die sich um den Waldgarten kümmern.

Nach der Anpflanzphase soll der Waldgarten ohne zusätzliche Bewässerung auskommen – wie in der Natur.

Kinder für Wasser sensibilisieren

Aber auch Kinder können im Rahmen des vom BMZ geförderten Projektes viel für ihr Leben und ihre Gesundheit lernen. Altersgerecht aufbereitet von einer Expertin aus Santo Domingo haben bereits an fünf von zehn Schulen Schülerinnen und Schüler im Alter von zehn bis 14 Jahren an Projekttagen teilgenommen. Das Ziel: sie für das Thema „Wasser“ zu sensibilisieren.

Auf dem Lehrplan standen Ressourcenschutz, Wassernutzung und Hygieneprävention. Auch wenn das erstmal sehr anstrengend klingt, so hatten die Schülerinnen und Schüler viel Freude beim Entdecken des Themas, da die Referentin sie ermutigte, das Gelernte als Song zu verarbeiten. Und Singen ist eine eingängige Methode, Inhalte zu vertiefen.

„Wir haben bewusst mit Experten vor Ort in der Dominikanischen Republik zusammengearbeitet“, erläutert Kirsten Henschel-Rolla die Vorgehensweise bei der Projektumsetzung: „Es geht uns darum, klarzumachen, dass es sich um ein eigenes, wichtiges Thema handelt, von den eigenen Leuten auf Augenhöhe vermittelt – und darum, den dominikanischen Ton zu treffen.“

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Nachrichten_von_nph cordula.schulze@nph.org Fri, 11 Sep 2020 15:49:00 +0200
Sternstunden e.V. spendet für die Kinder in Haiti und Honduras https://www.nph-kinderhilfe.org//news/newsdetail?tx_ttnews%5Btt_news%5D=7534&cHash=047128c7bb791931559c749e1a0b2fbb Die großzügige Spende über 170.000 Euro des Fördervereins Sternstunden e.V. ist eine große Hilfe... Lateinamerika ist auch sechs Monate nach Beginn der Corona-Krise das Epizentrum der Pandemie. Nach wie vor gibt es strenge Maßnahmen und die Grenzen sind weitestgehend geschlossen. Gleichzeitig steigt die wirtschaftliche Not mit jedem Tag. Staatliche Hilfen für die Wirtschaft und für Arbeitslose gibt es kaum, sodass viele Menschen in existenzielle Not geraten sind. Armut und Unterernährung nehmen rapide zu. Derzeit leben in Haiti mehr als die Hälfte der 11 Millionen Einwohner in Armut, 2,5 Millionen sogar in extremer Armut.

Desinfektionsmittelherstellung im St. Damien Kinderkrankenhaus in Haiti.

Auch die eigene Herstellung von Desinfektionsmittel wird durch die Spenden wie die vom vom Verein "Sternstunden e.V." ermöglicht.

Nicht nur in Haiti treibt die Angst vor Armut und Hunger die Menschen auf der Suche nach Nahrung und Arbeit auf die Straße – trotz zum Teil drastischer Lockdown-Maßnahmen. Dazu kommt, dass die Gesundheitssysteme nicht erst seit Corona völlig überlastet sind und jetzt in der Krise vollends zusammenbrechen.

Gestiegene Lebensmittelpreise und hohe Ausgaben für Hygiene reißen finanzielle Lücken

Medizische Behandlung in Honduras.

Wir tun unser Bestes um unsere Kinder zu schützen. Ihre Spenden ermöglichen das.

Für nph ist es eine große Herausforderung, die Kinder und Familien in ihren Einrichtungen weiterhin gut zu versorgen. Infizierte müssen rechtzeitig entdeckt und isoliert werden. Sie brauchen medizinische Versorgung unter Einhaltung der Sicherheitsvorschriften. Das ist gerade in Einrichtungen, in denen - wie in Honduras - auch viele Menschen mit Behinderungen und chronischen Krankheiten leben, eine besondere Herausforderung. Es ist nicht nur eine menschliche, sondern wegen der hohen Ausgaben für Medikamente, Masken, Handschuhe und Desinfektionsmittel auch eine große finanzielle Belastung.

Aber auch die Versorgung der Schutzbefohlenen mit gesundem Essen und sauberem Trinkwasser wird zunehmend schwierig. Zwar wird in den meisten nph-Kinderdörfern ein Teil der Lebensmittel selbst produziert, aber die Kosten für die zugekauften Nahrungsmittel sind seit Ausbruch der Corona-Krise deutlich höher. So sind beispielsweise in Haiti die Preise für Weizen und Mais seit März um 40, in Honduras der Preis für Bohnen um 33 Prozent gestiegen.

Sternstunden e.V. unterstützt nph Haiti und Honduras mit je 85.000 Euro

Umso wichtiger ist Solidarität und Unterstützung durch Förderer und Hilfsprojekte, um – die Kinder – soweit irgend möglich - gut und  sorgenfrei durch die Krise zu begleiten. Sternstunden e.V., eine Benefizaktion des Bayerischen Rundfunks und einiger Partner, unterstützt die nph-Kinderdörfer in Honduras und in Haiti mit je 85.000 € (insgesamt 170.000 €). Die Mittel sind für die Ernährung und die Versorgung mit Hygieneprodukten der Kinder in Haiti und Honduras vorgesehen. Sie sind eine große Hilfe für nph.

Sternstunden wurde 1993 gegründet und hilft kranken, behinderten und notleidenden Kindern. Der Förderverein engagiert sich für Kinderhilfsprojekte in Deutschland und der ganzen Welt. Bei Sternstunden wird jede Spende garantiert zu 100 Prozent in die Hilfsprojekte investiert.

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Nachrichten_von_nph Presse agathe.freudl@nph-kinderhilfe.org Fri, 28 Aug 2020 10:57:00 +0200
Corona in Lateinamerika: „Wir akzeptieren die neue Realität“ https://www.nph-kinderhilfe.org//news/newsdetail?tx_ttnews%5Btt_news%5D=7527&cHash=f37215465c26f0b2872a12ef0a733aa2 Wie die Menschen bei nph im ersten halben Jahr mit dem Coronavirus gelebt und überlebt haben –... Seit dem Beginn des Gesundheitsnotstands wegen Covid-19 sind sechs Monate vergangen. Lateinamerika und die Karibik stehen nach wie vor im Epizentrum der Pandemie. Wir rechnen mit erheblichen Rückschlägen in den Bereichen, in denen wir seit vielen Jahren aktiv sind, zum Beispiel der Bekämpfung von Unterernährung, der Armutsrate, Inklusion, Zugang zu formalen Bildungs- und Gesundheitsdiensten, häusliche Gewalt und die Auswirkungen auf die psychische Gesundheit und die öffentliche Gesundheit.

Heute gilt in den meisten Ländern weiterhin Quarantäne, und die Grenzen bleiben aus berechtigten Gründen geschlossen. Mit jedem Tag, der vergeht, steigt jedoch die Gefahr eines wirtschaftlichen Zusammenbruchs. Der wiederum führt uns näher an den Punkt dauerhafter sozialer Rückschläge. Die meisten Regierungen in der Region können aus finanziellen Gründen keine Maßnahmen ergreifen, die Wirtschaft anzukurbeln. Dieses traurige Szenario steht unserem Ziel im Weg, die Armut zu beseitigen und nachhaltige Entwicklungsziele voranzubringen.

Notleidenden Menschen Schutz geben

Wir sehen eine Zunahme der sozialen Ungleichheit in den Armenvierteln der Städte. Wir beobachten mit Sorge, wie immer mehr Familien auf der Suche nach Nahrung und Geld auf die Straße gehen. Dies ist jedoch nur ein Teil des Problems; in den ländlichen Gebieten, die historisch in Vergessenheit geraten sind, ist die Situation noch schlimmer. Wirtschaftliche und soziale Rückschläge in diesen Gebieten beunruhigen uns am meisten. Hier sind wir besonders aktiv, notleidenden und ungeschützten Bevölkerungsgruppen Schutz und familiäre Unterstützung zu geben. Denn wir wissen – und erleben täglich -, welche Kraft Solidarität hat und welche Macht jeder Einzelne hat, um Veränderungen in der Welt herbeizuführen. Durch die großzügige Unterstützung einzelner Spender und Unternehmen können wir weiterhin alle Kinder und Erwachsene mit unseren Programmen erreichen.

nph in Lateinamerika leistet lebenswichtige Dienste

Im Kampf gegen diese Pandemie sehen wir eine Gesellschaft, die durch das Coronavirus erschüttert wird. Doch wir von nph setzen dem etwas entgegen: nph finanziert weiterhin medizinische Teams in jedem unserer Kinderdörfer, bietet hunderten von Familien ein sicheres Zuhause, sorgt für eine ausgewogene Ernährung, ermöglicht den Zugang zu Trinkwasser und psychischer Gesundheitsversorgung, stärkt Jugendliche, Frauen und Heranwachsende und leistet andere lebenswichtige Dienste in Lateinamerika.

Medizinische Versorgung bei nph

Unser medizinisches Team mit vollem Einsatz gegen Corona.

Am 28. Juli begingen wir den Welthepatitis-Tag. Nach WHO-Statistiken erreichten die Impfungen von Kindern gegen Hepatitis B im Jahr 2019 weltweit 85 Prozent, verglichen mit 30 Prozent im Jahr 2000. Mit Stolz können wir berichten, dass bei nph alle Kinder gegen Hepatitis B geimpft sind. Sie müssen nicht fürchten, infolge einer Hepatitis-Infektion an Leberzirrhose oder Leberkrebs zu sterben, dank eines Impfprogramms und der Unterstützung von Stiftungen, die diese lebenswichtigen Dienste für unsere Schützlinge finanzieren.

nph: Programme laufen weiter – mit Schutzmaßnahmen

Schutzmaßnahmen in den Kinderdöefern von nph.

Alle helfen dabei mit, sich gegenseitig vor dem Covid-19-Virus zu schützen.

Die nph-Einrichtungen führen ihre Programme so gut es geht weiter, auch wenn die Maßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus und finanzielle Zwänge vieles erschweren. Wir vom internationalen medizinischen Team bei nph wachen weiterhin darüber, dass die vorgeschriebenen Präventions- und Schutzmaßnahmen umgesetzt werden und dass die Areale unserer Einrichtungen sicher bleiben, obwohl wir uns der Herausforderungen bewusst sind, die diese Sicherheitsmaßnahmen für unsere Schützlinge und Mitarbeiter mit sich bringen. Die Teams in den Kinderdörfern leisten eine außerordentliche Arbeit, damit sich die Kinder bei nph sicher fühlen.

Jeden Tag etwas dazulernen über den Umgang mit Corona

In Lateinamerika ist die Bevölkerung sehr widerstandsfähig. Wir sind zuversichtlich, uns langsam an unsere neue Normalität zu gewöhnen. Wir sind immer noch dabei zu entschlüsseln, was das alles bedeutet, aber wir beginnen, die neue Realität zu akzeptieren, Masken zu tragen, zu Hause zu bleiben, Abstandsregeln zu respektieren und zu versuchen, vorwärts zu kommen. Wir hoffen, dass wir jeden Tag dazulernen und dass wir dank unserer Widerstandsfähigkeit eine Strategie entwickeln können, wie wir die Herausforderungen gemeinsam bewältigen können.

Schutzmaßnahmen gelten auch in den Kinderdörfern

Wir setzen uns dafür ein, dass alle Präventions- und Schutzmaßnahmen weiterhin streng beachtet werden und fordern unsere Mitarbeiter dazu auf, auch weiterhin während der Arbeit jederzeit Masken zu tragen, Abstand zu halten, die Niesetikette zu beachten, sich regelmäßig gründlich die Hände zu waschen und auf Aktivitäten in großen Gruppen verzichten. Und wir empfehlen nachdrücklich die weitere Verwendung von persönlicher Schutzausrüstung und Schnelltests.

Die Pandemie stellt uns vor große menschliche und auch materielle Herausforderungen. Damit wir unseren Kindern und den Familien im Umfeld der Kinderdörfer weiterhin verlässlich Schutz und Fürsorge geben können, brauchen wir Ihre Unterstützung. Helfen Sie uns als Teil der nph-Familie, diese schwere Zeit zu überstehen und die notwendige Hilfe zu leisten.

Wir danken Ihnen sehr herzlich!
Viele Grüße
Dr. Edwin Vallecillo

Dr. Vallencillo, Leiter des internationalen medizinischen Teams von nph, ist selbst bei nph aufgewachsen und hat mit Unterstützung von nph sein Medizinstudium unter anderem in Kuba erfolgreich absolviert. Er lebt und arbeitet in Honduras.

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Nachrichten_von_nph cordula.schulze@nph.org Fri, 07 Aug 2020 09:56:00 +0200